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The Bare-Faced Messiah Interviews

Interview mit Kima Douglas,
Oakland, Kalifornien, 27. August 1986

Übersetzt durch Remo Williams <coupe@gmx.ch>


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Kima Douglas war während ihrer Jahre in der Kirche, von 1968 bis 1980, eine ganz typische Scientologin; sie war jung, Englisch sprachig, gut erzogen und total engagiert. Die war absolut qualifiziert für die Elite Flotte von L. Ron Hubbard, die Sea Org, die er 1967 gegründete hatte. Ihre Erfahrungen als Krankenschwester in ihrer Heimat Rhodesien wurden zu einer Zeit entdeckt, als Hubbards Gesundheitszustand sich rapide verschlechterte und während sieben Jahren, von 1973 bis 1980, wurde sie eine einmalige Kombination aus Pflegerin, aide de camp, und Vertraute. Als sie 1986 von dem britischen Journalisten und Autor der Biographie von Hubbard, Bare-Faced Messiah, interviewt wurde, hatte sie eine außergewöhnliche Geschichte zu erzählen. Die Transcripte des Interviews werden hier wiedergegeben.


Interview - 27. August 1986

Anfang 1968 beschäftigte ich mit Aquarell Malerei. Ich war am Strand in Santa Monica und malte. Einige Freunde kamen vorbei und sagten: "Wir waren gerade bei einem Unterricht von Scientology. Das ist eine umwerfende Sache - wenn sie die falschen Methoden anwenden, kann dich das töten." Es interessierte mich ganz einfach, daß es da eine Sache gab, die so kraftvoll sein konnte. Ich komme aus Süd Afrika. Ich wollte es einfach heraus finden. Ich hatte bis 68 zwei Ehen hinter mir. Ich bin das Kind von alkoholabhängigen Eltern, und ich suchte nach etwas, aber ich wußte nicht nach was ich suchen sollte. Ich ging zu einer Unterrichtsstunde in die Niederlassung in Beverly Hills und es war wirklich interessant. Ich fing in der Niederlassung an zu arbeiten und traf Yvonne Gillham. Jeder trug einen weißen Overall und steife Hüte, um zu zeigen, daß sie etwas besonderes waren. Die ganze Sache machte den Eindruck einer Party mit irrer Kleidung.

Ich trat der Sea Org am 25. September 1968 bei. Hana (Eltringham[MK1] ) übernahm die AOLA (Advance Organisation Los Angeles) 1969, danach kam Tony Dunleavy. Ich traf ihn und verliebte mich in ihn und im August 1970 begab ich mich auf das Schiff (Apollo) in Madeira.

Meine Erwartungen richteten sich auf eine übersinnliche Person, die mich ansehen würde und all meine schlechten Dinge, die ich je im Leben getan hatte, sofort erkennen würde. Ich war regelrecht indoktriniert von all den Dingen, die er fertig bringen konnte. Es gab da die wildesten Stories, wenn eine Atombombe in Nevada hoch gehen sollte, L. Ron, könnte es allein mit der Kraft seines Verstandes verhindern. Die Erwartung war, daß er es fertig bracht in meinen Kopf zu schauen, was mich ängstigte und gleichzeitig aufregte. Er war gekommen um den Planeten zu retten, zu dieser Zeit wurde viel über die atomare Auseinandersetzung gesprochen. Wer sollte das aufhalten? Ich war absolut gläubig. Zweifel waren unethisch, also ließ man es ganz schnell bleiben. Ich stellte ihn ganz in die Nähe von Gott, so nah wie es überhaupt möglich war.

Tony traf mich auf der Gangway und begab sich zu seinem Büro auf dem Sonnendeck. Ich kam die Treppen herunter und Hubbard kam aus seinem Büro, in einer weißen Uniform und einem Hut eines Commodore und zwei Boten hinter sich. Er sagte: "Wer ist das?" Er war jovial, glücklich, strahlend. Tony sagte, dies ist meine zukünftige Frau. Er schüttelte meine Hand und war sehr charmant. Für mich bedeutete das, ich war angekommen.

Es waren nur 108 Personen an Bord. Das Schiff war durch alle Stationen von Ethik gegangen, sie hatten das Schiff gesäubert, gestrichen und geschrubbt. Es sah wundervoll aus. Es war der 13. August 1970. Ich begann in der Küche zu arbeiten, weil ich kochen konnte. Irgendjemand entdeckte, daß ich Erfahrungen in der Krankenpflege hatte und brachte mich in das "medical office". Dort blieb ich ungefähr einen Monat und ging dann nach Dänemark um dort "publics" zu übernehmen. Als ich zurückkam war das Schiff in Casablanca, Maroco und dort gab es zu dieser Zeit eine Org, wo wir zu Top Management-Teams ausgebildet wurden. Alles verlief wunderbar, bis dieses verdammte Mädchen (Susan Meister) sich auf dem Schiff erschoß. Sie hatte sich die Waffe von Peter Gillham genommen und sich in den Mund geschossen. Wir waren in einer Situation mit einer Krankheit. LRH rief mich aufs Schiff zurück, um die medizinische Abteilung zu übernehmen.

Wir versuchten auch mit dem König von Maroco in Verbindung zu treten. Es war alles eine eigenartige Sache. Tony und ich wurden von der Apollo in die US geschickt und dort traf ich Carlos Gusman, in den ich mich verliebte. Dann wurde ich zum Schiff zurück beordert, den das war ziemlich unethisch. Mir wurde ein niedriger ethischer Zustand zugewiesen und während 3 - 4 Monaten mußte ich das Schiff säubern und anstreichen.

Es wäre möglich gewesen über LRH Nachrichten zu erhalten und dann auch über Carlos.

Jim Dincalci wurde zur Erledigung bestimmter Aufgaben weggeschickt und ich kam in die medizinische Abteilung, wo ich wieder zu mir selber kam. In Sulfi hatten wir einen Sturm, der heftig gegen das Schiff blies und wir hatten nicht genügend Puffer, weshalb Kapitän Bill (Robertson) die ganze Crew dafür benutzte. Es war auch in Sulfi, als er anordnete, daß Leute das Schiff zu streichen hatten ohne Sonnenhüte, worauf sie einen Sonnenstich bekamen. Ich sagte Kapitän Bill, daß er sie rein bringen sollte, aber er weigerte sich. Ich ordnete es dann an. Durch die Schreierei erschien Hubbard und unterstützte mich.

Ich hatte während 2 Jahre eine Ausbildung als Krankenschwester in einem Britischen Krankenhaus in Bulawayo - meine Spezialität war das Labor und die Entbindung.

Von diesem Punkt an, gab es eine bestimmte Verbindung mit Hubbard. Ich brachte ihn niemals in die Gefahr, das Risiko eingehen zu müssen, sich zu blamieren. Ich dachte immer darüber nach, was er in der jeweiligen Situation wollte. Dies war ungefähr 1973.

Dann hat er Probleme mit der Schulter bekommen und ich machte mir Gedanken über die Dinge, die neben den Übungen gemacht werden konnten. Eine Sache, die helfen konnte waren Spritzen mit Vitamin B12. Ich habe ihm täglich Spritzen gegeben, die auch halfen und dann machte ich noch ein paar leichte Übungen mit ihm, er war übergewichtig und bemitleidete sich manchmal. Er brachte die Sache hinter sich, dann bekam er einen leichten Schnupfen und behauptete er habe Lungenentzündung, was nicht stimmte. Auch das hat er überstanden und dadurch wurde ich zu einer Person, die es verstand, ihn durch seine kleinen Krankheiten zu bringen und es entstand eine Affinität zwischen uns.

Ich kam zu einem Punkt, wo ich mir selber darüber im klaren wurde, dass er keinesfalls ein Übermensch war, sondern vielmehr ein Mensch, wie du und ich. Er fing an mich zu behandeln, wie seine Boten und erzählte mir Dinge vom Schiff, von denen er die Nase voll hatte. Er erzählte mir Geschichten von seiner Kindheit, sprach von seinem Umgang mit wilden Pferden im Alter von 3 Jahren - es war bedrückend, denn es gab für einen dreijährigen keine Möglichkeit zum reiten, im höchst Fall kann er im Sattel sitzen - und er wollte, daß ich ihm alles glaube. Er sagte, "sie machten einen speziellen Sattel für mich." Ich wußte, es konnte nicht wahr sein. Ich machte lediglich zustimmende Geräusche. Er erzählte mir dreimal von seinem Pferd und dreimal war es unterschiedlich. Einmal war es ein weißes Pferd, einmal ein Palamino und einmal ein braun - weißes. Sein Zuhause war unglücklich gewesen und je mehr ich ihm zuhörte um so mehr bemerkte ich dies.

Er erzählte mir eine Menge aus seinem früheren Leben, als er Cecil John Rhodes war. Da ich aus Rodesien stammte, wußte ich, daß Rhodes homosexuell war und wunderte mich, warum er sich mit ihm identifizierte, er, der so moralisch geprägt und solche Distanz zu Homosexuellen hatte, warum er sich mit jemand verglich, der so offensichtliche Neigungen hatte. Er war Tamburlaine's Frau und erzählte mir eine Geschichte, wie er Tamburlaine auf seiner letzten Reise begleitete, wie er weinte und trauerte. Er erzählte mir, dass er in einem unbrauchbaren Raumschiff war, das hier gelandet war und zwar bevor es Tiere gab, und auf Grund seiner Fähigkeiten konnte er das Raumschiff wieder in Betrieb setzen. Es gab keinerlei Bäume oder sonst etwas, nur kleine Teile des Ozeans hier und da. Er erkannte, welche Möglichkeiten vorhanden waren und daher brachte er Samen von einem anderen Planeten und begann den Planeten Erde fruchtbar zu machen, eine ganze Gruppe von Leuten kam durch seine Anordnungen dazu und brachte ihre Art der medizinischen Behandlung auf den Planeten. Ich konnte nicht erkennen, warum dies nicht wahr sein sollte, denn ich wußte, daß Pflanzen die erste Art einer Medizin waren.

Ich glaube diese Geschichten waren für ihn wahr. Er war ein guter Geschichtenerzähler, er liebte es zu erzählen, wenn 2 oder 3 Boten um ihn waren und auf dem Fußboden vor ihm saßen. In dieser Sache war er einmalig, in der Darstellung einer Vaterfigur, der seine Leute beschützt und ihnen alte Geschichten erzählt. Es war angenehm ihm zu zuhören. Auf seine Art war er ein Genie, er begriff die Dinge sehr schnell, unterschied sich aber dennoch nicht von irgend jemand anderem.

Ich weiß warum er seine Leiden hatte - er war eben ein ganz normaler Mensch. Seine Vorstellung war es, das Feinde schlechte Energie auf ihn übertrugen. Rettung war nicht ersichtlich. Es kam alles mit einer Heftigkeit und raubte die Kräfte.

Mary Sue war in der Zeit, in der er in Queens (New York City) war, krank. Ich glaube sie hatte in dieser Zeit mit ihrem Ehemann seit 4 - 5 Jahren keinen Sex mehr gehabt. Ich war die ganze Zeit in der er weg war auf dem Schiff. Ich erinnere mich an den wunderbaren Tag an dem er zurück kam. Die Leute gingen zu seinem Büro und er kam raus und schüttelte ihre Hände. Ich glaube er war nicht in einer besonders guten Verfassung. Er war sehr nervös. Auf mich wirkte er sehr angespannt, angeschlagen. Wir verließen Lissabon und begaben uns nach Las Palmas. Dort benutzte er sein Motorrad und verunglückte in einer Ölpfütze.

Er brach sich den Arm, drei Rippen und zog sich unwahrscheinliche Quetschungen zu. Er hatte ganz starke blaue, fast schwarze, Flecken, er hatte sich wirklich schrecklich zugerichtet. Er weigerte sich einen Arzt zu sehen. Ich sah ihn wie er zurückkam und wie er sich bewegte. Er ging in sein Zimmer und wollte niemand sehen außer seinen Boten und Mary Sue. Am nächsten Tag sah er Jim und dann mich. Er saß in seinem Stuhl. Wir machten einen festen Verband für seinen Arm und seine Rippen. Wir waren in Las Palmas. Wir befanden uns auf See bei Windstärke 5. Festgebunden an seinem Stuhl mußte er alles ertragen. Er schrie und reif lau und jammerte und schlief in seinem Stuhl. Es war absolut abscheulich, sechs Wochen die reine Hölle. Dann ging Laurel (Sullivan) in die Stadt und fand einen Arzt. Es war in Madeira, wo sie den Arzt gefunden hat. Er kam aufs Schiff und sagte uns das, was wir schon alle wußten. In Lissabon brachten wir in von Bord um ihn zu röntgen, aber der Bruch hatte schon angefangen zu heilen. Er erhielt niemals einen Gipsverband, dafür war es zu spät. Es dauerte drei Monate um zu heilen. Er wehrte sich heftig gegen seinen Zustand - ein kranker, wunderlicher Mann, der die Schnauze voll hatte und in einem extremen Kampf mit allem und jedem stand. Seine Frau war oft in Tränen aufgelöst. Er schrie sich bald die Lunge wund, "verschwinde hier". Laurel war wirklich sehr nett und verbrachte eine Menge Zeit mit ihm. Die Boten gingen durch die Hölle. Ich ging alle zwei Tage hin, um ihn zu sehen und zu untersuchen. Er war das Essen mit seinem gesunden Arm um sich. Ich habe die Platten an die Wand knallen sehen. Wenn es wirklich ganz schlecht war, habe ich ihm englische Rühreier gemacht mit Toast, Butter und Milch und habe auch noch Pfeffer und Salz dazu gegeben, einmal habe ich ihn sogar gefüttert.

In Lissabon haben sie ihm Schmerzmittel gegeben, die er auch nahm. Es handelte sich um Testosterone und verschiedene Antibiotikas. Ich habe niemals erlebt, daß er Beruhigungs- oder Aufputschmittel genommen hätte.

Als die Schmerzen etwas nachließen wurde er auch etwas verträglicher im Umgang und als er einigermaßen vernünftig wurde, habe ich ihn öfter aufgesucht. Er war die ganze Zeit in seinem Zimmer geblieben, er hatte es nie verlassen. Er konnte sich nicht hinlegen, er mußte in seinem Stuhl bleiben. Er mußte seinen Arm in dem Verband lassen. Zu dieser Zeit wog er 260 Pfund. Sich ruhig verhalten war das beste, aber viel geschlafen hat er in dieser Zeit nicht. Für mich war es ganz einfach unverständlich, medikamentöse Behandlung ab zu lehnen, somit die Heilung zu verzögern und jedem das Leben zur Hölle zu machen. Er erklärte, daß alle dumm seien und ihn lediglich verärgern wollen. Die Wahrheit war allerdings, daß er sich vor Ärzten ängstigte.

ROCK FESTIVAL ( in Funchal, Madeira, 7. Okt. 1974). Ich bekam einen Kinnhacken und habe mir dabei den Kiefer gebrochen. Ich war zu der Zeit mit ihm zusammen. Er war verärgert. Sie haben mit Steinen geworfen und dann Seile gespannt in einer schmalen Bucht mit einer Menge wunderbarer Yachten. Wir trieben herum und konnten die Maschinen nicht so schnell anwerfen. Es gab Boten, die die Maschinen starten sollten. Kapitän Bill versuchte die Leute los zu werden. Mary Sue war mit einigen Besatzungsmitgliedern in der Stadt. Einer der Kerle zeigte sich 10 bis 12 mal an verschiedenen Punkten. Einer der Kerle nahm seinen Penis und stellte ihn zur Schau. Irgend jemand bewarf ihn deshalb mit einem Sack Nüsse und traf ihn auch.

Der Commodore hat die Botschaft genauso zurückgegeben wie wir sie erhalten haben, "Komm raus CIA." Dann kam eine Botschaft, daß alle abhauen sollten. Ich habe einen Boten angeschrien und der Stein, der für ihn bestimmt war hat mich getroffen - ich habe die Knochen krachen hören. Ich bin in Krankenstation gerannt und habe mich selber verbunden. Es war ein Schmetterlingsverband, der mit Heftpflaster verklebt wurde. Dann ist es uns gelungen die Maschinen zu starten und wir konnten die Bucht verlassen, dann warteten wir auf die Crew und die Vorräte.

Dann hatten wir einen Sturm. Wir hatten ein Floß um damit die Vorräte an Bord zu bringen. Als das Floß abtrieb waren noch nicht alle Vorräte verladen - wir verloren zwei Kühe und ein Schwein. Die Schachteln mit den Eiern wurden hin und her geworfen. Sie hatten bei der Abfahrt das Floß längsseits. Wir konnten damit wieder Nahrungsmittel einbringen.

TAPE 2

MONEY. Mit Gold passierte irgend etwas - verlor offensichtlich in der Zeit an Wert - ein Bericht aus der Schweiz besagte, daß sie dort die Steuergesetze ändern wollten und dies hätte auch die Reserven und das Geld von Scientology berührt. Er wurde fast verrückt, schrie und fluchte. Ich rannte nach oben, "Wißt ihr, was die da machen? Wir werden alles verlieren. Alles ist weg! Weg! Weg!" Er schrie so, daß fast die Stimme überschlug. Zu dieser Zeit war das Schiff bei den Bahamas. Ich sagte: "Mein Gott, dann bringen wir es wo anders hin." Es sagte: "Was?" Ich sagte, "bring es wo anders hin. Wohin wäre das möglich? Ich weiß nicht genau? Liechtenstein?" Drei Stunden später ließ er uns rufen und sagte, "ihr geht nach Zürich, dann nach Liechtenstein." Er hatte einen Plan ausgearbeitet, "wir müssen das sofort ausführen!", und er war richtig fröhlich. Tony hatte mit mir darüber gesprochen, sein Geld nach Liechtenstein zu bringen (er hatte mit dem Erbe seiner Mutter Gold gekauft). Er fragte, wen ich mitnehmen wollte. Ich sagte Michael Douglas. Mir wurde gesagt, daß ich das nächste Flugzeug nehmen sollte. Mary Sue wollte, dass noch Fred Hare mit ging.

Michael Fred und ich begaben uns zusammen in die Schweiz und hatten handschriftliche Anweisungen von LRH dabei. Wir hatten es mit Bargeld zu tun, Dollars, Schweizer Franken, D-Mark - und dieses ganze Geld sollten wir nach Liechtenstein transferieren. Also mußten wir zur Bank in Zürich gehen, um dort das Geld abzuholen. Als wir dort ankamen gab es ein Problem - wir hatten vergessen welche es war. In Liechtenstein konnten wir das Problem beheben - sie akzeptierten einen Scheck. Sie gaben uns brandneue Schweizer Franken und Dollars. Wir begaben uns in eine Stahlkammer in der Bank in Liechtenstein und sahen einen ganzen Stoß Geld. Das war in Vaduz. Man zeigte uns die ganzen Stöße von Geld. In Zürich haben wir es nicht gesehen. Wir schrieben in Liechtenstein jeweils die Seriennummern eines Bündels auf und zwar immer vom ersten und vom letzten Schein. Es gab Stapel, die vier Fuß hoch und 3 - 4 breit waren. Hohe Nennwerte, 100 Dollar Scheine, Franken und D-Mark. Wir waren von solchen Geldangelegenheiten weit entfernt, unfähig überrascht zu sein. Ich war überaus überrascht. Wir hatten uns einer Unmenge von Lächerlichkeiten preisgegeben wegen seinem gebrochenen Arm, das war mehr als man begreifen konnte. Wir drei saßen in der Bank zusammen mit einer Menge von Bankern, die alles genau notierten, damit wir sicher sein konnten, das es sich um exakte Summen handelte. Das Geld wurde sicher aufbewahrt, es war unser Geld. Wir verbrachten dort eineinhalb Wochen. Wir gingen einige male schön essen, wir hatten den Haufen von Moneten gesehen. Soweit ich es überblicken konnte wurde mir bewußt, daß ich für einen Haufen Verrückter arbeitete, von denen ich eine ganze Menge sehr mochte.

Einiges von dem Geld lief direkt auf den Namen von Hubbard, ich habe die Bündel gesehen. Andere Geldmengen gehörten der Kirche. Die der Kirche waren größer, aber seine waren auch sehr groß. Als wir diese Geldmengen sahen bekamen wir alle ziemlich große Augen. Uns war gesagt worden, daß dies alles sehr vertraulich war. Als wir auf das Schiff zurück kamen sahen wir ihn sofort. Er wollte, daß wir ihm die ganzen Geldbündel beschreiben und wie groß sie sind. Die Liste mit den laufenden Nummern wurde Mary Sue übergeben. Er war äußerst erfreut und dachte, er habe die Schweiz überlistet. Wir befanden uns immer noch in Nassau als wir zurück kamen

Einige Wochen später erzählte er mir, daß er das Schiff verkaufen und an Land gehen wolle. Ich war der Verantwortliche für die Finanzen auf dem Schiff. Der Chef-Maschinist wollte eine neue Maschine und irgend jemand anders wollte eine Druckmaschine an Bord bringen. Ich lehnte dies ab, ich wußte wir konnten den Kahn nicht länger gebrauchen.

Wir alle gingen von Bord und flogen mit LRH nach Orlando. Ich weiß nicht welchen Paß er benutzt hat. Wir mieteten für drei Monate ein sehr hoch gelegenes Appartement in Dayton, von wo aus man einen Blick auf die See hatte. Die Routine kehrte ein, er befaßte sich mit Kommunikation, schrieb einiges, machte Spaziergänge, nahm sein Abendessen ein, schaute Fernsehen. Mary Sue und Nicky waren auch da. Wenn er ausging, verkleideten wir ihn ein wenig, so was wie einen Schnurrbart und einen lustigen Hut. Alles war in Ordnung, die Dinge liefen gut und es war ruhig. Er begab sich nach Dunedin, aber jedes Mal, wenn es dazu kam, gab es ein großes Palaver - zehn Koffer und 500 Schachteln mussten für die Nacht sicher verstaut werden.

Wir gingen einen ganzen Tag einkaufen und kamen zurück in einen großen Mist. "Ich kann den Kapok riechen, irgend jemand hat hier Kapok rein gebracht!" Es hält Tiere davon ab, die Telefonkabel anzufressen. Der Mechaniker war am Nachmittag da gewesen und hatte vor dem Badezimmerfenster geparkt. Jeder rannte hin und her. Jeder war beruhigt, als der Grund für den Geruch gefunden war. Manchmal log ich, um einen Grund zu finden, da alles besser wurde, wenn der Grund gefunden war. "Mein Essen ist schrecklich, ich möchte wissen warum!" Ich erklärte, daß der Topf wohl nicht richtig sauber gemacht worden war.

In Duendin hatten wir neue, kleinere Appartements. LRH und Mary Sue lebten in dem einen, jeder hatte in einem anderen ein Büro. Drei weitere waren für die Crew. Seine Küche - niemals wurde dort gekocht, wo er schlief - war in einem anderen. Ich war CO HU - Commanding Officer Household Unit. Das bedeutete sich um jeden Mist zu kümmern und fähig zu sein sich gegen jeden durchzusetzen und auch noch Kraft zu haben sich gegen den alten Mann zu wehren und ihm alles recht zu machen.

Nun, der Mann konnte brilliant sein und hatte Karisma, das konnte ich sehen. Meine Einstellung zu ihm an diesem Punkt war eine Art von Sorge, da ich bemerkt hatte, daß es etwas bei dem Mann gab, das nicht erwachsen geworden war. Seine Schwindeleien über seine frühe Kindheit, seine Weigerung seine zweite Frau an zu erkennen oder das Kind aus dieser Ehe. Er bemerkte selber, daß er Leute um sich brauchte, die ihn beschützen würden.

Zum Beispiel, Sara und Alexis. Er sagte mir, sie würde glatt lügen, "Jeder kann sehen, daß (Alexis) sie nicht mein Kind ist."

Dunedin war prima, bis ein paar Reporter kamen und an die Tür klopften. Wir kamen zurück und faden den gesamten HU gepackt vor. LRH agierte wie ich ihn schon für Jahre nicht mehr habe agieren sehen. "Wir gehen hier sofort weg. Was möchtet ihr mitnehmen?"

Wir nahmen seinen Cadillac und begaben uns nach Orlando. Michael ich und Hubbard, Michael fuhr. Wir gingen in ein Hotel, es kann das Great Western gewesen sein. Wir schickten Michael weg, damit er mit Mary Sue telefonierte. Sie hatte ihr Büro gewechselt. Michael kam zurück und erzählte es ihm, er brach regelrecht zusammen und weinte. Es war unwirklich. Dies war in seinem Hotelzimmer. Tränen flossen aus seinen Augen. Wir wußten absolut nicht was passiert war. "Wenn sie ihr Büro gewechselt hat, bedeutet dies, irgend etwas ist passiert. Es bedeutet, daß alles zusammen gebrochen ist. Seht ihr das nicht? Könnt ihr das nicht verstehen?" Michael ging raus um noch mal zu telefonieren und zu fragen warum sie gewechselt hatte. Es sah so aus, wie wenn er gleich einen Herzanfall bekommen würde. Sie meinte, daß es jetzt bequemer für sie sei (wo anders). Michael realisierte die Nachricht und er ging zu Bett. Wir hatten die Zimmer neben einander. Sie war mit ihrem Büro lediglich von einem Appartement in ein anderes umgezogen.

Am nächsten Morgen sagte er, "wir müssen sofort abreisen. Wir brauchen ein neues Auto." Michael ging und nahm Bargeld um das neue Auto zu kaufen. Wir hatten ungefähr 25,000 Dollar dabei. Er gab Michael 5,000 Dollar für das neue Auto. Wir fanden einen Cola-braunen Chevrolet mit Heckklappe, groß genug für all unsere Koffer. Er hatte fünf, wir hatten einen für uns. Den Cadillac ließen wir stehen. Wir hatten in dem Hotel falsche Namen angegeben - man hatte angenommen, daß er mein Vater war.

Wir begannen unsere Reise nach NY und verließen Florida, was das schrecklichste war, was wir tun konnten. Er saß hinten und bei jedem Polizeiwagen den wir sahen fing er an zu zetern, "da sind sie! Sie sind hinter uns her!" Wir vermieden die Autobahnen und großen Straßen, hielten immer wieder an, mußten die Hauptstraße verlassen sobald wir einen Polizeiwagen sahen. Wir hielten manchmal an äußerst merkwürdigen Platzen an.

Wir waren ungefähr 3 - 4 Tage unterwegs. Er hörte auf zu sagen, "Wir müssen unbedingt nach NY!" Je näher wir kamen um so dunkler wurde es. Ich wußte er hatte eine Abneigung gegen das Fliegen und all diese Sachen. Er rauchte eine Zigarette an der anderen - er brauchte ungefähr drei Packungen am Tag, rauchte jede nur halb und warf sie dann weg. Wir kamen in NY an und überredeten ihn nach Washington weiter zu fahren. Er benahm sich dabei wie ein Kind, "Macht was ihr wollt." Einmal stieg er aus dem Auto aus und fing an auf das Dach zu hauen. Ich sagte, "Sir, gehen Sie ins Auto zurück, alles ist in Ordnung." Er hyperventilierte sehr oft. Er schnappte nach Luft. Ich w ar erschrocken, sehr erschrocken. Wir fuhren nach Queens, wo er früher mal wohnte und drehten Runden. Flugzeuge flogen über uns und machten furchtbaren Lärm und ich erklärte ihm, "Sir, das kann ich ihnen nicht antun. Es gibt wirklich keine Möglichkeit hier zu bleiben." Er sagte nur, "Tu, was immer du tun mußt" und so fuhren wir nach (Washington) DC, brachten ihn in ein Hotel und schauten dann nach einer geeigneten Bleibe. Das Hotel war auf dem Capital Beltway.

Ich fand ein Sandsteingebäude, ganz in der Nähe der Org, 5 oder 10 Blocks von der Org entfernt. Ich mietete es für 1.300 Dollar im Monat. Ich brachte Boten hin, Jim Dincalci, und einige von den anderen. Gerade zu dieser Zeit passierte es - wir wußten nichts davon - die (Operation) "Snow White" begann. Ein Mann in DC hat Akten (files) durchgesehen und einige Unterlagen daraus entnommen. Wieviel wußte LRH? Er bekam täglich Berichte und Briefe von MSH (Mary Sue Hubbard). Er wußte alles. Einen dieser Briefe von Mary Sue habe ich gelesen, es war ein Bericht, den er mir zu lesen gab. Den Bericht den ich sah, handelte von Vorwürfen und Beweismitteln gegen ihn. Es war ein einziger Mist, von dem er nie etwas gewußt hatte. Damals hatte man noch nicht in Betracht gezogen ihn als gefährlich und unfähig jeder Kritik zu betrachten.

MADRID. Kima (Douglas) und ein Mädchen namens Jill begaben sich an die Gold Küste von Afrika um drei Corporations registrieren zu lassen, RRF, eines davon war das "Snow White" Projekt um die Dinge in Ordnung zu bringen und alles verschwinden zu lassen, was Scientology in Misskredit bringen könnte. Fred Hare war damit beauftragt. Er mußte die Unternehmen eintragen lassen. Wir kamen in Madrid an. Wir gingen zu dem Appartement. Wir hatten eine OTC Nachrichtenniederlassung in Madrid und ich erhielt einige Mitteilungen, die wir aufs Schiff mitnehmen mussten. Am nächsten Morgen am Flughafen wurde ich festgehalten. Man brachte mich in ein Büro, wo 15 Schachteln mit Mails waren, die man im Flugzeug gefunden hatte. Ich kam ins Gefängnis, erhielt Einzelhaft und wurde zwei Tage lang verhört. Ich blieb dort für 7 Tage.

TAPE 3

Ich erfuhr über Snow White auf dem Schiff.

Der Putsch der Kommunisten war der Grund, warum wir Portugal verlassen haben. Ich war weggegangen um Medikamente zu holen, als eine Kugel an mir vorbei sauste. Wir versuchten Visas und Papiere zu bekommen um auslaufen zu können.

WASHINGTON DC. Das Wesentliche in einem Bericht von Mary Sue war, dass sie den Mann geschnappt hatten, der all die Informationen für unsere Steuerunterlagen beschafft hatte. Dies war natürlich nicht der erste Bericht. Er (RON) war sehr erregt und sagte: "was soll ich damit bloß anfangen?" - und zeigte mir den Bericht.

Er ging regelmäßig tagsüber in Washington spazieren und zwar in einem Park, wo Agenten des FBI trainiert werden. Er hatte eine Kamera mit einer Linse, die auch seitwärts alles erfaßte. Er ging dorthin, um Aufnahmen von den FBI-Agenten im Park zu machen. Er kam zurück und erzählte es Kima. Sie meinte, es sei absolut verrückt. Wenn er aus ging malte er sich mit einem Make-up Stift lange Koteletten an. Seine Haare versteckte er unter einer Kappe. Er sah aus wie ein ungepflegter alter Mann, aber dachte, daß er wunderbar aussähe. Er erzählte mir, daß er in Hollywood immer ein Tuch auf dem Kopf tragen würde, angezogen wie ein Swami, wenn er in LA herumlief.

Ich erhielt den Auftrag nach einer sehr schönen Farm in Santa Barbara zu suchen - ein wunderschöner Platz, Dos Pueblos genannt, er waren $4m. Wir hätten es kaufen können. Es hatte seinen eigenen Strand. Es gehörte der Esso Öl. Er dachte, es sei viel zu teuer und fing an sich in Palm Springs umzusehen.

Wir kamen von LA zu dem Treffpunkt außerhalb. Ich flog mit ihm von Washington nach LA, erster Klasse unter falschen Namen. Er schaute sich einen Film über Segelflieger an, die irgend jemand in Griechenland retteten.

Ich fand es wunderbar. Es war alles so gemütlich. Wir begaben uns zu den Appartements - wir hatten 6 oder 7, alle nebeneinander.

Das GO (Guardian Office) kaufte die Palmen und den Besitz gleich neben La Quinta. Er und ich fuhren in einem roten Cadillac dorthin, er fuhr und hatte eine flotte kleine Kappe auf - er liebte es seine Besitztümer zu sehen. Der Platz unterhalb der Straße nannte sich Rifle Haus und war für ihn gekauft worden. Er mochte die großen Häuser nicht, wie auf seinem früheren Besitz. Wir kauften Rifle 75/76 für 180,000 Dollar. Der Umzug dorthin war eine Menge Arbeit.

VERMISSTE GEWEHRE UND REVOLVER. LRH hatte ein Uzi Maschinengewehr, einige 303s, einige 22s und eine mit Silber beschlagene Luger, vier Cowboy six-shooters und zwei ziemlich kleine Revolver. Irgendwann sind sie verloren gegangen, im Appartement in Denedin, nachdem wir ausgezogen waren. Das GO versuchte heraus zu finden, ob ich sie dort absichtlich liegen gelassen habe. All die Waffen waren illegal ins Land gebracht worden, einige waren nicht registriert, einige waren auf LRH registriert. Er kam ins Schwanken und überlegte, ob ich wirklich zu ihm hielt.

Immer, wenn es ein Essen gab, das ihm nicht schmeckte, beklagte er sich: "Irgend jemand will mich vergiften! Finde den Schuldigen!" Ich hatte dann den Schuldigen zu "finden". Er wurde hin und her gezogen. Er war immer mißtrauisch und wechselte die Wache.

Beim Umzug nach La Quinta fuhr er selber die Laster, mit all den Kisten, benutzte verschiedene Zeiten und Straßen damit niemand aufmerksam wurde. Rifle war sein Haus. Eine Ranch mit Olivenbäumen war die Zentrale, wo die Boten lebten und bei den Palmen lebte der Rest von uns. Jetzt ist es Teil von einem Hotel, der Pool wurde zu einem Tennisplatz umgebaut. Der Pool hatte eine Insel mit Palmen drauf. Es war ein schöner Platz, aber es waren einfach zu viel Leute dort. Zum Schluß waren es 120 Leute in 4 Häusern mit Betten und 4 Hütten mit Betten. Die Häuser dienten auch als Büros, die Schlafsäle befanden sich im hinteren Bereich, in einer Art Behelfsunterkunft, wo die Leute in einer schrecklichen Unordnung schliefen.

CURACAO. Das Schiff hatte Curacao erreicht. Der Commodore war draußen und machte Fotos. Mary Sue rief mich und sagte: "Der Commodore sieht schrecklich aus, komm mit." Ich ging hin und dachte, "Mist, er stirbt!" Er war grau, sein Puls unregelmäßig. Ich sagte ihm, daß er möglicherweise einen Herzinfarkt hat und ich ihn in ein Hospital bringen würde. Ich sagte, ich rufe eine Ambulance. Er sagte, er verbiete es. Ich meinte, daß mich das nicht interessiert. In der Ambulance hatte er dann auch noch eine Embolie. Die Ärzte waren äußerst besorgt als wir kamen, sie dachten, daß sie ihn nicht durchbringen würden. Sie gaben ihm ein Anticoagulant, wodurch es ihm dann etwas besser ging. Ich tat alles - ich pflegte ihn, brachte ihn in ein Einzelzimmer, brachte ihm Essen vom Schiff. Es war immer Essen für 3 Wochen, denn das Hospital war 10 Meilen vom Schiff entfernt. Er hatte Boxen zum warm halten und zum kühlen. Die Boten mußten das Essen aus dem Krankenhaus essen. 3 Boten saßen 24 Stunden lang vor seinem Zimmer. Er saß auf der Bettkante und sagte: "Du gehorchst mir". Ich sagte: "Ja, das tu ich und will es immer tun, wenn ihr Leben in Gefahr ist." Er meinte, daß es nicht so schlimm sei. Ich sagte: "Ich habe keine Lust mit ihnen zu streiten, fragen sie den Arzt." Der Doktor sagte ihm dann, daß er etwa 2 - 3 Stunden vom Tod entfernt war. Ihm wurde geraten die Anticoagulant Tabletten für den Rest des Lebens zu nehmen, aber er hörte damit auf, als wir in LA waren.

LA QUINTA. Wir fingen an Filme zu drehen und zwar in der Wüste bei Temperaturen von 118 bis 122 Grad Farnheit. Wir hatten einen Wohnwagen, konnten uns dort aber nicht aufhalten während gefilmt wurde. Der Ton hat den ganzen Film versaut. Etwa 78/79, wahrscheinlich 78, begann er griesgrämig zu werden.

QUENTIN'S TOD. Ich ging in sein Büro auf La Quinta /Rifle und brachte ihm Frühstück. Ich sah wie Boten draußen rum rannten und fragte was los sei. Ich versuchte ihn abzulenken, dann kamen Nicky und ein Mitarbeiter des GO herein und erzählten es ihm. Im Bericht über den Todesfall stand zu lesen, dass Sperma im After gefunden wurde, und dass es ein Erstickungstod durch Kohlenmonoxyd war. Er nahm es ganz ruhig auf, schrie nicht, wurde nicht emotional. Er warf den Totenbericht zu mir rüber und sagte, "lies es!" Er ging zu Mary Sue und erzählte es ihr und sie fing an zu schreien. Sie schrie für zehn Minuten, eine Totenklage. Er war ihr Lieblingssohn. Es ging weiter - ich konnte nicht glauben, daß eine solche Kraft in der Lunge hatte. Es war entsetzlich. Das einzige mal, wo ich sie so erlebt habe, daß sie so geschrien hat, war als Vixie, ihr Hund, starb und ich gab ihr eine Mund zu Mund Wiederbelebung, um sie zurück zu holen. LRH kam zurück und sagte, "Sie nimmt es sehr schwer." Er war wie rasend, wirklich ärgerlich, daß Quentin das getan hatte. Das Sperma im After war nicht hilfreich. Als ich das nächste mal den Totenbericht las, wurde das Sperma nicht mehr erwähnt. Ich sah den Bericht zwei Monate später. Dort war die Todesursache mit "Herzstillstand, Todesursache unbekannt" angegeben. Ich hatte schon immer vermutet, daß er homosexuell war. Er hatte versucht von der "Church" weg zu kommen.

Dieses Kind war ein unglücklicher, unglücklicher Junge. Er kannte die Tech gut. Sein Vater kreuzigte ihn - brachte ihn ins "com-eved" (Scientologisches Gericht), schickte ihn ins RPF (Straflager), erklärte ihn "out-tech (ketzerisch). Er war kein Junge mit männlichem Benehmen. Er war ein kleines Kind und unsicher. Er wußte, daß er mit seinem Vater nie gleich ziehen konnte. Er war nicht auf der Gewinnerseite. Hubbard isolierte ihn nach einem Selbstmordversuch und steckte ihn dann ins RPF.

LA QUINTA. Ich war nicht bei allen Filmaufnahmen dabei. Das war nach Quentins Tod. Ich paßte auf den alten Mann auf, darum bemüht, daß er richtig atmete. Sein Gewicht ging runter auf 180. Ich paßte auf sein Schnaufen auf, daß er richtig Luft holte, auf die Flecken um seinen Mund. Er sagte, "Ich fühle mich nicht wohl." Ich brachte ihn nach Haus, nahm den Blutdruck, er war 230/140. Der Puls war extrem unregelmäßig. Das war, als wir wieder in Rifle waren. Ich sagte ihm, ich müsse ihn ins Hospital bringen. Er faßte mich am Arm und sagte, "Dies mal, NEIN!"

Die Untersuchung durch das FBI hatte gerade begonnen und die Dinge waren ziemlich kompliziert. Ich wußte, er würde sterben. Ich wußte nicht welche Tabletten ich ihm noch geben sollte. Ich erklärte es ihm und er sagte zu mir, "Wenn ich sterben sollte, beerdige mich unter den Palmen." Ich gab ihm eine Überdosis von Tabletten, weil es das war, was sie in Curacao mit ihm gemacht hatten. Für 48 Stunden bin ich nicht von seiner Seite gewichen, bis auf einige Male, wo ich raus gegangen bin, um wach zu bleiben. Er fiel ins Koma. Ich gab ihm elektrische Impulse. Ich beobachtete wie sie in und dann aus dem Körper gingen. Meine Hand hatte ich ständig am Telefon um die Ambulance zu rufen, aber ich tat es nicht.

Ich rief Do (Doreen Smith, eine von Hubbards Teenager Boten) in LA an und sagte: "Besorge mir einen Arzt, es muss aber ein Scientologe sein, verbinde ihm die Augen und bringe ihn hier her. Du hast 12 Stunden Zeit." 50 Stunden später kam dieser Kerl, Dr. (Eugene) Denk kam an mit einem geliehenen Elektrokardiogramm. Er erklärte mir," Sie sind verrückt, absolut verrückt!" Ich schlief 24 Stunden lang, aber als ich wieder zurück kam, fing er an sich zu erholen.

Einen Monat später bekam er eine Niereninfektion und wir gaben ihm Antibiotika. Ich machte einen Test und stellte noch andere Bakterien fest und Jim und ich wurden ins RPF geschickt, dafür daß wir die Bakterien gefunden hatten.

Die Orange County franchise begannen einen Krieg mit der "church". Wir sahen Leute mit Kameras, die das Winterquartier fotografierten. Er sagte mir, daß ich ein anderes Grundstück suchen soll. Ich hatte zwei andere Grundstücke gekauft, Orange und die Lemon Farm und 20 Acres Land mit Unterkünften für die Crew. Ich fand ei9nen Besitz durch einen Grundstücksmakler und erzählte ihm, ich sei Kima Churchill aus Rhodesien und suche einen Stützpunkt um eine Menge von Leuten unter zu bringen, die aus Afrika kämen. Aus einer Konkursmasse fand ich Gilman (Hot Springs), ging zu Gericht, verhandelte und kaufte es für 1,7 Millionen Dollar. Ich war autorisiert bis zu einer Summe von 1,3 Millionen Dollar. Ich erzählte es Hubbard in La Quinta, er wurde ärgerlich, aber ich wußte ein Bauunternehmer würde es zu dem gleichen Preis kaufen.

Wir zogen weg von La Quinta, das wir für 1,3 Millionen Dollar gekauft hatten und verkauften es für 4,8 Millionen Dollar. Ich machte dadurch einen Bonus von 900 Dollar, mein Wochenverdienst betrug 17 Dollar.

BANK TRIP. Wir gingen zuerst nach Zürich. Es war mehr Bargeld, als wir drei tragen konnten, wir dachten auch, daß es zu gefährlich wäre. Dann erklärten wir der Bank, dass sie es machen sollte. Wir hatten einige Probleme mit der Nummerierung. Wir brauchten neues Geld und davon immer die Nummer vom ersten und letzten Schein im Bündel. Die Anweisungen lauteten, daß wir das Geld von Zürich holen und nach Luxemburg (könnte auch Liechtenstein sein) bringen sollten. Er wollte das Geld in einer Stahlkammer, zum anfassen.

Das Geld war in Holzbehältern und die Jungs haben immer noch die Nummern aufgeschrieben als wir kamen. Fred und Michael kontrollierten die Listen um sicher zu sein, daß die Nummern überein stimmten.

Da gab es '72 einen Vorfall, als LRH's folders gebracht wurden. Otto (Roos) schickte sämtliche folders um raus zu finden, ob es da einige Ungereimtheiten in der Liste von LRH gab, die dann ein Problem ergeben könnten. Ich glaube alles was er hatte war Grippe. Er war ein Hypochonder, die kleinste Erkältung war für ihn eine Lungenentzündung. Otto entdeckte einige lustige Dinge, ich weiß nicht was es war, und Boten rannten hin und her. Er hatte einige Informationen, die LRH aber nicht entdeckt haben wollte. Er hatte die Eigenart nichts weg zu werfen. Otto bekam wirklich Ärger. Wenn man die Liste von jemand durch geht, dann findet man Sachen, die einem umwerfen.

TAPE 4

Alles wird in folders festgehalten, man muß ganze Meter lesen. Man kann es nach ungünstigen Punkten durchsehen. Dass die Tech dazu dient eine Menge von Informationen preiszugeben erfährt man erst hinter her. Es kann auch Punkte geben, die übersehen werden. Die Durchsicht der folders ist etwas sehr heikles. Man kann peinliche Punkte finde. Möglicherweise findet sich ein withhold. Ein wirklich peinlicher read ist ein "rock-slam - eine Nadel, die wild ausschlägt.

LA QUINTA Ich war Darstellerin in einem Film, mein Mann mußte ewig lang in der Wüste rum rennen und das mit einem schwarzen Schal. Es machte ihm Spaß, was er da draußen machte, aber es frustrierte auch. Das Make-up verlief ständig, durch den Schweiß, der runter lief, und die Kostüme waren nie in Ordnung. Er wollte Filme machen, die die Filme von Hollywood noch übertrafen. Sie waren alle schrecklich. Wir drehten jeden Tag.

Ich mußte ihn zwischen 7.30 und 8.0 Uhr aufwecken. Er brauchte eine halbe Stunde zum anziehen und waschen. Jeden Morgen probierte er verschiedene Hemden an, das erste roch, und ich versuchte ihm klar zu machen welches Hemd er anziehen sollte, die ersten rochen schlecht aber dann fanden wir ein perfektes. Er lief von seiner Unterkunft zum Haupthaus, manchmal 2 oder 3 mal um den Pool. Das Frühstück dauerte noch mal eine halbe Stunde. Er wollte immer mit Getreide anfangen dann Früchte, Eier, Schinken, Hackfleisch, meistens mit Mary Sue, oder wenn sie nicht da war, mit einem der Boten. Dann ging er in seinem Büro die Papiere durch. Im Laufe des Tages kam er zum Set und ging gegen 10:30 (am abend) zurück. Am Aufnahmeort hatten wir einen Wohnwagen, der immer bereit war ihn dahin zu fahren, wo immer er hin wollte. Lunch wurde ihm gebracht. Und die Boten folgten ihm in anderen Fahrzeugen. Die Crew wartet draußen auf ihn. Sie wiederholten eine Szene immer und immer wieder bevor er damit zufrieden war. Den Lunch wollte er um 12:30 im Wohnwagen einnehmen, manchmal legte er sich eine Weile hin, während die draußen versuchten alles richtig zu machen. An manchen Tagen hörte es ganz friedlich auf und alle waren zufrieden, aber oft bekam er auch einen Koller und schrie: "Ich werde morgen hier sein und ihr würdet gut daran tun, dass alles in Ordnung ist!"

Zurück in Rifle hat er seine Büroarbeiten erledigt. Nach der Durchsuchung durch das FBI erhielt Mary Sue die Anordnung alle Unterlagen über das GO abzugeben und zu verschwinden, was sie auch tat. Sie ging nach LA. Dann, als wir uns in das Sommerquartier nach Gilman Hot Springs begaben kamen Briefe von Mary Sue mit lauter schlechten Neuigkeiten von denen er nichts hören wollte. Die Boten haben Mary Sue's Briefe abgeschrieben und die schlechten Nachrichten raus gelassen und ihm dann die Briefe gegeben, die nur gute Nachrichten enthielten.

Gegen Ende des Aufenthaltes in La Quinta gab es eine Menge Sicherheitsmaßnahmen. Er nahm immer einen großen Kerl vom HCO (Hubbard Communications Office) mit. Die Leute bewachten das Umfeld genau. In der Nacht gab es zwei Wachen.

Ich arrangierte Treffen mit Mary Sue, insbesondere an ihren Geburtstagen und den Geburtstagen der Kinder sowie dem Unabhängigkeits-Tag. Die Treffen waren im Haus in Gilman. Mary Sue hatte sich ein Hotel in Riverside zu nehmen. Ich holte sie dort ab und brachte sie auf Umwegen zum Sommer Quartier. Das Abendessen wurde gemeinsam eingenommen. An dem Geburtstag von Arthur haben sie ihm einen kleinen Wohnwagen von Toyota geschenkt. Die Geschenke waren ausgefallen bis hin ins Extreme. Suzette erhielt an ihrem Geburtstag in La Quinta einen Firebird (Auto). Ich glaube nicht, daß Mary Sue je wieder ganz nach La Quinta zurück kam.

Hemet war absolut vertraulich eingestuft. Sie trafen sich immer in Gilman, unserem Sommer Quartier.

WEGGANG VON LA QUINTA. Als die Franchisenehmer von Kemp ihren Krieg mit dem GO anfingen, schlichen sie überall herum und machten Fotos. Sie versuchten Fotos von LRH zu machen. Dies bedeutete, daß alle Feinde wußten wo er war. Michael und ich und LRH handelten. Wir hatten einen großen weißen Lastwagen mit einem Bett hinten drin. Michael ist gefahren, LRH saß hinten und ich vor ihm. Wir fuhren in die Berge, eine Straße mit Harnadelkurven und sehr schnell. Er saß hinten und meinte: "Wir fahren zu schnell, hört auf damit! Ich werde krank davon!"

Er sah, wie die Leute herum schnüffelten als er mit einem Boten einen Spaziergang machte, kam zurück und sagte: "Wir werden hier weg gehen, sofort." Es war gegen 9 Uhr am Abend als wir abfuhren. Wir verbrachten die Nacht in einem Motel in den Bergen. Am nächsten Tag fuhren wir runter zum Hemetsee und fanden ein ziemlich schäbiges Motel direkt am See. Wir blieben dort für einen Monat. In der Zwischenzeit schaute ich in Hemet nach einem Platz, wo wir bleiben konnten. Ich fand ein ganz neues Gebäude in der Florida Straße. Ich mietete für den Anfang 5 Appartements. Zum Schluss waren es 7 oder 8. Er konnte sein Umfeld nicht klein halten, er brauchte seine Ausrüstung und die Leute brachten sie. Seine Fotoausrüstung umfaßte 40 Behältnisse. Diktiergerät und Bänder 16 Behältnisse.

Er hatte seine eigene Wohnung, ganz oben am Ende der Treppen, das externe Büro war daneben. Ich richtete es ein und brachte seine Ausrüstung von Gilman rüber. Er erschien für eine Weile ganz glücklich zu sein. Wir mußten eine Menge vertraulicher Angelegenheiten erledigen. Michael war der Offizier für die Finanzen und Comm-Officer. Er gab Michael eine Million Dollar und sagte ihm, daß er damit Geld machen solle. Michael machte es zu 3 Millionen Dollar mit Anleihen von Gold, Silber, Diamanten, Öl, ausländische Währung und Börsenpapiere.

Er erhielt einen Bonus von 1000 Dollar. Als wir weg gingen, hatte Michael durch seine Verwaltung Werte von 500.000 Dollar in Diamanten, Gold und Silber in unserem Namen auf der Bank. Es können auch 700.000 Dollar gewesen sein - es waren allein fünf Beutel mit Goldstücken. An einem Abend hat er ein Steak nach mir geschmissen und war total verärgert darüber, daß die Börse gefallen war. Wir (Michael und ich) saßen auf dem Bett und sagten uns: "Was machen wir hier eigentlich?" Vier Monate später gingen wir weg.

Aber wir mußten die Werte zurück haben, bevor wir weggingen. Wir nahmen uns zwei Safes, holten die Diamanten und all das Zeug und brachten es zu den Safes. Ich war sehr erleichtert als wir es wieder hatten.

In Hemet war es seine Angewohnheit sich lustig zu kleiden und auch so weg zu gehen. Er malte sich Kotletten auf - lang und braun - und seine Haare waren lang. Er trug merkwürdige Cowboyhüte. Immer hatte er 2-3 kleine Mädchen bei sich. Er sah nicht aus wie die Einheimischen, aber nach seiner Vorstellung schon. Er sah jedoch nie ordinär aus - er hatte ein bestimmtes Flair, ein Selbstbewußtsein. Ein Mann mit Ausstrahlung. Von weitem konnte man die auf gemalten Kotletten nicht erkennen. Er trug einen Cowboyhut und Cowboystiefel. Wenn ich konnte, habe ich ihn ganz unauffällig gekleidet, aber er wollte immer seinen Hut tragen als Blickfang wie ein munteres Kind. Er wollte dann auch noch einen Federbusch dazu haben. Er war sehr eitel - in dieser Art war er sehr lustig. Wir zogen ihm die Augenbrauen nach und färbten sie. Die eigentliche Idee war, das rot blonde verschwinden zu lassen. Ich mußte es machen, bevor er aus ging. Seine Idee war, sich Kotletten an zu malen. Er ging nicht in die Läden, er lief nur die Hauptgeschäftsstraße entlang. Ein Bote ging direkt mit ihm und die anderen liefen hinter ihm her. Es waren kleine Mädchen in weißen Shorts. Es gab niemals eine sexuelle Beziehung. Keine Berührung, absolut nichts. Er war so etwas wie ein kleiner Voyeur, er mochte die kleinen Mädchen in ihren weißen Tops und Shorts. Er liebte es, wenn Mädchen im Pubertätsalter ganz enge Jeans trugen. Ich glaube es irgend etwas mit Voyeurismus zu tun, ohne jegliche Anspielung, nichts.

Wir fuhren zu Orangenplantagen in die Berge um Fotos zu machen. Er wollte die Filme von Kodak ausprobieren. Er schoß Tausende von Bildern um die Belichtung zu prüfen.

Er fing an in Gilman Filme zu machen und die Sicherheitsvorkehrungen waren absurd - Leute rannten mit Waffen rum.

Michael mußte jeden Tag 120 Meilen fahren um von Hemet nach Gilman zu kommen. Es gab niemals eine direkte Verständigung. Ich ging im Januar 1980 weg.

Der Raum auf dem Schiff mit der Ankerkette war groß, während des Tages kam Licht durch das Loch der Ankerkette rein. Als Toilette gab es einen Kübel. Ich weiß, daß Kinder dort über Nacht eingesperrt waren.

Ich sah ihn zweimal mit eigenen Augen, wie er tat. Er schlug einen Jungen, der ihm widersprochen hatte, schlug ihm mit flacher Hand mitten ins Gesicht und sperrte ihm das Essen.

Einmal, bevor auf den Azoren ankamen - 1973/74 - hatten wir sehr stürmischen Wind. Wir kreuzten an der Seite von einigen Inseln, hin und her und konnten nicht in den Hafen einfahren. Es war ein unglaublicher Sturm. Wir wurden hin und her geschmissen. Ich erinnere mich, daß ich durch das Hin und Her der Boten aufgewacht bin - Ich schlief unter dem Büro des Commodore - und hörte das Trampeln der Füße. Ich schaute aus dem Bullauge und sah, daß wir auf die Insel getrieben worden waren. Ich hörte den alten Mann schreien. Ich zog mich an, so schnell es ging und machte mir noch die Knöpfe zu als ich auf die Brücke ging. Er hatte den Mann am Ruder verprügelt, hielt das Steuer fest und drehte das Schiff. Das Heck kratzte an den Felsen - wir waren sehr nahe dran. Wir hatten acht Wachen, manche wußten was sie tun hatten, manche nicht. Nachdem er das Schiff gedreht hatte, übernahm ich das Ruder. Er stand da, seinen Arm auf meiner Schulter, schaute was ich machte und sprach ganz ruhig. Den Jungen, den er geschlagen hatte war mit einer Welle raus gespült worden. LRH sagte zum Quartiermeister: "Bringt ihn rein." Er sagte, "Es tut mir leid, aber es war unvermeidlich." Der Steuermann sagte, "Ja, ich weiß." Er stand mit mir zusammen, bis eine neue Wache kam. Jeder wußte LRH war auf der Brücke, alles war in Ordnung.

[MK1] Siehe hierzu auch Interview von Hana E. bei BBC / Internet.

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