De schepenbank van de heerlijkheid Halt, met daaronder de dorpen Düffelward, Keeken en Bimmen

Het geslacht Van Bylandt had eeuwenlang het huis en heerlijkheid Halt (onder Keeken) in bezit, maar verkreeg op 14 juni 1646 (Arnold Adriaan van Bylandt) ook de jurisdictie over de dorpen Düffelward, Keeken in Bimmen. De belening van het geslacht Van Bylandt met deze jurisdictie gaf wat wrijving met het geslacht Van der Hoevelick (zu Bimmen) dat in het bezit was van de adellijke huizen Bimmen en Hengmeng (onder Keeken). In 1647 verzocht Derk van der Hoevelick dan ook aan de keurvorst van Brandenburg, hertog van Kleef om zijn genoemde adellijke huizen te onttrekken aan de hoge en lage jurisdictie over de dorpen Düffelward, Keeken en Bimmen), hetgeen werd toegestaan. In 1663 is er dan een geschil tussen de heer van Bimmen en de graaf van Bylandt over de jacht te Bimmen. In de jaren 1730-1733 is er wederom een geschil, nu tussen Johanna Lucretia Catharina van der Hoevelick, weduwe Van Rohe zu Elmpt, gerichtsvrouwe te Hulhuizen, vrouwe van Bimmen, Hengmeng en Halsaff en de gravin van Bylandt-Halt en J.H. Geselschap, richter van Halt over de jurisdictie over Bimmen, Keeken en Duffelwarth; het betreft hoofdzakelijk het recht van de vrouwe van Bimmen en Hengmeng zonder voorkennis van de richter van Halt afkondigingen in de kerk te laten doen.

De vroegste schepenakte van Kekerdom en Leuth die tot op heden getraceerd kon worden is die van 16 juni 1498, echter de vroegste schepenakte van Düffelward en Keeken (nog zonder Bimmen) is een stuk ouder nl. van 10 januari 1478; Op 5 maart 1483 vinden we dan een schepenakte, waarbij ook Bimmen wordt genoemd (zie regestenlijst).

Het zegel van de heerlijkheid Halt vertoont het wapen van het geslacht Van Bylandt, een afbeelding van dit zegel is te vinden in het werk: Inventar der Urkunden des Archivs von Schloss Diersfordt bei Wesel, Zweiter Band 1600-1800, nr. 577 door Dieter Kastner. Het zegel hangt aan een schepenoorkonde van 6 april 1751.

Van de schepenprotocollen van de heerlijkheid Halt is een unieke reeks bewaard gebleven in het Hauptstaatsarchiv te Duesseldorf, de reeks omvat 11 delen en loopt over de periode 1668-1799. Bestudering van het 1e deel echter leerde mij dat er een hiaat vanaf 1671 tot 1680 aanwezig is. De schepenprotocollen bevinden zich in het bestand Kleve Gerichte (Findbuch 103.07.2, pag. 160 onder: IX Jurisdiktionsgerichte). De verdeling van de jaren over de aktennrs. is als volgt:

2612, 1668-1693 2616, 1737-1749 2620, 1768-1775
2613, 1694-1732 2617, 1750-1752 2621, 1776-1782
2614, 1731-1734 2618, 1752-1756 2622, 1782-1799
2615, 1734-1737 2619, 1756-1767

Guido van Benthem, 13 augustus 2002

Hieronder een transcriptie uit akte nr. 2612 over de periode 22.3.1680 t/m 29.6.1689 (pagina's 141 t/m 185):

1) 22.3.1680, pras: Her von der Hövelich, Jeliss Vierkens, Wellem Rehmer, Gerrit von Hoicklom, Peter Krechting, Henrich Sack, Corneliss undt Evert Verborght, Jan Becker, Arnt Segers, Henrich Eggen, Wessel Gerrits, Zell Huberts und Claas Crohn,

Zufolg ergangenen kirchenruff wollen die sämtliche nachbahren zu Barrkeken, mit consens Sr gnad Freijher von Bijlandt, zu abstattung ihrer schulden bevorab eines Capitalis von 800 rxthlr, so zum behueff der Frantzösischen einquartirung uffgenohmen, öffentlich dem meistbietenden einen kamp landes, den regenacker genant, ungefehr 7 morgen gross, auss ihrer gemeind, umb zu mögen weiden oder bawen, verpfachten auff folgenden vorwarden:

  1. Die pfacht soll wehren zwolff nacheinander folgende jahren.
  2. Wass der meistbietender dafur zu geben verspricht, soll sich in benanten zwolff jahren gäntzlich mortificiren.
  3. Dessen sollen und wollen die Nachbahren jährlich und alle jahr auff dato obbenent die pensiones von solcher summ biss zur mortification vollkommen mit funff pro cent in valoir des Capitals entrichten, dergestalt dass die mortificirte jahren in keinen abgang der pensionen gezogen werden, fur welche pension die nachbahren ihre gemeint verpfänden, und hirmit fästiglich sub poena parata exentionis verbinden.
  4. Die pfachtpfenningen sollen alsofort in harten silberen ducatonen nach hollandischem valoir erlegt werden.
  5. Die morgengelder bleiben zu last der gemein nachbahren stehen, die wäterung aber gegen diess landt soll pfachter fur die halbscheidt zu fegen auff sich nehmen.
  6. Das gefracht soll pfachter schawbahr zu machen alletag gehalten sein.
  7. Zu weinkauff soll pfachter ein fass mall geben und fur auffstallung der vorwarden zweij richsthler.
  8. Dafern die nachbahren wachten die pfachtpfenningen nicht hoog gnug gelauffen, so halten die 24 stunden ihr beraht, umb darin zu gehohlen oder nicht.

Hierauff Freijher von Bijlandt biethen lassen, 550 thlr
Jeliss Vierkens, 25 thlr
Freijher von Bijlandt, 25 thlr
22 ten martij Jeliss Vierkens, 50 thlr
Jacob Frölinghausen, 50 thlr
Freijher von Bijlandt, 25 thlr
Herr von der Hovelich, 25 thlr
Jacob Frolinghausen, 4 thlr
Freijher von Bijlandt, 16 thlr
Herr von der Hövelich, 5 thlr
Frölinghausen, 5 thlr
Freijher von Bijlandt, 20 thlr
Frölinghausen, 5 thlr
Frejiher von Bijlandt, 5 thlr
Frolinghausen, 5 thlr
Freijher von Bijlandt, 5 thlr
Frolinghausen, 2 thlr
Und behalten, 822 thlr

2) 5.4.1680,

Ao 1680 den 5ten Aprilis coram Dno Judice Joe von der Marck, scabinis Johan von Hoecklom und Jacob Möers personlich kommen und erschienen Jeliss Vierkens und Henrich Sack, und haben also erscheinend von sich und der gantzen nachbahrschafft, so zur Keekenschen gemeine gehörig, bekant, dass die verpfachtung eines kamps zu gedachter gemeine gehörig, der regenacker genant, inhalts obstehenden verpfachtung vorwarden nach allen daran clausulen beschehen, sich und zugleich einen jed weden auss ihrer gemeine, undt deren erben und nachfolgeren ein fur all, und alle fur ein, fur die jährliche pensiones convenibel und execurabel verbindend.

3) 6.1.1681,

Ao 1681 den 6ten Januarij coram Dno Jud: Joe von der Marck, et scabinis Henrich von Hahren und Joh: von Hoecklom persönlich erschienen Derick Brandts und Maria Brants eheleuthe, und haben also erscheinend beijde beij guthem verstande, und ziemblicher leibs disposition zu erkennen gegeben, dass sie in erwegung ihres hohen alters, und befahronder schwacheit, auch in erinnerung dass nichts gewissers als der todt nichts ungewissers aber wahre, alss die stunde desselben, vorhabens und von meinung wahren, ihre letzten willens disposition inter liberos, zu verhütung allen zweijtrachs und uneinigkeiten, so oftermahls beij theilung der güther nach der elteren todt pflegen vorzufallen, folgender gestalt auffzurichten:

Irstlich wolten disponenten ihre sehlen in ihres erlösers und sehligmachers händen, ihre todte leichnamen aber der erden, davon dieselbe genohmen, heitlichem brauch nach zu begraben, befohlen haben. Und weilen einer jedweden disposition vornembstes haubtstuck wehre die imsetzung eines oder mehr erben, alss wolten disponenten zu ihren erbgenahmen instituiret haben, und instituiren in krafft dieses ihre kinder, benentlich Stephan Brants, Johannam Brants, Jan Brants, Bart Brants undt Jenneken Schutten, alss ihrer verstorbenen Tochter Judithen Brandts hinterlassenes unmundiges kindt. Diesemnagst vertheilten dispinenten alle ihre unbewegliche güther, weilen ihrer kinder funff ahn gezahl seind, in funff theilen oder sorten, die hierunter gedachte hoffstatt edoch, darauff disponenten anitzo wohnhafft aussgenohmen, und setzten

zu dem irsten theil oder loss ein stuck landes den Bestenvaer genant, den Hemming, den Hagenstein, den morgen dabeneben, und die buiten weide, dieses loss hat Derick Schut nahmens seines kindes bekommen;

Zu dem anderen theil oder loss setzen sie den Evert, so mit 4 ruden deichs zu Löet beschweret, die Dingdom, Bestevaers Reijpass, den morgen so gegen die dell ligt, und auff Krechtings hoffstatt jahrlichs zweij Jochems daler, dieses Jenneken Brants;

Zu dem 3ten theil oder loss setzten disponenten Hövelickskamp, den Scholenmegert, das Holtkämpgen, die ledige hoffstatt gelegen neben Jan de Waels hoffstatt, das Sandt halb negst der achtersen straessen, mit dem aussgang von pond wachs, und 13 stuber, und dan den schmaelen Reijpass, dieses Bart Brants;

Zu dem 4ten loss setzten sie Bartenkamp, den Paelacker, das halb Sandt ahn dieser seithen, Krebbers hoffstatt, beschwert mit einem aussgang von 2 pond wachs, ein paar hüner, zweij weterungs gelden, schatzung und 2 ruden deichs, dieses Jan Brants;

Zu dem 5ten loss aber setzten disponento den Duffelwartschen Munckacker, die Kempkens, und die Driesskens, mit ihrem von alters hero darauff gestandenen lasten, dieses Stephan Brants; Mit diesem beding, dass über denen vorgl massen separirten stucken von den kinderen, so alle gegenwertig gewesen, das loss gezogen werden, und dieselbe die beij einem jedweden lass gesetzte parcelen alsofort anfangen, eigenthumblich haben und geniessen sollen jedoch dass disponenten von denen in einem jedweden loss bereits vor dato dieses besahmeten stucken, das korngewachs vor diesmahl selbst geniessen, und die jenige, wlecher dieser lossen eins anerfallen wirdt, solche furchten zu deren behueff mähen, binden und einfahren sollen, die jenige aber welche in ihren blocken weide landt bekommen, der disponenten bestialien, so sie noch übrig behalten werden, ohnentgeltich so lang mit weiden sollen, biss derahn sie dieselbe wurden verkaufft haben. Viertens so wolten disponenten, weilen ihre dochter Judith Brants verstorben, mit hinterlassung eines mit Dietherich Schut bijstehender ehe gezielten unmundigen kindes, das jenige theil oder loss, welches gemelten kinde per sortem anerfallen wurde, so lang einer von ihren beiden disponenten im leben übrig sein würde, vor ihr eigenthumblich behalten, geniessen und gebrauchen, nach ihrer beider todt aber solte der eigenthumb, wan alss dan das kindt nach minderjährig uff dasselbe, dessen ususfructis aber uff dasselber vattern Dietherichen Schut verfallen; solte aber das kindt minderjährig und ohne leibs erben absterben, uff solchem fall solte von dessen antheil zweij drittentheilen in dem buesem, darausser as kommen, wiederumb verfallen, das andere drittentheil aber Dietherichen Schut eigenthumblich werben. Über diesem allem wolten disponenten zu ihren eigenen nützen, gebrauch und notturfts, das hauss und hoffstatt, darinnen sie amitzo wohnhafft seind, sambt allen mobilien, bestialien, fahrnuss, rhenten und gefällen, so lang sie leben, behalten, nach ihren todt aber sollen dieselbe, und sonsten ihre übrige nachlassenschafft, auff ihre kinder pro rata verfallen, wofern sie vor ihren todt darüber anderer gestalt nit disponiren wurden.

4) 7.1.1681,

Ao 1681 den 7ten januarij coram dno judice Joe von der Marck, et scabinis Henr: von Hahren und Joh: von Hoecklom in form des gerichts personlich erschienen Herman Braem und hat ahn händen gld heren richters zu erblichen behueff Sr. gnaden Freijher von Bijlandt, her zu Halt, seine hoffstatt, wie dieselbe zu Keeken, einerseiths negst Sr. gnaden hochglt erb, anderseiths und mit beiden enden ahn der gemeinen straess gelegen ist, fur freij allodial erb, ausserhalb 10 fuess deichs, und ein jahrlicher zinss von zweij goltgulden, und 1 paar hüner, so jahrlichs an hogstgl Sr. gnaden freijher von Bijlandt bezahlet worden, auffgetragen, und hat demnach, wie rechten und gewöhnlich ist, mit handt, halm, und gichtigem munde daruff renuntiirt, also dass er darahn kein recht oder gerechtigkeit mehr behalten, und alss solches geschehen, gab der richter, nach anweisung der scheffen, hochglr Sr. gnaden freijher von Bijlandt, vorgedachte hoffstatt, erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehältlich jeder männiglich seines guthen vorrechtens, ausserhalb dessen, so einmassen vorschrieben, darauff verziehen. Ferner gelobt Herm: Braam dieser aufftragt eine stedige wahr zu sein, und thate zu dem ende alle seine gereid= und ungereide, itzige undt kunfftige haub und güther zu waer und waerschafft stellen, und pro evictione verhijpotheciren.

5) 3.6.1681,

Ao 1681 deb 3ten junij coram judice Joe von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Herman Goriss in form des gerichts personlich comparirt und erschienen Gerhardt Dericks, und hat vor sich, uns alss momboir seiner haussfrawen Harnssken de Waal, welche hirbeij gegenwertig wahre, mit freijen willen ahnhänden dat richters vorschreven, vor sichere summa geldes, welche er bekante ihme zu danck bezahlt zu sein, zu erblichen behueff des wollgebohren her Dietherichs van der Hövelich zu Bimmen, cedirt und aufgetragen sein hauss und hoffstatt in Bimmen gelegen iso glr seiner haussfrawen vigore eines zwischen ihr, und ihren bruder undt schwesteren ao 1671 den 20ten november auffgerichteten magescheidts zu getheilet worden, schiessendt ost= und noortwerts auffeswollgeshen cessionarij kämpgen, und acht hundt, suidwarts auf Jelissen Vierkens erb, und westwarts langs der gemeiner straessen, vor ein allerdings freijes erb, so mit keinem beschwar behafftet, ausserhalb eine rude und neun fuess deichs, und hat demnagst mit handt, halm und gichtigen munde darauff verziehen, also dass er kein recht oder gerechtigkeit mehr darahn behalten, und nachdem solches geschehen, gab der her richter, nach anweisung der scheffen, mehrwollglm her Dietherichen von der Hovelich zu Bimmen, dies hauss und hoffstatt, gelegen wie obblt, erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehaltlich einem jedweden seines guthen vorrechtens.

6) 3.6.1681,

Eodem coram judico Joanne Joe von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Herman Goriss in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Jeliss Vierkens, und hat in krafft frawen Elisabetha Catharina, wittiben Tengnagel, fraw zu Loenen, gebohrnen von Palandt, und Catharina Margareta von Tengnagel, welche respe vor ihren Sohn, döchter, bruder und Schwestern sich starck machen, habender volmacht, welche fur sufficient erkant worden, und daran extract auss den originalen kauffzettel hierunter annex, mit seinen freijen willen ahn händen des richters vorschrn, vor eine sichere summa von pfenningen, welche er bekante, nahmens glr seiner principalinnen wurcklich empfangen zu haben, ahn händen das her richters cedirt und aufgetragen, zu erblichen behueff des wollgebohrnen her Dietherichen von der Hövelich zu Bimmen, einen erbzinss von 27 hüner, 7 pond wachs, 4 pond pfeffer, und sonsten allen sothanen erbzinss alss obwollglr her von der Hövelich auss verscheidenen seinen länderijen und hoffstätten in Bimmen gelegen, ahn vorglr wittiben Tengnagels, quondam denen von Wachtendonck zu bezahlen schuldig gewesen, und hat demnagst mit handt, halm und gichtigem munde nahmens seiner principalinnen darauf verziehen, und alss solches geschehen, gab der her richter, nach anweisung der scheffen, mehrwollglm her Dietherichen von der Hövelich zu Bimmen, oberwahnten jährlichen erbzinss zu haben und zu gebrauchen, vorbehaltlich einem jedeweden seines guthen vorrechtens, zu waer und waerschafft stellend den Spijckschen hoff in Keeken gelegen, und ferner alle seiner principalinnen gereid= und ungereide güther.

6a) 10.3.1681, Extract vollmacht auss den kaufbrieff, Clausula concernens,

Auch sollte itzgedachten Spijckschen hoff itziger pfachter Jeliss Fierkens hirmit und krafft dieses, geauthorisirt und bevollmachtiget sein, auf gesinnen des her käuffers demselben jederzeit, wegen dieses obgedachten erbzinsses gerichtliche aufftragt zu thun, auch fernere waer und waerschafft zu stellen, wie erbkauff rechtens, Zu wahrheits urkundt, so geschehen auf dem hause Loenen den 10ten martij 1681. L:P: Elisabeth Catharina freijfraw von Palandt weduwe her Tengnagel fraw van Loenen; L:P: Catharina Margareta von Tengnagel.

7) 2.7.1681,

ao 1681 den 2ten julij coram dno judice Joe von der Marck, et scabinis Jan von Hoecklem und Jacob Moers in form des gerichts personlich kommen und erschienen Herman Braem, und hat mit freijen willen ahn händen des richters obglt, vor eine sichere summa geldes, so er bekante ihme zu danck bezahlt zu sein, zu erblichen behueff Friederichen Lippitz sehl: nachgelassener kinder, in gegenwart deren muttern Joanna von Wijck, cedirt und aufgetragen ein stuck landts auf das hogefeldt, beij die kirch zu Keeken gelegen, gross ungefehr zweij morgen, so vor diesem Friederich Lippitz beijstehender ehe mit Joanna von Wijck angekaufft, und hat dem negst mit handt, halm und gichtigem munde darauff verziehen also dass er kein recht oder gerechtigkeit mehr darahn behalten, und nachdem solches geschehen, gab der richter, nach anweisung der scheffen glr Joanna von Wijck nahmens und zu behueff ihrer erster ehe kinder obgedachtes landt erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen vorbehaltlich einem jedweden seines darahn habenden guthen vorrechtens.

8) 3.10.1681,

Ao 1681 den 3ten octobris coram dno judice Joe v: der Marck, et scabinis Jacob Moers und Herman Goriss erschienen Steven Arnts zu Millingen wohnhafft, und hat ahn händen des richters vorgemelt, vor eine sichere summa geldes, so er bekante ihme zu danck bezahlt zu sein, zu erblichen behueff Friederichen Botterling freijwillig cedirt und aufgetragen ein stuck landes, die Hengmig genant, mit dem einen ende ahn die gemeine straess, mit dem anderen ende ahn her Hövelichs Schmachtkamp anschiessend, und einerseiths glt her Hövelicks weidekens, und anderseiths Pastorijen zu Bimmen hoffstatt gelegen, und hat demnagst mit handt, halm, und gichtigem munde darauff verziehen, also dass er und dessen erben und nachkommen kein recht oder gerechtigkeit mehr darahn behalten, und alss solches geschehen, gab der her richter, nach anweisung der scheffen glm Friederichen Botterling gedachtes landt erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehaltlich jedermänniglichen seines guthen vorrechtens. Zie ook: Het Gelders Archief (Arnhem), Archief van het huis Aerdt door R. Wartena, inventarisnr. 578: Akte waarbij Stephen Arnts, wonende te Millingen, aan Friederich Bötterling een stuk land, de Hengmeng genaamd, gelegen te Bimmen, overdraagt, 1681. 1 charter.

9) 14.7.1682,

Ao 1682 den 14ten julij coram Dno Jud: Joe von der Marck, scabinis Henrich Hahren und Jacob Moers in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Jeliss Vierkens, und hat in krafft von Elisabetha Catharina Freijfrawen von Palandt, wittiben von Tengnagel, fraw zu Loenen, und deroselben Tochter Frawlein Catharina Margareta von Tengnagel unter dero handt und pittschafften dazu habender den 10te maij 1682 datirter volmacht, welche fur sufficient erkant worden, und hierunter in abschrifft annex, bekant, von Wilhelmen Frericks burgern und kauffhandlern zu Cleve, in nahmen und von wegen obwollglr freijfrawen von Palandt und deren Tochter, in minderung seiner des comparenten uff den Spijckschen hoff habender capitalen, uffgenohmen und in einer summen bahr empfangen zu haben funff hundert und funffzig thaler, jeden thlr zu 30 stuber Clevisch gerechnet, und fur 450 thlr nit allein nachfolgende obglm bawhoff anklebende, der freijfrawen von Palandt zugehörige erbzinss posten; wavon dem creditori alsobaldt unter das vollmachtigers eigenhändigen merckzeichens zugestellet ist; mit allen diesen zinssposten anklebenden recht und gerechtigkeiten, in specie dem gewinssrechten, und dabeij etwan fallenden genoss, sondern auch dafur, awie im gleichen fur die übrige hundert mehrgedachten Spijckshoff mit allen desselben ap= und dependentien, zu versicherung des creditoris in qualitate supra, zum gewissen unterpfandt gesetzet, gestalt itzgedachte zinssposten, und dabeij etwa fallenden genoss hinfuhro jure antichre seos, ahn statt der jährlichen interesse von 450 thlr perse, und von denen gedachtem Spijckschen hoff verschriebenen hundert thlr, das interee, ad 5 thlr jahrlichs, vom itzigen und allen folgenden des Spijckshoff pfachteren gleichfalss perse so lang zu mögen erheben, und in specie auch den jenigen zinss, welcher auff martini dieses 1682ten jahrs verfallen wirdt zu mögen geniessen, biss dass seine principalinnen deren erben und nachkommen, obgemelte 550 thlr idern losskundung ein viertel jahrs vorhin zu mögen thun beiderseiths freij und vorbehalten sein, und geschehen solle; völlig werden restituiret haben, gantz ohne dass, wan gedachte zinssposten, und der beij dem gewins rechten etwa vor und nach verfallender vortheil ein mehrens solte aussbringen, alss die jährliche interessen von denen obgemelten 450 thlr sich betragen, solcher vortheil und sperplus in defalcationem der haubtsummen sollen mögen gezogen werden, sondern das creditor alsolchen vortheil allein profitiren und geniessen solle, mit renuncirtion auf der exception senatus consulti vellejani, non numerata pecunia, rei aliter gesta quam scripta, und sonsten allen anderen exeptien, und beneficien der rechten, so dem weiblichen geschlacht hierinnen einiger massen zu vortheil kommen oder aussgendeutet werden konten oder mögten.

9a) 10.5.1682, Tenor mandati,

Wir Elisabetha Catharina Freijfraw von Pallandt, fraw zu Loenen, und Catharina Margareta von Tengnagel thun kundt, zeugen und bekennen hirmit fur unss, unseren erben und nachkommen, dass wir zeigern dieses unserm pfachteren Jelisser Vierkens vollkommene macht und gewalt gegeben haben, thun auch solches hirmit und in krafft dieses, umb in unsern nahmen und von unserntwegen anderwerts zu mögen negotiiren, zu creditiren und auff zu nehmen ein summam von 550 thlr jeden thlr ad 30 stuber Clevisch, und dem creditor zu versicherung seines crediti vom diese 550 thlr, vor 450 thlr alle und jede unsere in Keeken, Sifflick und Bimmen habende erbzinssposten mit allen dasselben recht und gerechtigkeiten, in specie mit dem diesem zinss anklebenden gewins rechten, umb alsolche zinssposten, und dabeij etwan fallenden genoss, jure antichreseos ahn statt der jährlichen interee per se zu mögen erheben zu Keeken gelegenen bawhoff, Spijckshoff genant, gerichtlich zu verschreiben, biss dass wir, unsere erben oder nachkommen obgl 550 thlr vällig werden restituiret haben, auch in das creditoris willkuhr zu mögen stellen, sich ins kunfftige wegen dieses capitalis entweder ahn oberwehnte zinssposten, oder ahn itzgedachten unsern bawhoff zu erhohlen, und sonsten alles hierinnen zu mögen thun und lassen, wass wir selbsten personlich gegenwertig, solten, könten thun oder lassen, mit renunciation auf der exception senatus consulti vellejari, und sonsten allen anderen exceptien und beneficien oder rechten, so dem weiblichen geschlecht hierunter einiger massen zum vortheil aussgedeutet werden könten oder mögten, auch mit diesem fästen versprechen, das wir alles das jenige, wass glr unser vollmachtiger hierinnen handlen, tun und lassen wirdt, fur genehm, und denselben diessfalss allerdings schadloss halten wollten. In wahrheits urkundt haben wir diese volmacht mit eigenen händen unterschrieben, und mit unsern adlichen pittschafften befestiget. So geschehen auffm hause Loenen den 10ten maij 1682. L:P: Elisabet Catharina freijfraw von Pallandt, weduwe von Tengnagel fraw zu Löenen. L:P: Catharina Margareta von Tengnagel.

10) 21.10.1682,

Ao 1682 den 21te octobris coram dno judice Joe von der Marck, scabinis Jan von Hoecklom und Jacob Möers in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Joriss Schriever alss zeitlicher kirchmeister zu Keeken, und hat in krafft von Sr. gnaden graffen von Bijlandt, sub dato den 14ten october 1682 ertheilten consensus, darab dem creditori eine autenticque copij zugestellet, und davon copie hierunter annex, in qualitate qua bekant, von dem ehrehaften Dietherichen Frölinghausen, burgern zu Cleve uffgenohmen, und in einer summen, und zwarn 150 thlr ahn guthen gangbahren Clevischen guldens stucken, jedes zu 20 stuber, und dan nach 50 thlr ahn Clevischen stubern, und also zusahmen 200 thlr bahr empfangen zu haben, welche 200 thlr zur nöhtigen reparation der Pastorijen behausung zu Keeken angewendet werden, mit dem beding, dass so viel thlr alss obgemeldeten ahn guldens stucken in speciebus wiedrumb gegeben werden sollen, as wahre dan sach, dass dieselbe tempore reluitionis nit mehr zu bekommen wehren, welchen falss jeder thlr mit 30 stuber Clevisch solle bezahlt werden mögen, und wan tempore reluitionis gemelte guldens stucken weiniger gelten wurden alss 20 stuber Clevisch, in welchem valore dieselbe itz übergezahlet und empfangen seind, debitor solchen falss gehalten sein solle, alsolches minus zu suppliren, auch der ante reluitionem de reductione glr guldens stucken einig gerucht wehre, creditor dieselbe anderer gestalt nicht, dan mit ersetzung dessen, wass selbige zur zeit der restitution gelten, zu empfangen schuldig sein salle, wie im gleichen dass debitor, und dessen succedirende kirchmeistere die vorerwahnte summ a dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zur ablöse; welche beiderseiths ein viertel jahrs vorhin zu mögen ankünden freij stehen sollen gegen 5 vom hundert, mit der commination bezahlen sollen, dass, wofern die pensiones uff dem nach dem verscheins tag negst folgendem Chrisfest nicht bezahlt gemacht werden mögten, alss dan jede 100 thlr mit 6 pro cent verpensionniret werden sollen, wobeij aber ahn seithen des creditoris expresse gewilliget, dass die ablöse in zweijen mahlen von jedesmahls mit 100 thlr sollen geschehen mögen, und, damit vorgltn creditor desto besser verwahrt seijn, hat glt authorisirter kirchmeister in qualitate que supra, zu unterpfandt gesetzet, thut auch solches hirmit und in krafft dieses, alle der kirchen zu Keeken landerijen und rhenten, wie die nahmen haben mögen, umb in unverhofften misszahlungs fall sich darahn wegen capital und pensionen sambt allen verursachten unkösten zu mögen erhohlen.

10a) 3.10.1682, Copia consensus, ps: 3te octobris 1682; unterthänigste anzeig und bitte Henrici Peters Pastoris zu Keeken,

Dafern die nachbahrschaftt zu diesem baw keine andere mittel beijbringen kommen, und sonsten nicht erhebliches hiergegen einzu werden, so wirdt dem petito wegen auffnahm der zweij hundert daler hirmit referirt, und der zeitlicher kirchmeister Joriss Schriever zugleich authorisirt die kirchen mittel dafur zu verbinden, und dem creditori dessfalss gerichtlichen schein, in qualität, wie obglt zu geben, und so viel möglich dabeij bedingen, dass die ablegung solchs capitalis mit ein viertepart geschehen möge, demnagst allen und jeden succedirenden kirchmeistern anbefohlen, die pensiones jahrlich zu entrichten, gestalt solche beij der kirchen rechnung validirt werden sollen. Sigl: Halt den 14to october 1682. J: Sigismundt, G: von Bijlandt.

11) 23.1.1683,

Ao 1683 den 23ten januarij coram dno judice Joanne von der Marck, et scabinis Henrichen von Hahren und Johan von Hoecklom in form des gerichts persönlich erschienen Willem von Egeren vor sich, und zugleich sich starck machendt vor seinem schwager Bart Dijckman, item Jan Goriss, Arnt Otten, und Peter Gisberts, und swarn die beide letztere alss vormundere von Derick Otten sehl: nachgelassener kindt, Henrich Otten genant, und haben also erscheinend mit ihrem freijen willen ahn händen des her richters vorgemelt zu erblichen behueff Wesselen ter Reehorst ein stuck landes ungefehr 1 morgen gross, wie solches zu Duffelwart in vorh und palung einerseiths Altjen Ammen, anderseiths Jan Brants erb gelegen, und mit einem ende uff die gemeine straess, und mit dem anderen ende uff des käuffers Wesselen ter Reehorst erb anschiessend ist, fur ein eigen allodial unbeschwert erb, aussgenohmen wäterungs und morgengelt, cedirt und uffgetragen, und demnach, wie recht und gewöhnlich, mit handt, und gichtigem mundt daruff rennciiret und verziehen, also dass sie allerseiths kein recht, gerechtigkeit, noch ahnsprach darahn behalten haben, und alss solches geschehen, gab der her richter, nach anweisung der scheffen vorgemelten, Wesselen ter Reehorst solch stuck landts erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehältlich einem jedweden seines guthen vorrechtens; Ferner haben comparenten obglt dieser aufftragt halber gebuhrende waerschafft zu thun angelobt, und zu dem ende alle ihre gereid= und ungereide, itzige und zukunfftige güter, also dieselbe gelegen sein mögen, zu wahrburg gestellet, und pro evictione verpfändet.

12) 8.3.1683,

Ao 1683 den 8ten martij coram Johanne von Hoecklom alss altesten scheffen, und ad hunc actum verordneten richterambts verwalteren, et scabinis Jacob Moers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich kommen und erschienen her Johan von der Marck der herrlichkeit Halt und gerichtsbanck Duffelwart, Keeken und Bimmen richter, und hat also erscheinend fur eine ihme völlig bezahlte summ geldes, wie er bekante, zu erblichen behueff Johanssen ten Haeff, die uffgesinnen Barten von Borght in usum desselben creditoren, inhalts vorwarden gerichtlich verkauffte hoffstadt, wie dieselbe zu Barkeeken einerseiths auff die gemeine straess, anderseiths und mit einem ende ahn her Hövelicks, und mit dem anderen ende ahn Jenneken Sellen erb anschiessendt ist, ungefehr 7 hundt gross, fur freij allodial erb, aussgenohmen beschwer von schatzung, dijcken und wäterungen, so darauff stehen mögten, ahn händen vorgemelten richterambts verwalteren ex officio cedirt und aufgetragen, und demnach, wie recht und gewönlich, mit handt. Halm und gichtigem mundt darauf renunciirtet und verziehen, und alss solches geschehen, gab gemelter richterambts verwalter, nach anweisung der scheffen, Johan ten Haeff alsolche hoffstadt, erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehaltlich einem jedweden seines guthen vorrechtens.

13) 1.6.1683,

Ao 1683 den 1ten junij coram dno Joe von der Marck, scabinis Jan von Hoecklom und Jacob Moers in forma judicij persönlich kommen und erschienen Derick Schut, bekennendt dem ehrenfesten Wilhelmen Frericks burgern zu Cleve uffrichtiger schuldt schuldig zu sein, die summ von ein hundert thaler Clevisch, und angelobendt besagte summ a dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zu deren ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vorhin solle auff= und ankünden mögen; mit funff dergleichen thalern zu verpensioniren, demnagst dafur zu des creditoris versicherung zum specialen unterpfandt stellend die ihme zur halbscheidt eigenthumbliche zugehörige, zu Keeken unweit der kirchen daselbst gelegene kaetstadt, warauffer anitzo wohnhafft, und ferner in genere alle seine gereid= und ungereide haab und güther, umb in unverhoffter missbezahlungsfall sich darahn wegen capital, rückstendiger interessen, kösten und schaden bester massen zu mögen erhohlen, und darauss bezahlt zu machen.

14) 11.1.1684,

Ao 1684 den 11ten januarij coram domino judice Joe von der Marck scabinis Jacob Moers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Gerrit Verheijen und Jan de Wael geschwägere, und haben also erscheinendt bekant, dem ehrnfesten Christophoren Pöplinghausen und dessen erben aufrichtiger schuldt schuldig zu sein einer summam von zweij hundert und funffzig thaler, jeden thlr zu 30 stuber Clevisch gerechnet, und angelobt besagte summ a dato jungst verflossenen martini 1683ten jahrs über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zu deren ablöse; welche beiderseiths ein viertel jahrs vorhin angekündiget werden soll; gegen 5 pro cent zu verpensioniren, und diese pensiones jahrlichs binnen Cleve ahn händen des creditoris vettern Petern Schrievers, oder welchem er sonsten deren empfang demandiren wirdt, pracise zu erlagen, und falss sie in deren bezahlung ein monat nach den verscheins tag saumhafft sein wurden, alssdan von jede 100 thlr jahrlichs 6 thlr bezahlen sollen, es wehre dan sach dass sie kriegsverderb darahn behindert wurden, und damit creditor und dessen erben wegen gedachten capitalis, und darab ins kunfftig verscheinender pensionen woll verwahrt sein mögten, haben debitores dafur zum sicheren undt specialen unterpfandt gesetzet, die halbscheidt ihrer zu Keeken einerseiths und eines endts ahn des grafen von Bijlandt, anderseiths langs der gemeinen straess geleg und mit dem anderen ende ahn Johanssen von Hoecklom erb anschiessende hoffstadt, welche sie gerichtlich angekaufft, und ze deren bezahlung sie diese pfenningen wiederumb angewendet hatten, und debenebenst ihre quoten, so ihren nach ihrer respe mutter und schwiegermuttern todt noch von dieser hoffstadt ansterben wirdt, und sonsten alle ihre gereid= und ungereide güther in solidum, gestalt im unverhofften missbezahlungs fall sich darahn bester gestalt zu erhohlen, und darauss bezahlt zu machen.

15) 11.1.1684,

Eodem coram dno judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich kommen und erschienen der hochedelgebohrener Juncker Ricquin Thomas Berck und bekant vor sich und seine erbfölgere, wie dass er eine summa geldes von zweij hundert und funffzig thlr Clevisch abgelegte pfenningen von und auss den Rodenhaltschen zehendten, fur zeiten zum behueff sicherer vicarien sancti matthia binne Embrich in der munster kirchen, vulgo der Bercken vicarie, verschrieben gewesen, richtig zu seinen händen von her Predigern Anthonio Timmer zum behueff ernenter vicarien empfangen habe, und dagegern auss seiner ahnpart zu Bimmen gelgenen halben hofes, Rudenscheidts oder Heckings guth genant, gleich wie dasselbe in weij= und bawlandt anitzo freij, allodial erb vor ihme besessen wirdt, und die wittib Hermanssen Goriss sehl: in pfachtung hat, zum wiedriegen behueff mehrerunter Bercks vicarien vicario, modo her Reinero van Laer, und seinen nachkommenden beneficiatis verschreibe und cedire, gleich hirmit verschreibt und cediret eine jährliche rhente von 12 thlr 15 stuber, und dieselbe jahrlichs 14 tagen nacher christmess auss ernenten guths weiden oder kornpfächten von den zeitlichen pfachter per se von dem zeitlichen vicario wollernenter Bercken vicarien zu haben und unbehindert zu empfangen, jedoch dass dem her cessionario die ablöse und freijkauffung dieser jahrliche rhente der 12 thlr 15 stuber, nachdeme die aufflöse und redimirung den zeitlichen Patronis und bedienten ein viertel jahrs zuvoren auferkündiget, mit wiedriger erlägung einer summen von 250 thlr, zu allen zeiten solle zulässig sein und furbehalten bleiben.

16) 11.1.1684,

Kundt und zu wissen seije hirmit menniglichen, demnach Truijken Möers wittib Henrichen Schut sehl: am 31ten octobris 1677 ihrem sohn Derich Schut die halbe hoffstadt, wie selbige unweit der kirchen zu Keeken wissentlich gelegen, guthwillig cedirt und übergeben, und dabenebens glr Derick Schut von gedachten seiner muttern die halbscheid aller pferd, kühe, rinder und allen anderen viehes, wie dan karren, pflug, egden, pferdtsgezug, und wass dazu gehörig, item die halbscheidt angefahren, und nach auff lande stehenden korns, bawwechten, und allen haussgeraths, pravia assimatione ahn= und zu sich genohmen, und seiner muttern darvor die summ von 750 thlr zu zahlen versprochen, alles mehrern inhalts des am gln 31ten octobris 1677; darüber auffgerichteten und beschrieben accordts, und von diese 750 thlr von Jois mitten im sommer 1682 alss wannehr die mutter von ihrem sohn Derick Schut mit der wohnung abgangen, und beij ihrer Tochter Beeltjen de Waal sich begeben, ahn deroselben die pensiones von 1 jahr ad 56 thlr 7 stuber sich betragend, dabenebenst noch à part ahn seiner muttern wegen vor und nach vorgeschossenen geldes, 36 thlr 18 stuber, und also zusahmen ahn deroselben in einer summa 842 thlr 26 stuber schuldig und hinterständig verblieben, welche pensiones, capital kauffpfenningen und verschossenes gelt die mutter, weilen ad instantiam der erben Johanssen von Bislich sehl: wegen sicherer schuldt ihre halbscheidt besagter hoffstatt gerichtlich verkaufft worden, langer nit ontbehren können, sondern genöhtiget worden ihren sohn Derick Schut wiedrumb zu besprechen, derselbe auber zu bezahlung alsolcher summen kein raht noch mittel gewust, dass der wegen auff heut endts benentem dato mehrgemelter Truijken Moers sohn und schwieger sohn, mit nahmen Jan de Wael und Gerhardt Verheijen, nahmens und von wegen derselben mit Dietherichen Schut sich darüber dieser gestalt verglichen haben, dass nemblich Derick Schut die ihme obbesagter massen von seiner muttern vor diesem abgetrettene halbscheidt gedr hoffstatt benebenst sein antheil ahn das Bimmensche landt, wiederumb erb= und eigenthumblich in solutum übergeben und abtretten, und darüber noch 25 thlr ahn sie bezahlen solle, wie er dan hirmit, und krafft dieses dieselbe übergibt, abtritt, und zu bezahlen verspricht. Zweitens dass Derick Schut das auff besagte hoffstatt stehendes hauss, berg, und kohlhoff pfacht freij gebrauchen, dagegen aber die daran kommende schatzungen und lasten abtragen, und das hauss in tach und gefach unterhalten solle. Drittens dass Derick Schut, dass beij dieser hoffstatt gehöriges landt zweij nach einander folgende jahren, nemblich 1684 und 1685 ohnentgeltlich bawen, besähen und misten, die mutter aber die gantze schaar von beiden jahren geniessen, nach umbgang dieser zweij jahren aber er Schut selbiges vor die halbscheidt bawen solle. Viertens und letztens, dass alle und jede pratensiones, so einer uff den anderen biss dato gehabt, hirdurch allerdings mortificirt sein und bleiben sollen. So geschehen zu Keeken den 11ten januarij 1684.

16a) 11.1.1684,

Eodem coram dno judice Joe von der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens erschienen Derick Schut, Jan de Wael und Gerhardt Verheijen, und haben allerseiths bekant, obstehenden vergleich also unter einander getroffen zu haben, mit bitte dass derselbe seines inhalts ad protocollum gebragt, und ihnen davon glaubhafter schein unter unser, und unsers richters siegeln mitgetheilet werden mögte.

17) 16.3.1684,

Ao 1684 den 16ten martij coram dno judice Joe von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Willem Reimer, Peter Krechting, Henrich Eggen, Henrich Sack, und Evert Reimer, und haben vor sich, und ihren übrigen mit nachbahren zu Barkeeken bekant schuldig zu sein Arnten Daems und dessen erben, die summ von vier hundert funff und siebentzig gulden hollansch, jeden zu 20 stuber gerechnet, welche comparenten in specie ducatonnen bahr empfangen, und zu ablösung eines capitalis von 1000 gulden hollansch, so der hochgebohrner her Johan Sigissmundt graff von dem Bijlandt, herr zu Halt, Duffelwart, Keeken und Bimmen in ao 1679 con commissario Walbeeck in Schenckenschantz auffgenohmen, und beij damahligen frantzösischen einquartirung den eingesessenen zu Duffelwert, Keeken und Bimmen, laut der ab aussgegebener obligationen alsofort vorgestrecket, vor ihre anquot wiederumb verwendet hatten, und angelobt besagte summ der 475 gulden ahn silbernen ducatonnen in speciebis zu restituiren, und à dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zur ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vorhin solle mögen verkündigen; mit funff gulden hollandsch pro cent zu verpensioniren, und haben dafur, damit creditor wegen dieses seines capitalis, und darab ins kunfftig verschienen der pensionen versichert sein möge, mit consent undt vorwissen das obwollgln her graffen von den Bijlandt alss gerichtsherrn, zu unterpfandt gesetzet die Barkeekensche gemeine, umb in unverhofften misszahlungsfall sich darahn zu mögen erhohlen, und die darauff eingeschaerte pferdt, und andere bestialien sambt und sonders vermittelst parater execution angreiffen, und sich bester massen bezahlt machen.

18) tussen 16.3 en 31.5 1684,

Ao 1684 den (leeg) coram dno judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Joriss Schriever in form des gerichts persönlich kommen und erschienen die sämbtliche einwohner und nachbahrschafft zu Vriest wohnhafft, benentlich Henrich Simons, Jan Cruess, Jan Heimen, Henrich Scholten, Jan Janssen, Rutt Moers, Goert Braeckel, Bart Brants, und Steven Brants, und haben also erscheinendt bekant schuldig zu sein ahn die hochedle Fraw Gertruidt Lamers, her Doctoris Jhew sehl: weilandt Gurfn brandenburgischen raht und richtern zu Cleve hinterlassenen wittiben die summ von siebentzig reichsthlr, oder 175 gulden hollansch, welche sie in harten silberen ducatonnen woll empfangen, und zu abschattung eines capitals von 1000 gulden hollandsch, sambt ein jahr pension; welches sie beij der Frantzösischen einquartirung in ao 1679 durch den her graffen von Bijlandt von commissario Walbeeck in Schenckenschantz auffgenohmen, und den gemeinen eingesessenen dieser herrlichkeit wieder vorgestreckt worden; so veel ihre quota darinnen betriff, verwendet zu haben, dahero auff die exception non numerata pecunia wollwissentlich renunciirend, angelobt und versprochen, sothane 175 gulden jährlich biss zur ablöse; welche beiderseiths ein viertel jahrs vor dem verscheins zu thun verstallet; mit 5 vom hundert dergleichen gulden hollandsch zu verpensioniren, und damit Fraw creditrix und deren erben versichert sein mögten, so habn comparente sambt und sonders ihre persohnen, haab und güther ein vor all und alle vor ein dafur verbunden, auch ihre so woll kleine als grosse gemeinte, van selbige zu weiden liegen bleiben, zu dem endt verunterpfandet, umb den beij die darauff eingeschaarte beesten, executiren, distrahiren, und bester massen sich darauss fur capital, interee, kösten und schaden, bezahlt zu machen.

19) 20.4.1684,

Ao 1684 den 20ten aprilis coram dno judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Möers und Evert Rijcken erschienen Johan Braem, und hat bekant Dietherichen Frölinghausen burgeren zu Cleve uffrichtiger schuldt schuldig zu sein die summ von 900 thlr, jeden zu dreijssig stuber Clevisch gerechnet, welche er in ao 1677 uff ostern gegen einer privaten obligation und handtschrifft, so hirmit annulliret, und beij übergebung dieser gerichtlichen eingezogen worden, bahr empfangen hatte, und angelobt besagte summ der neun hundert thlr hinfuhro jahrlichs biss zur ablöse; welche beidenseiths ein viertel jahrs vorhin auff= und angekundiget werden solle; mit funff vom hundert zu verpensioniren, dafur zu unterpfandt stellend, seine in Vriest wissentlich gelegene hauss und hoffstatt, wie auch einen kamp bawlandes einerseiths und eines endts ahn die wäterung, anderseiths Bart von Hoeckloms erb gelegen, und mit dem anderen ende uff Stegens hueff anschiessend, der Straatacker genant, und ferner in genere alle seine gereid= und ungereide güther, umb in unverhofften missbezahlungs fall sich darahn wegen capital und pensionen zu mögen erhohlen, und darauss bezahlt zu machen.

20) 31.5.1684,

Ao 1684 den 31ten maij coram judice Joe von der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Bartjen van den Berg wittib Johanssen Becker sehl:, geassistirt mit ihrem hierzu erkohrnen vormundern Daemen Möers, und hat also erscheinend bekant, wie dass glr ihr mann sehl: von dem grafen von Bijlandt, her zu Halt, Duffelwart, Keeken und Bimmen uff den 13ten julij 1683 uffgenohmen und zu seinen händen woll empfangen habe, die summ von ein hundert und funffzig thlr clevisch capital, welche zu bezahlung ihrer beij Henrichen Stoffels und Friederichen Lippitz erben und sonsten gestandener schulden wiedrumb verwendet worden, und angelobt besagte summ uff den 13te julij irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zur ablöse; welche einer dem anderen im viertel jahrs vorhin sollen mögen aufkünden; mit 7 thlr zu verpensioniren, stellende dafur zum specialen unterpfandt ihre in Keeken einerseiths des grafen von Bijlandt, anderseiths Henrichen Stoffels gelegen, und mit dem einen ende auf die straess, mit dem anderen ende aber uff obwollglt grafen von Bijlandt erb anschiessende hauss und hoffstatt, gestalt in unverhofften missbezahlungs fall sich darahn wegen capital und interesse zu mögen erhohlen, cum renunciatione uff der exception des nicht gezahlten geldes, senatus consulti vellejani; darab ihre certioration geschehen; und sonsten allen und jeden anderen exceptien und beneficien der rechten keine aussgesondert.

21) 31.5.1684,

Ao 1684 den 31ten maij coram judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Evert Rijcken in form des gerichts persönlich kommen und erschienen Sander Cruess, und hat also erscheinendt bekant, von dem ehrnfesten Jacoben Frölinghausen burgern zu Cleve aufgenohmen, und zu seinen händen bahr empfangen zu haben die summ von 100 thlr, ahn guthen gangbahren Clevischen guldens stucken in speciebus, jedes zu zwantzig stuber gerechnet, und angelobt besagte summ der ein hundert thlr à dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zur ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vorhin aufkunden solle; mit funff thaler richtig zu verpensioniren, und dieselbe hernacher mit guldens stucken in speciebus zu restituiren, uns falss temporereluitionis besagte gulden stucken weiniger gelten wurden, solchen defect zu willen suppliren, und hat demnach, damit gemelter creditor wegen dieses seines capitalis woll verwahrt und dessen gesichert sein mögte, dafur alsolch hauss und hoffstatt, alss er von der wittiben Henrichen Verwaijen angekaufft, und derselben vermög vorgezeigter quitung, de dato 26ten aprilis 1683 uff acht reichsthlr nahe bezahlt gehabt, so wie dieselbe in Keeken rings umbher der gemeiner straessen, beij der kerchen und Meer daselbst wissentlich gelegen, Meursen hoffstatt genant, zum specialen, und ferner alle seine itzige und kunfftige gereid= und ungereide güther zum generalen unterpfandt dargestellet, also und dergestalt, dass, weilen ihme debitori diese hoffstatt noch nit aufgetragen, er die aufftragt in zeit von sechs wochen à dato dieses anzurechnen, bewircken und beijbringen solle, falss er aber darahn ermangelen wurde, alss dan dem creditori freijstehen, solle, die losskündung zu jederzeit, wan es ihme belieben mögte, zu thun demselben auch nach beschehener aufftragt, vor allen anderen creditoren, welche er debitor nach beschehener aufftragt auss besagte hoffstatt verschreiben wurde, hirmit und in krafft dieses die praeferentz gegeben sein geniessen solle. (later ernaast geschreven:) Nota bene, dieses capitals der 100 thlr ist abgelöset vermog in originali mir vorgezeigter obligation, und darunter des Jacoben Frölinghausens eigenhändig befindtlicher quitung.

22) 8.6.1684,

Ao 1684 den 8ten Junij coram dno Judice Joanne von der Marck, et scabinis Jeliss Vierkens und Joriss Schriever in form des gerichts personlich kommen und erschienen Dietherich Buick, und hat in krafft von her Doctore Henrico Lamers vor burgemeister, scheffen undt raht der statt Cleve unterm dato 6t maij 1684 passirten substitution nahmens der unmundigen kinder von Henrich Verwaijen sehl:, und krafft coram eisdem sub dato 27 t. Maij selbigen jahrs ab eiusdem haeredibus majorennibus passirten generalen constitution, welche vorgewiesen und vor sufficient erkant worden, zu erblichen behueff Sandern Cruess, ahn händen vorglt her richteren cedirt und auffgetragen ein hauss und hoffstatt, so wie dieselbe in Keeken nahe beij der kirchen daselbst in ihre vohr und palung wissentlich gelegen, undt er Sandern Cruess van der wittiben Verwaijen sehl: vor diesem angekaufft vermög vorgewiesener quitung uff acht rxthlr nahe bezahlt, und nun ferner völlig ahn vorglt her doctoren Lamers händen erlegt hat, Meursen hoffstatt genant, undt demnach qualitate qua, mit handt, halm und gichtigen mundt darauff verziehen, und alss solches geschehen, hat der her richter nach erkantnuss der scheffen, das comparenten und cedenten principalen davon enterbet, und den käufferen Sandern Cruess, mit vorbehalt jeder männiglichens guthen vorrechtens damit beerbet.

23) 1.3.1685,

Ao 1685 den 1ten martij coram judice Joanne von der Marck et scabinis Jacob Möers und Joriss Schriever in form des gerichts persönlich comparirt und erschienen die wollgebohrne Fraw Elisabetha Catharina Freijfraw van Palandt, wittib Tengnagels, und fraw zu Loenen, geassistirt mit dem ehrenfesten her Johan Eberhardt von Mechelen, ambtman des adlichen stiffts Flossum, und hat also im krafft beschehener cession ihres sohns des auch hochwollgebohrnen her Johan Bertramen von Tingnagel sub dato Hamburg den 8ten octobris 1684, so dem gerichte in originali vorgezeigt, und davon copia ad acta gebracht, ahn händen des her richters vorgemelt zu erblich behueff des ehrenfesten Wilhelmen Frericks burgers und kaufhandlers in Cleve auffgetragen ihren ahlingen bawhoff alhier zu Keeken wissentlich gelegen, der Spijcksche hoff genant, sambt allen dazu gehörigen stucken weid= und saijlandt, zinssen, rechten und gerechtigkeiten, fur freij allodial erb, nur mit her zehend, eine ruhe deichs, und darzu gehörige wäterung beschwert, wie selbige van fraw verkäufferin besessen und erhoben, und pfachter Jeliss Vierkens biss dato in pfacht gehabt, aussgenohmen edoch ohngefehr 2 morgen landts auf das hoogfeldt, so Jeliss Vierkens vorhin neben die dagegen liegende ledige hoffstatt käufflich ahn sich gebracht, wie dan alles gezimmer und kornberg, so pfachtern Jelissen Vierkens eigenthumblich zustendig, und hat demnach in qualitate wie oben fur ihr und ihren erben mit handt, halm und gichtigem mundt darauff verziehen, und alss solches geschehen, gab der her richter vorgemelt, nach anweisung der scheffen und brauch hiesigen gerichts, wie rechtens, ahn Wilhelmen Frericks obgemelt alsolchen bawhoff und länderijen, zinssen und gerechtigkeiten, zu nutzen, zu gebrauchen, zu haben und zu behalten, vorbehältlich jedoch einem jeden seines guthen vorrechtens, und hat demnegst fraw comparentinne alle ihre haab und güther zur waarschafft verbunden.

24) 8.10.1684, Copia cessionis, wavon in obstehender aufftragt meldung geschehen,

Ich Johan Bertram von Tengnagel zu Loenen, thue kundt und bekenne hirmit fur mich, meinen ins kunfftig erben, und nachkommen, dass ich guthen wolbedachten reiffen raht und freijen willen, nich mit list hintergangen, beij mir unwiederrufflich beschlossen habe, und hirmit wurcklich beschliesse, das hauss Loenen und alle vatter und mutterliche güther, cum onmibus et singulis appertiaentiis, juribus et privilegiis, mobilibus et immobilibus, wie dieselbe nahmen haben möchten, oder können, wo in, ausser landts die selbe gelegen und anzutreffen seind, nichts hirvon aussgeschlossen, mit dem beschwer und anklebenden nutzen, ahn meine liebe fraw mutter die wollgebohrne fraw Elisabeth Catharina von Palandt, des weilandt auch wollgebohren her Woltern von Tengnagel her zu Loenen, meines in gott ruhenden her vatteren nachgelassene fraw wittib, überzulassen, und damit nach ihren eigenen willen und wollgefallen zu schalten und in bester massen unwiederrufflich renunciiren, und all mein ahn das hauss Loenen, wie auch alle davon dependirende güther von vatterliche so woll alss mutterliche seithe, in sambt und sonders habendes, und mir angebohrnes recht und ansprach, ahn meiner lieben fraw mutter Elisabeth Catharina von Palandt frawen zu Loenen bester gestalt rechtens zu cediren, auch hirmit wurklich übergeben, dieser gestalt, dass ich weder jemandt in meinen nahmen, war der auch sein mögte, darahn fort mehr kein recht noch gerechtigkeit noch einige ansprach haben, und behalten, sondern sie obglr meine liebe fraw mutter Elisabeth Catharina von Palandt darahn erb und ewiglich berechtiget sein und bleiben, und in all mein darahn habendes recht und zubehoer, welches mit itzo und ins kunfftig ansterben, anerwachsen, und heimfallen könne oder möge, so woll in genere alss in specie stehen, eintretten, und hirmit erblich besitzen und gebrauchen, auch nach eigenem willen und guthduncken oneriren, distrahiren, in totum rel in partem nach eigenes belieben solle und möge, ohne exception, gefehrde, list und betrug, zur wahrheits urkundt und mehrer veschaltung dieses, habe ich diese cession ahn äidts statt eigenhändig geschrieben und unterschrieben, und mit meinem angebohrnem adlichem pittschafft corroboriret, und zu mehrer befestigung dessen, durch unterschriebenen notarium casareum publicum coram duobus ad hoc singu lariter à me requisitis testibus confirmiren lassen. So geschehen Hamburg im jahr 1684 den 8ten monati octobris. L:P: Johan Bertram von Tengnagel zu Loenen.

25) 8.10.1684, Confirmatio notarij,

Ao christi salvatoris nostri 1684 indictione septima mitwochens den 8ten monats tag octobris stijlo reteri, mittags umb halb zwolff uhr, erschiene vor mit endtsbenanten offenbahren und geschwornen kaijserlichen notario, in gegenwart unter benanter gezeugen in mein schreib contoir neben der börse im grünen palmbaum; tit; der wollgebohrne her Johan Bertram von Tengnagel zu Loenen, überreichte mir obstehende schrifft, warinnen er seinen bestendiger willen und unveränderliche meinung verfasset, und welche er durchgehants geschrieben und unterschrieben, auch mit nebengetruckten seiner angebohrnen pittschafft bekräfftiget zu haben ausssagte, gestalt er nachmahls diese schrifft fur seine eigenhändige recognosirte, und seinen willen und meinung darinnen verfasset zu haben (bejaheta): mit rquisition, solche seine recognition und aussage zu notiren, und solches alles darunter in forma instrumenti publici zu attestiren. Actum Hamburg ao , mense, dio, tempore et loco ut supra, prasentibus fide dignis testibus Dnn: Christophoro Agatio Durcksen, et Joanne Baptista von Hondenet. In fidem aetestimonium manu mea scripsi et subscripsi, sijmbolo notariali, ut et sigillo meo consueto corroboravi, requisitus. Christianus Martinus Speger Not casar: publ L:P, L:S: Christoff Agatis Darcksen, Jean Babtiste von Bondenet.

26) 1.3.1685,

Ao 1685 deb 1ten martij coram judice Joe von der Marck, et scabinis Jacob Moers und Joriss Schriever in form des gerichts personlich comparirt die wollgebohrne fraw Elisabeth Catharina freijfraw von Palandt, wittib Tengnagels, fraw zu Loenen, geassistirt mit dem ehrnfesten Johan Everhardt von Mechelen, ambtman des adlichen stiffts Flossum, und hat also krafft hirvor inserirter cession ihres sohns des auch hochwollgebohrnen Johan Bertramen von Tengnagel, de dato Hamburg den 8ten octobris 1684, an handen des her richters vorgemelt zu erblichen behueff Jelissen Vierkens aufgetragen zweij und einen halben morgen landes auf das Hoogfeldt, nebst eine dabeij gelegene ledige hoffstatt, wie selbige van fraw verkäufferinnen bisshero besessen worden, undt hat demnach in qualitato wie oven fur ihr und ihren erben mit handt, halm und gichtigem mundt darauff verziehen, und alss solches geschehen, gab der her richter, nach anweisung der scheffen, und brauch hiesigen gerichts, glm Jelissen Vierkens gemelte zweij und einen halben morgen landes, erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehältlich einem jedtwedern seines guthen vorrechtens.

27) 12.11.1685,

Ao 1685 den 12ten novembris coram judice Johanne van der Marck et scabinis Jeliss Vierkens und Joriss Schriever in form des gerichts personlich comparirt und erschienen der wolledler herr Johan Alexander von Ringelberg, und hat vor sich und seinen erben bekant, dass er alsolche 600 rxthlr, alss Sr Churf: dhlt zu Brandenburg, unser gnädigter herr zu subsistentz und besserem unterhalt eines zeitlichen reformirten predigers zu Duffelwart und Halt zugelegt haben, von vorstehern, eltesten und gemeine auffgenohmen, und zu seinen händen woll empfangen habe, und hat derhalben cum renunciatione super exceptione non numerata pecunia angelobt, besagtes capital der 600 reichthlr, welches ahn Clevischen stuberen und drittel stucken in speciebus erlegt wurden, à dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zur ablöse; welche einer dem anderen ein halb jahr vorhin solle verkündigen mögen; mit funff vom hundert ahn händen eines zeitlichen predigers zu besagtem Duffelwart und Halt richtig zu verpensioniren, und damit prediger, vorstehere und gemeine wegen dieses capitalis woll verwahrt, und dessen gesichert sein und bleiben mögen, so hat wollglr debitor dafur zum sicheren und specialen unterpfandt gesetzet seinen zu Keeken gelegenen bawhoff, der Hueffsche hoff genant, welchen amitzo Johan Arnts in pfachtung hat, cum omnibus eiusdem ap= und dependentiis, dieser gestalt und also, dass ein zeitlicher prediger die jährliche pensiones per se von dem pfachteren itzgedachten hofes erheben, und in misszahlungsfall denselben dafur mögen executiren lassen, dawieder aber so woll den debitorem alss auch den pfachteren einige exception von kriegs verderb, hagelschlag, wasserschade, und wie die sonsten sein, nahmen haben, oder ins kunfftige noch erdacht werden mögen, im geringsten nicht schutzen, sondern allein die bahre zahlung hierunter zu statten kommen solle.

28) 21.12.1685,

Ao 1685 den 21ten decembris coram judice Joe von der Marck et scabinis Jacob Möers und Joriss Schriever in forma judicij persönlich comparirt und erschienen Johan Tijlen, und hat bekant, dass, nachdem vor einige jahren von der Fraw von Löenen und deren sohn her von Tengnagel durch deren vollmachtigeren Jeliss Vierkens tausendt thaler auffgenohmen, und in den Spijcksen alhir zu Keeken gelegenen hoff befestiget, und dan Wilhelm Frericks burger und kauffman zu Cleve solchen hoff käuflich ahn sich gebracht, und die abstattung der tausendt thaler, wavon Pastoreij zu Keeken anderhalb hundert thaler, der custer daselbst dreijhundert und funffzig thaler, und dan ein zeitlicher vicaris der Ringelbergschen vicarij funff hundert thaler capital und die jahrliche pensiones darab competiren, in defalcation der kauffpfenningen an= und über sich genohmen, und dan zuforderst zum behueff der Kekenschen Pastorat die anderthalb hundert daler erlegt, er comparent Johan Tijlen mit vorwissen und bewilligung der sämbtlichen scheffen und vorsteher der gemeine hirselbst baar empfangen, und zu seinen behueff verwendet, allermassen er comparent auf die exception non numerata pecunia ausstrucklich renunciirendt, und solch capital der 150 thlr mit 7 thaler, biss zur ablöse; welche beiderseiths ein viertel jahrs vor dem verscheins tag uffzu kündigen freij gelassen; jährlich an den Pastorat oder zeitlich Pastoren uff martini kunfftigen 1686ten jahrs, und so ferner alle jahr in besagten termino martini zu verpensioniren angelobet, und hatt zu versicherung so woll capitals alss jährlichen interesse, kösten und schaden, seine alhir zu Keeken am kirchhoff gelegene hoffstatt zum specialen unterpfandt, auch sonst alle seine gereide und ungereide, itzige und zukunfftige güther dafur gerichtlich und festiglich verbunden, umb auff den unverhofften misszahlungsfall de Pastorat oder dem zeitlichem Pastoren zu Keeken darauss zu befriedigen.

29) 24.1.1686,

Ao 1686 den 24ten januarij coram Dno judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in forma judicij personlich comparirt und erschienen Rutt Möers, und hat in krafft von her Francois Kempinck, und juffer Mechtelt Moij eheleuthen habender, dem gerichte vorgewiesener, und von her Corneliss von Steenler, der beider rechten Doctorn, ambtman der Bannerherrlichkeit von Bahr und Lathumb passirter vollmacht, de dato 31ten december 1685 bekant, dass comparentis principalen Francois Kempinck und juffer Mechteldt Moij obgemelt, in einem stäten, festen und unwiederrufflichen erbkauff vor eine summa von kauffpfenningen, welche comparentis principalen zu danck vollthan und bezahlt wehren, ahn Sr. wollgebohren her Johan Everhardt von Heiden, undt der auch wollgebohrnen frawen Annen Catharinen von Zweten eheleuthen, ihre drittentheil von einem bawhoff, mit darin= und zugehörige baw= und weidelandereijen in dem kirsspel Keeken in der Duffelt gelegen, wavon den erbgen Stegens von Embrich und Cöllen ein drittentheil, und das restirende drittentheil käufferen selbst zustendig, vor freij allodial erb, mit keine aussgäng, zinssen, oder einigerleij lasten, wass nahmens die auch sein mögen, beschweret, aussgenohmen des landes herren schatzung, und gewöhnliche erbengelder, alss dieselben aussgeschlagen werden, welche allein und keine andere zu last des her und fraw käuffern vorbemelt sollen stehen bleiben, und im fall nun oder zu einigen zeiten befunden werden solte, dass das vor erwehnte verkauffte drittentheil des vorbemelten hofes einiger massen beschweret wehre, oder jemandt selbiges zu recht besprechen, und käufferen, desswegen einiger schade anerwachsen solte, dieselbe dessfalss allerdings sollen indemnisiren, stellende davor, wie im gleichen vor alle eviction zu waer= und waerschafft ihre personen, gereid= und ungereide, habende und kunfftige güther, umb sich darahn kost= und schadloss zu können und mögen erhohlen, und hat diesem nach besagter wollmachtiger ahn händen des her richters vorbemelt besagtes drittentheil des bawhofes zu erblichen behueff Sr. wollgeb: her Everhardt von Heiden, und der auch wollgebohrenen frawen Anna Catharina von Zweten eheleuthen aufgetragen, und daruff mit handt, halm und gichtigem mundt verziehen, welchem nach der her richter uff erkentnuss der scheffen des comparenten principalen von besagtes drittentheil enterbet, und bemelten her käufferen damit, edoch vorbehaltlich jedermänniglichen seines guthen vorrechtens, beerbet hat.

30) 31.12.1685, Copia mandati, wavon in obstehender aufftragt meldung geschehen,

Ick Cornelis van Steenler, der beiden rechten doctor, ambtman der Banner herrlickheit van Bahr ende Lathumb, doen cond, ende certificeere mits desen, dat vor mij ende gerichtsluijden hier nae benoemt, erschenen sijn Francois Kempinck, ende Juffer Mechtlelt Moij, echteluijden, ende hebben geconstitueert, ende vollmachtig gemaeckt, gelijck sij doen mits desen, Rutt Meurs, wonende tot Keeken, om der comparanten naem, ten behoeve van de well ed: gebohren heer Johan Everhardt van der Heiden, ende Frawe Anna Johanna van Zweten egteluiden opdracht te doin, van der comparanten derdendeel van den hoff te Keeken, volgens soedane voorschrifft, alss gemelte comparanten aen hem hebben overgesonden, ende sij in judicio sall overleveren, op het voornoemde derdendeel ten behoove voorss: behoorlicke vertignisse, ende alles verder te doen, wat de comparanten selffs prasent sijnde, sonden connen off mögen doin, beloovende alles van waarden te sullen houden, wat bij jaeren geconstitueerden in desen sall worden gedaen, ende denselben in alles cost ende schadeloos te houden, onder verbant, als na rechten, met renunciatio van alle exceptien, ende beneficien, den inhout deeses eenigsinss contrarierende, sonder argelist, hier sijn aen en over geweest alss gerichtluiden Dr Goswin van Steenler, ende Jacob Dreux. Dies t'oirconde is gemelten Bannerherrlickheits zegel op 't spatium deses gedruckt den 31ten december 1685. L:S: J: Dreux landtsr.

31) 1.5.1686,

Ao 1686 den 1ten maij coram judice Joe von der Marck, scabinis Jacob Moers und Joriss Schriever in forma judicij personlich comparirt und erschienen Willem Rehmers, Gerhardt von Hoecklom, Henrich Eggen, Arnt Daems, und Arnt Segers, fur ihnen und der sambtlichen nachbahrschafft zu Barkeeken, und haben bekant fur ihnen, und der sämbtlichen nachbahrschafft zu Barkeeken, von dem hochwollgeb: her Dietherich von Hövelich zu Bimmen, eine summ von dreijhondert gulden hollansch auff den 25 martij lauffenden 1686ten jahrs auffgenohmen, und selbige zu ablösung eines capitalis von 800 reichsthlr so die eingesessene der herrlichkeit Halt Ao 1679. Zu Nimmegen aufnehmen mussen, wiedrumb verwendet zu haben, angelobende alsolche 300 gulden hollansch, à dato obgemelten 25ten martij 1686 über ein jahr irst ahn, undt so ferner jahrlichs biss zu ablöse; welche beiderseiths freijstehen solle einer dem anderen ein viertel jahrs zu voren zu mögen auf= und ankunden; mit 15 dergleichen gulden in termino, oder zum langsten 14 tagen hernacher richtig, zum fall sie aber darahn mangelhafft verbleiben, und die zahlung der interessen in besagtem termino nicht verschaffen wurden, loco poena sechs vom hundert , und also mehrerwehntes capital der 300 gulden uff diesem fall mit 18 gulden jahrlichs zu verpensioniren, auch gemeltes capital in hartem hollandischem gelde zu restituiren, und haben demnagst fur ihnen, und nahmens der gesambter nachbahrschafft ihr Barrkekensche weidegemeinde dafur, und fur allen darab ins kufftig hinterstendig bleibenden interessen verhijpothesiret, umb in unverhofften misszahlungsfall sich wegen capital, interesse, kösten und schaden bester massen per viam paratissima executionis zu mögen erhohlen, und darauss bezahlt zu machen.

32) 11.3.1687,

Ao 1687 den 11ten martij coram domino judice Joanne von der Marck et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in forma judicij persönlich comparirt und erschienen Johan Tijlen, und hat bekant, dass nachdem vor einige jahren von der fraw von Löenen und deren sohn her von Tengnagel durch deren vollmachtigeren Jeliss Vierkens tausendt thlr auffgenohmen, und in den Spijckschen alhir zu Keeken gelegenen hoff befestiget, und dan Wilhelm Frederichs burgen und kauffman zu Cleve solchen hoff käufflich an sich gebracht, und die abstattung der tausendt thaler, wavon Pastoreij zu Keeken anderthalb hundert thaler, der Custereij daselbst 350 thlr, und dan einem zeitlichen vicario der Ringelbergschen vicareij 500 thlr capital und jährliche pensiones darab competiren, in defalcation der kauffpfenningen an= und über sich genohmen, und dan zuforderst zum behueff der Keekenschen Pastorath die anderthalb hundert thlr erlegt, welche comparant Johan Tijlen mit vorwissen und bewilligung der sämbtlichen scheffen und vorsteher der gemeind hirselbst baar empfangen, und zu seinen behueff verwendet, allemassen er comparant auff die exception non numerata pecuria ausstrucklich renunciirendt, uns solch capital der anderthalb thlr mit 7 thlr biss zu ablöse; welche beiderseiths ein viertel jahrs vor dem verscheins tag uffzukündigen; jährlich ahn der Pastorat oder zeitlichen Pastoren zu Keeken auff martini kunfftigen 1687ten jahrs; weilen ihn comparenti eines halben jahrs pension beij passirung dieses actus in händen gegeben seind; und so fort alle jahr in besagtem termino martini zu verpensioniren angelobet, und hat zu versicherung so wohl capitals alss jährlichen interesse, kösten und schaden, seine alhir zu Keeken am kirchoff gelegene hoffstatt zum specialen unterpfandt, und sonsten alle seine gereide und ungereide, itzige und zukunfftige güter dafur gerichtlich und fästiglich verbunden, umb auff den unverhofften missbezahlungsfall die Pastorat oder dem zeitlichen Pastoren darauss zu befriedigen.

33) 11.3.1687,

Ao 1687 den 11ten martij coram Dno Judice Joanne der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in forma judicij persönlich comparirt und erschienen Bernt von Hoecklom, und hat bekant, dass nachdem vor einige jahren von der fraw von Löenen und deren sohn her von Tengnagel durch deren vollmachtigern Jeliss Vierkens tausendt thaler auffgenohmen, und in den Spijckschen alhir zu Keeken gelegenen hoff befestiget, und dan Wilhelm Frederichs burger und kauffman zu Cleve solchen hoff käufflich ahn sich gebracht, und die abstattung der tausendt thlr, wavon Pastoreij zu Keeken 150 thlr, der Custereij daselbst 350 thlr, und dan einem zeitlichen vicario de Ringelbergschen vicareij 500 thlr capital und die jährliche pensiones darab competiren, in defalcation der kauffpfenningen an= und über sich genohmen, und dan heut dato zum behueff der Keekenschen Custereij zweij hundert thaler erlegt, welche comparent Bernt von Hoecklom mit vorwissen und bewilligung der sämbtlichen scheffen und vorsteher der gemeindt hirselbst baar empfangen, und zu seinem behueff verwendet, allermassen er comparent auff die exception non numerata pecunia ausstrucklich renunciirendt, und solch capital der zweij hundert thaler, mit zehen thlr biss zur ablöse; welche bederseiths ein viertel jahrs vor dem verscheins tag uffzukundigen freij gelassen; jahrlich ahn die custereij oder zeitlichen custeren zu Keeken auff martini kunfftigen 1687ten jahrs; weilen ihme comparenti eines halben jahrs pension beij passirung dieses actus in händen gegeben seind; und so fort alle jahr in besagtem termino martini zu verpensioniren angelobet, und hat zu versicherung so wohl capitalis, alss jährlichen interesse, kösten und schaden den ihme durch seiner elteren todt beij theilung deren nachlassenschafft zugefallenen kamp bawlandes in Keeken gelegen, der Vuhstuhl genant, zum specialen unterpfandt, auch sonsten alle seine gereide und ungereide, itzige und zukunfftige güther dafur gerichtlich und festiglich verbunden, umb auffen unverhofften missbezahlungs fall die Custereij oder zeitlichen Custern zu Keeken darauss zu befriedigen.

34) 12.3.1687,

Ao 1687 den 12ten martij coram Dno Judice Joanne von der Marck et scabinis Jacob Moers und Jeliss Vierkens in forma judicij persohnlich comparirt und erschienen Derck Schut, und hat bekant über und benebenst denen in ao 1683 den 1ten Junij, vermög damahls darab aussgegebenen obligation, von Wilhelmen Frericks auffgenohmenen 100 thlr capital, uff heut dato von demselben noch ein hundert thaler auffgenohmen, dieselbe zu seinen händen woll empfangen, und zu seinen nutzen wiederumb verwendet zu haben, und hat angelobt, itzbesagte 100 thlr capital à dato dieses über ein jahr irst ahn, und so ferner jahrlichs biss zu ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vor dem verscheins tag auff= und ankunden sollen; mit funff dergleichen thaler praecise in termino zu verpensioniren; Sein eigenthumbliches dritten theil an einer alhir zu Keeken nuwedt der kirchen daselbst gelegene kaetstatt, so wie er alsolches drittentheil von seinen elteren angeerbet, zum specialen, und ferner alle seine gereid= und ungereide, itzige undt zukunfftige haab und güter zum generalen unterpfandt darstellend, umb in unverhofften misszahlungsfall sich darahn, bevorab da er in bezahlung der pensionen auffen der verfalsstag; vierzehn tagen vor oder nach edoch ohnbefangen; saumhafft verbleiben wurde, durch parater distraction obgedachten dritten theils der kaatstatt und seiner anderen haab und güther ohne vorgehende immission, et quocung alio judicij strepitu, nicht anders alss wan dieselbe durch urtheil eingewonnen wehren, zu erhohlen, und darausser wegen capital, interesse, und unkösten bezahlt zu machen, mit renunciation uff der exception non numerata pecunia.

35) 19.3.1687,

Ao 1687 den 19ten martij coram Dno Judice Joe von der Marck et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in forma judicij persohnlich comparirt und erschienen Rijck Grob, und hat also erscheinend ahn händen wollgemelten her richters zu erblichen behueff seines Schwagers Goerten von Hoecklom, vor einer ihme zu danck bezahlten summ geldes, dreij vierten theile an einem im kirsspel Keeken gelegenen camp landes, der Straetacker genant, so wie seiner haussfrawen Hernssken von Hoecklom besagte dreij viertentheile von ihren elteren sehl: angeerbet, und beijgehaltener scheid= und theilung mit seinen Schwäger und Schwestern angetheilet ist, cedirt undt auffgetragen, und daruff mit handt, halm und gichtigem mundt verziehen, und gab solchen nach der her richter uff anweisen der scheffen, gemelten Gört von Hoecklom besagten camp landes, gestalt denselben erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehaltlich jedermänniglich seines darahn habenden guten vorrechtens.

36) 16.10.1687,

Ao 1687 den 16ten octobris coram Dno Judice Joanne von der Marck et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens erschienen her Alexander von Ringenberg, und hat vor sich und seinen erben bekant von der wolledl fraw Catharina von Osterwick wittiben her Doctoris Niess sehl: zu abtilgung einiger auss seiner elteren nachlassenschafft herruhrender schulden, in einer unzertheilter summa auffgenohmen zu haben die summam von 900 rxthlr in Clevischem und sonsten gangbahren gelde, gestalt er dan auff die exception des nicht gezahlten geldes woll wissentlich renunciiret und angelobet gemelte summam der 900 rxthlr à dato wie oben bemelt jährlich und alle jahr, biss zur ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vor den zahlstag verkündigen, und von her debitore in dreij terminen, von seinen erben aber in zweij terminen solle geschehen mögen; mit funff per cent, zusahmen mit 45 rxthlr zu verpensioniren, zu unterpfandt fur capital und der darab fallender zinssen alle seine beweg= und unbewegliche gütern, itzige und zukunfftige, umb auff den unverhofften misszahlungs fall sich fur capital und interessen, und allen hinder und schaden, per viam paratissima executionis et distractionis absqz praecedente immissione, sich darahn zu mögen erhohlen, zum specialen unterpfandt aber stellend, seinen alhir in der herrlichkeit Halt zu Keeken gelegenen bawhoff, welchen anitzo Johan Arnts in pfachtung hat, dergestalt, dass fraw creditrix, deren erben oder hältere dieses die jährliche pensiones obgemelten capitalis jure constituti possessorij von den zeitlichen pfachtern gemelten verschriebenen bawhoff jedenen selben er her debitor fur sich und seinen erben hirmit an befehlet ahn ihme oder seinen erben keine jährliche pfachtgelder zu entrichten, ehe und bevor sie gemelten fraw creditrici, deren erben oder hälteren dieses wegen der jährlichs verfallenden pensionen befriediget; erheben sollen, zu wessen mehrere versicherung her debitor seine persohn allen höfen und gerichten submittiret, auch auff das privilegium de non arrestando, concordaten, privilegien und exceptionen, in specie dali mali, quod specialis hijpotheca deroget generali, vel generalis hijpotheca speciali, dass ein gemeiner verzig nicht gultig, es seije dass im specialis vorhergangen, und wie die ferner nahmen haben, und erdacht werden mögen, renunciiret.

37) 28.5.1688,

Ao 1688 den 28ten maij coram Dno Judice Joanne von der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in form des gerichts erschienen Mett Huissmans nachgelassene wittib Dietherich Seelen, geassistirt mit ihren stieffsohn Rutt Seelen, und hat also erscheinendt bekant, demnach ihre mutter Trijn Eggen sehl: ao 1674 den 17ten Julij beij ihrem absterben den armen zu Keeken vermacht, und comparentinnen eheman Derck Seelen sehl: dieselbe ahn den armen zu verpensioniren über sich genohmen hatten sie auch umb besagte 50 thlr wurklich zu erlagen, damahls und annoch mit bahren pfenningen nicht versehen gewesen oder wehre, alsolche 50 thaler den armen zu Keeken annoch auffrichtig schuldig zu sein, und hat derhalben angelobt mehrbesagte 50 thlr à dato obbenanten Trijn Eggen sehl: sterbtages ferner jahrlichs biss zu ablöse mit zweij und einen halben dergleichen thaler zum behueff der armen zu Keeken zu verpensioniren, und solche pensiones ahn den zeitlichen provisoren daselbst zu entrichten, zu unterpfandt dafur stellendt ihre an Halderweide einerseiths des her grafen von Bijlandt, anderseiths Jacob Moersen erb gelegen = und mit einem ende uff hochglt her gragen erb, mit dem anderen ende aber uff Halderweide anschiessende hoffstatt, umb in unverhofftem misszahlungs fall sich darahn weg capital und interee bester gestalt rechtens zu mögen erhohlen.

38) 29.9.1688,

Ao 1688 den 29ten septembris coram Dno Judice Joanne van der Marck, et scabinis Jacob Möers und Jeliss Vierkens in form des gerichts persönlich erschienen Geessken Francken, nachgelassene wittib Henrichen Arnts, und hat also erscheinendt an händen wollglt her richters zu erblichen behueff Henrichen Stoffels, ihre im kirsspel Keeken mit dem einen ende ahn die gemeine straess, mit dem anderen ende gleichfalss an die gemeine straess schiessendes, und mit einer seithen negst glr Geessken Francken hoffstatt, und mit der anderen seithen negst den Fuhstuhl gelegenes stuck bawlandes, ungefehr 1 morgen gross, wavon ungefehr 1 morgen negst comparentinnen landt zehendt freij, fur ein eigen allodial, auch schatz= und deichfreijes erb, so wie selbiges alda in seine vohr und palung erfindtlich, und von Johan undt Henrichen Arnts vorhin gebraucht werden, cedirt und aufgetragen, und daruff mit handt, halm und gichtigem mundt verziehen, und gab solchem nach wollglr her richter uff anweisen der scheffen gemeltem Henrichen Stoffels oberwehntes stuck landes, gestalt selbiges erblich zu haben, zu behalten, zu besitzen und zu gebrauchen, vorbehältlich jedermänniglich sein darahn habendes vorrecht.

39) 29.6.1689,

Ao 1689 den 29ten Junij coram dno Judice Joanne von der Marck, scabinis Jacob Moers und Evert Rijcken in form des gerichts persönlich comparirt und erschienen Henrich Francken eingesessener zu Warthausen, und hat bekant Maria van Munster wittiben Johanssen Schriever sehl: gewesenen rentmeisters der statt Cleve wegen von deroselben aufgenohmen = und zu seinen händen woll empfangener pfenningen aufrichtig schuldig zu sein eine summ von 325 thlr, jeden thlr zu 30 str Clevisch gerechnet, mit versprechen itz besagtes capital à dato 30ten maij 1689 irst ahn, und so ferner jahrlichs, biss zu dessen restitution und ablöse; welche einer dem anderen ein viertel jahrs vorhin auff= und ankünden solle; gegen 5 vom hundert, und also mit 16 thlr 7 stuber richtig zu verpensioniren, und damit glr wittibe sehr avers wegen dieses ihres capitalis woll verwehrt sein und bleiben mögte , hat der debitor Henrich Francken dafur ein sothanes im kirspel Keeken gelegenes stuck bawlandts, alss seiner haussfrawen Derrissken van Hoecklom in krafft mit ihren brüder und schwestern über ihrer elteren sehl: nachlassenschafft gehaltener scheidt= und theilung anerfallen, das Kraijen landt genant, gross ungefehr 1 morgen, zum specialen, undt ferner alle seine gereid= und ungereide haab und güther zum generalen unterpfandt dergestellet, umb in unverhaffter misszahlungs fall sich darahn wegen capital, interee, kösten und schaden bester gestalt rechtens zu erhohlen.

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