Gleichstellung: Wunschtraum oder Wirklichkeit?
Gespräch mit den Gleichstellungsbeauftragten aus Stadtlohn und Südlohn
Südlohn. Die Klasse 9a der Roncalli-Hauptschule nimmt teil am „Zeitungsflirt“ mit der Münsterland Zeitung. In der vergangenen Woche waren die Gleichstellungsbeauftragten Dagmar Wissing von der Gemeinde Südlohn und Giselheid Lönker-Rduch von der Stadt Stadtlohn zu Gast in der Klasse 9a der Roncalli-Hauptschule und standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort. Im Folgenden ein kleiner Auszug aus dem Gespräch:
Thomas: Wo arbeiten Sie als Gleichstellungsbeauftragte?
Dagmar Wissing: Ich arbeite in der öffentlichen Verwaltung und setze mich dafür ein, dass die Gleichstellung nicht nur auf dem Papier steht.
Sarah: Welche Aufgaben übernehmen Sie?
Giselheid Lönker-Rduch: Unsere Aufgaben sind vielseitig. Ich berate Frauen, kläre sie über ihre Rechte auf. Außerdem setze ich mich gemeinsam mit anderen Gleichstellungsbeauftragten dafür ein, dass die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.
Hendrik: Ist es nicht schwierig, wenn die Frau Beruf und Familie bewältigen soll?
Dagmar Wissing: Wir setzten uns dafür ein, dass dies anders wird. Teilzeitarbeitsplätze für Frauen, Betreuungsangebote für Kinder, Fortbildungsmaßnahmen sind nur einige Beispiele.
Natalie: Glauben Sie wirklich, dass Frauen in Zukunft die gleichen Chancen im Beruf haben wie die Männer?
Giselheid Lönker-Rduch: Es ist schon viel erreicht worden, aber ob Frauen und Männer gleiche Chancen im Berufsleben haben, hängt auch von Euch ab. Gleichberechtigung fängt in der Familie an beim täglichen Zusammenleben.
Lehrerin Berna Wehning bedankte sich im Namen der Klasse 9a bei den beiden Gleichstellungsbeauftragten aus Südlohn und Stadtlohn für ihren Besuch und die vielen Informationen. „Gute Anregungen zum Nachdenken haben wir heute bekommen“, sagte sie.Klasse 9a der Roncalli-Hauptschule
Münsterland Zeitung Ahaus