De schepenbank van Kekerdom en Leuth, deel II

In het Hauptstaatsarchiv te Düsseldorf bevindt zich onder Kleve Gerichte nr. 877 het Gerichtsprotokollbuch van Mehr, Niel, Kekerdom en Leuth over de periode 1737-1753. In de eerste helft van de akte zijn de protokollen van Mehr en Niel opgenomen (pag. 1 t/m 117), in de tweede helft die van Leuth en Kekerdom (pag. 1 t/m 80).

Hieronder de Schepenakten van Leuth en Kekerdom (meer dan 60 stuks), de nummering van de akten heb ik toegevoegd. Ik heb deze nummering voortgezet vanaf het eerste deel van de schepenakten van Leuth en Kekerdom (eveneens op deze site aanwezig). Met het bewerken van deze akten, zijn alle schepenakten (uit de protocollen) van Leuth en Kekerdom toegankelijk gemaakt. De hiaaten in de 18e eeuw (1701-1736 en 1754-1800), kunnen grotendeels gedicht worden m.b.v. het hypotheekboek van Mehr, Niel, Leuth en Kekerdom, dat zich eveneens in het archief te Düsseldorf (Kleve Gerichte, aktennr. 782) bevindt. Uittreksels van het hypotheekboek van Leuth zijn in mijn bezit; de inventaris vermeldt onterecht de periode 1781-1798, de reguliere inschrijvingen beginnen al ca. 1730, terwijl de oudste verwijzing al dateert uit 1689.

Guido van Benthem, 24 december 2002

No 2

Protocollum der gerichts= banck Loeth und Keckerdom

192) 13.3.1737, Obligatio pro hr. Lucassen Gex auf eheleuten Jacob Dennissen und Gerritje Konings de 13 martij 1737,

Wir Henrick Pavenstedt Königl Pruisischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt, so dann Johan Noij und Johan von den Pavert scheffen der gerichtsbank Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit und kragts dieses, wie dass heute an untergesetzten dato die ehelaute Jacobus Dennissens und Gerritjen Konings vor uns beijderseits in persohn erschinen und zu erkennen gegeben, dass Sr. Königl. Majes. in Preussen unsers allergdtn hern rechenmeister herr Lucas Gex ihren auf ihn bittliches ansuchen 200 rthld schrieven zweij hundert reichsthaler Clevisch, jeden zu sechstzig dergleiche stuber gerechnet, zu ihren sonderbahrn nutzen und in specie zu ankaufung eines stuck baulandes, bahr geliehen und vorgestreckt, zu auch solche bahr und in einer summa ausgezahlt empfangen und vorerwehnter massens wurklich anwenden wolten derowegen und ihnen glaubiger dieser thun wohl ausgezahlten 200 rthlr wegen mit verzicht der (einende) des nicht gezahlten oder nicht empfangen geldes hirmit und kraft dieses gerichtlich wolten quitiret und sich danenbst fur beijde und beijder fur neuen und also nun ieder fur den gantze summe, unter vergebung der rechts wolthat, das einer nicht mehr alss fur sein antheil noch zur völligen bezahlung zu halten, biss der andere ihm vorher aus geklaget, dahin verpflichtet haben ihen glaubiger oder sonsten gutwin briefes inhaber, so thane gelder jahrlich und alle jahr mit 5 procento landes ublicher intee und also mit zehen reichsthaler zu verzinsen bis zur ablöse, auch das capital nach dreij monathen vorher geschehenen loskundigung, welche beijden theilen freijstehet, in guten gangbahren gelde und einer unzertrennten summa in Cleve danckbahrlich wieder zu bezahlen. Damit aber mehr erwehnter hr glaubiger der bezahlung halber desto besser versichert seijn möge, so setzen sie demselben allen ihren gegenwärtige und kunftigen haab und guther ausstehender schulden und actiones, nichts davon ausgeschlossen, insonderheit ihre in Loeth kentlich gelegene und so umb man beg…. nachsehung der gerichtlich prothocollen de anno 1720 bisshirhin nachweisen können auch nach der vorgl eheleuten Dennissen eigenes aussage specialiter gerichtlich nicht verschrieben noch beschwerte so genandten weijde, die Dennissen Weng, welche zufolge von dem deichgrafen Erberfeldt vorgewiesener quitung 3 holl morgen und 78 ruthen gross, zu einen wahren gerichtlichen unterpfandt oiren clausula constituti possession, jedoch dass dieser special hijpothecq der generalen und diese zuvor im geringsten nicht schädlich nicht schädlich seijn sondern dem glaubiger zu allen zeiten auss diesem oder jenem stück sein bezahlung zu suchen und alss zu variiren freijstehen sollen umb sich auf den nicht halten, zahlungs halb wegen capitalis zinsen und unkosten, best möglichs darahn zu erhohlen und davon bezahlt zu machen auf wo es hr glaubiger verlanget, auf blossen vorzeigung dieser obligation von dem gerichte in den possession dieser verscheinbriven special hijpothecq mannsenden zu lassen danwieder sie oder die ihrigen keinesweges seijn noch auch mit einigen special anstandes briefen, reichs abschieden oder andern behalten und solche bandts sancriret promulirnt und erdacht, oder noch erdacht werden mögten, schutzen wollen, gestalten sie allen solchen verordnungen , welche darum schuldenen zum bestene daran glaubigern dahingegen zum schaden und nachteil gerechen kontnis, mit sie allein die zahlung und execution aufhaltenden rescriptis und decretis, imgleichen denen ausflüchten besen betrugs, listiger überredung verletzung, nicht recht verstandung sachen oder unwissenheit, man warn zu ausstellung der obligation verleitet und hintergangen oder durch zwangs mittel und daher mit standerner funfs darzu gebracht worden, die sachen seije in einem oder andreren punis anders abgehandelt als wieder geschrieben hirmit wohlerdachtlichen gleich alss wann sie alles hierinnen austrucklich benennet wurren wolten renunciiret und sich darselben austrucklich begeben haben; überdem hatt des schuldners ehefraw Gerritjen Könings sich auch ihrer in solchen fallen dem weiblich geschlachten zu gute verordneten gerechtigkeiten, in specie des benficii scti Vellej et auth siqua mulier, kräfts dessen eine ehefraw ihres mannes schulden, wann sie sich schon dazu verbunden hatt, zu bezahlen nicht gehalten ist, das privilege dotis et illatoruns, vermoge dessen eine ehefrau wegen ihres ehegeldes und einigebrachten in ihres ehemans guther auf gewissen weij so den vorzug hatt, und fur anderen zu befriedigen ist, imgleichen der wiedereinsetzung im vorigen standt, alles vorher wohl erinnert mittels eigenhandiger unterschrifft verziehen und begeben, und sollen weder sie noch ihnen ehemann von dieser schuldt nicht anders dann bahren bezahlung entbinden wie uns nun beijden schulden eheleuten Dennissen gebuhrendt ersuchet, ihren herrn glaubiger hiruber ein gerichtliche obligation nebst hijpothecq zu ertheilen, als haben wir solchem suchen deferiret, und vorbeschriebene obligation uber 200 rthlr capital, nachdem solchen vorher denen schuldner nochmals vorgehalten und der darauf folgender effect bekandt gemacht worden, in beglaubter eeren ausgefertiget und die darin enthalt ene hijpothecq hierdurch confirmiret, wollen auch mehr erwehnten hr glaubiger oder sonst getreuen zuhaber dieser obligation dabeij jedes mahl, so viel an uns ist, schutzen und handhaben jedoch uns und männiglichen an seinem rechten ohne schad und desuper stipulando; Uhrkundlich unter unserem gerichts- und scheffen zu siegelen nun auch der schuldner und des secretarii unterschrift, also geshehen Cranenburg d 13 martij 1734, in Fidem P. Felderhoff secret

193) 18.2.1737, Burk Cranenburg d 18 t febr 1737,

Gerichtl presentations memoriale und bitten juncto instrumento feudalorum dem Biesterfeldt das Pedellen Focsco, nahmens seines vettern dhr rentmeistern von Schevichaven zu Arnheimb diesern petito wirdt hirmit deferiret, und hatte der secretarius Felderhoff den inseriniation zu veranstalten und darab zu referiren Sigl. Cranenburg ut supra, H. Pavenstedt.

Wij Frans Wilhelm Grave tot den Berg, Hohenzollern Sigmaringen Markgrave tot Bergen op Zoom, grave tot Walhain, Boxmeer en Champlite, Vrij Heer tot den Bijlant, Wisch en Penietz Heere tot Dixmudin, Haeps, Sambeek, Millingen, Gendringen en Etten, Erff Banneer der Furstendombs Gelre en Graefschaps Zutphen.

Doen kond en tuijgen met desen openen brief dat voor den weled onsen heer liever getrouwen Petrus Christian van Marle, landdrosten en stathouder van leen en ourer Graefschap Berg, drossard onser hoogheijt Wisch, oircond leenmannen Abrah: de Both en Rudolffs Arndszen erschenen is Johan Floris van Aldenborg procurator als volmr. van den welgeb: Wijnand de Bourghelle Lieutenant Collonel en Capitain ten dienste der vereenigde Nederlanden uijt kragt van volmagt voor J:W: Heldewier en L. Vrijthoef leenmannen van den weledel leen hove van Valckenberg onder der constituente en leenmannen subscriptde en ritscappen tot Maestricht den 8 deeses maents Junij gepasseert in judicio alhier geleesen, geregistreert, en voor bundig erkent, en heeft in die qualiteit aen handen van ouren statthouder aen statt onsers gecedeert en overgegeeven het leengoet Bijstervelt alingh in een gerregt, uijtgesondert 's mergen daerbij buijten liggende in de Duiffelt in onse heerlickheijt Millingen kennelijk gelegen aen onse z graflijk en huijse van den Bergsen Zütphenschen regten leenroerigh, met onderdanig versoek dat daermede wederom mogte worden beleent Robertus Lorends Fransschen Prediger tot Mürchenberg van de hooglofslijke Kooninklijke Regeerings Raat tot Cleve in dato den 29 maij 1736, aengestelden en van onsen ambtman tot Millingen in dato den 25 junij geconfirmeerden curator van sijnen absenten broeder Georg Lorend, die het voorgemelte leengoet ingevolge ons genadige leen consent de dato den 3 sept 1735 pro summa polusa aen sig gekogt heeft welk onderdanig versoeck onsen stathouder aen stat ourers accordeerende heeft voornoemde prediger Roebert Lorend qqamet voorn: leengoet Bijstervelt ten regten voorsz. beleent in d ler voegen, als dh: Bourghellen d 23 octob 1733 daermede 's laetst is beleent geweest, en heeft hulde en eedt van trouwe gedaen naer leen regten, pro prurio, heeft voorgem: Prediger Robert Lorend qqu dit voor aengetoogene leen weederom in handen van onsen stathouder aen stat onsers gecedeert en opgedragen, en daerbij onderdanig versogt, dat met het selve wederom mogte worden beleent Gijsberthus Schevichaven als hebbende dit leen Bijstervelt met onsen genadigen leen consent op heeden gegeven voor een wel betaelde somme van penningen aen sig gekogt, tot welck versoek onsen stathouder aen stat ourers mede inolverende heeft voorgemelten Gijsbertus van Schevickhaven met dit vooraengetoogene leen ten regten voorgeschreeven bebrieft en beleent, die daervan hulde en eedt van trouwe gedaen heeft naer leen regtens, ons ende ijder sijn goet recht daeraen onvermindert en voorbehouden in warheijt oirconde hebben wij onsen hooggrafflijk en Bergsen leen segel aen deesen openen brief doen hangen en door onsen leenschrijver onderteekenen laeten, soo geschiet in onse stadt s'Heerenberg in den jaere onses Heeren een Duijsent sevenhondert en ses en dertig d 25 t Junij; Abrah: de Both leensr.

194) 20.4.1737, Magenscheid Dercken von Beckhuisen de 20 t april 1737,

Wir Henrick Pavenstedt Köningl Preussischer Richter der Stadt und ämbter Cranenb: und in der Duiffelt, so dann Wilh: Voss und Daem von Oij scheffen der gerichtsbank Loet und Keckerdom zeugen und bekennen hirmit, dass heute dato vor uns persöhnlich kommen und erschienen Derck von Beckhuisen und Hendrina Staijen wittib Henricken Ewens, zu kennen gebende, dass sie gesinnet waren zur zweiten ehe zu schreiten, weilen aber er Derck Beckhuisen mit seiner ersten frauen dreij kinder benentlich Johanna, Sophia und Helena von Beckhuisen, und den braut wittibe Henrichen Ewens mit ihren abgelebten ehemann gleichfals dreij kinder als Hendrina, Johannes und Hendrik Ewens prooreiret, sie auch beijderseits kundigermassen, wenig vermogen hatten, und daher drien kinderen ihres vatterlichen respee und mutterlichs versterbs halber nicht beweisen könten, so wäre zwischen ihnen und vorgemeltr kinder anerenhanden vormundern Thijs Vermegen, Henrick von Haeren und Willem von Haeren es dahin verabredet und beschlossen worden dass

  1. Brautigam und Braut vorgemelte kinder erlich und standes gemass auferziehen sollen, so dann sollen
  2. Zwischen obgl. sechs kindern und denen in zweiter ehe zu prooreirenden kindern das uniprolicum statt haben, und sullen geacht wann sie aller auss einer ehe gezeuget gehalten und gerechnet werden, desuge stipulando.

In Uhrkund der wahrheit haben wir dieses magenscheidt mit unsern Richterlichen und scheffen siegelen corroboriret auch durch den secretarius prothocollo inscririiren, und unterschreiben lassen, alss geschehen Cranenburg d 20 t april 1737; In Fidem P. Felderhoff secret.

195) 4.5.1737, Adjudications schein pro Henrick von Kolck von dem von Henr: von Benthum angekauften antheil von dem hause und Röling de 4 t maij 1737,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Johann Noij und Johan von den Pavert scheffen der gerichtsbank Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses, wie dass heute dato vor uns persönlich kommen, und erschienen seijn Henrich von Benthum und an unseren handen en behuef Henrichen von Kolck cedirt, transportiret und übertragen, sein antheil an dem zu Loeth zwischen der Loetsch kustereij und auch Cranenburgsch Capituls und Scholastereij land kentlich gelegenen baulanden den Rölung genandt, so ein selbiges alde in fohr und pahlung gelegen, so dann auch sein ebenmäsigen antheil von dem zu Loeth gelegenen von Benthumschen hausen, wo die schwartse Rabe ausshängt, brauhausen, kohlgarten und ubrigen ap= et dependentien umb damit nach belieben zu mögen schalten und walten; dess endes dann ich Richter anfangs gemelt vorgndten Henrichen von Benthum von vorgemelten antheil an dem baulande und hausse sampt brauhause, kohl- und baumgarten, alles in Loeth kentlich gelegen hirmit gantzlich ent-hergegen dem ankaufer Henrichen von Kolck so dann dasselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet haben, jedoch vorbehaltlich sr. konigl majes. und jeder manniglich dafur habenden guten vorrechtes desuper stipulando; In uhrkundt der wahrheit haben wir diesen gerichtlichen adjudications schein mit unsern gerichtlichen respee richterlichen und scheffenthums zusiegelen corrobiret, auch von dem secretario prothocollo inseririiren und unterschreiben lassen lassen, also geschehen Cranenburg d 4 t maij 1737; Zu Fidem Felderhoff secret.

196) 12.6.1737, Obligatio pro Johan Noij auf Rudolf Arndts de 12 t junij 1737,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preusischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt, so dann Johann van den Pavert qui refert an Sandern Croes, scheffen der gerichtsbank Loeth und Keckerdom, zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses, sie das heute dato vor uns persönlich kommen und erschienen seijn Rudolf Arndts und bekandt von Johann Noij in einer unzertheilten summa creditiret aufgenommen, und bahr empfangen zu haben 500 schreiben funfhundert Clevische dahler inden zu dreissig dergleichen stüber gerechnet, gelobendt und versprechendt dieses capital jahrlich und alle jahr mit vier pro cento und also mit zwanzig dergleichen dahler bis zur ablöse; welcher loskündigung beijden theilen ¼ jahr vom verfalltag zu thun freijstehn sollen; pru oiro auf den verfalltag anhanden des creditoris zu verzichten; zur sicherheit des glaubigers verbindet gl debitor nicht alleine sein gereide und ohngereide güther, sondern auch in specie sein halbscheidt von dem zu Loeth gelegenen so genandten Arndtzen guth, als unsinlich von der Weng, den Acht hund und beijden Kampgens sampt haus etz: umb sich darahn in unverhoften miszahlungsfall pro capitali, intee und etwas aufgesunden kosten zu können und mögen erhohlen derowegen renunciiret mehrgl debitor auf allen so geist- als weltliche exceptiones in specie von nummeratas aut in rem versa pecunia, rei aliter gesta quam senptu, moratorii, eeriarum als sonsten, desuper stipulando. In uhrkundt der wahrheit haben wir diesen obligation mit unsen gerichtlichen respee richterlichen und scheffenthumbs zusiegelen corroboriret, so dem durch den secretarium prothocollo inseririiren und unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg d 12 t junij 1737; In fidem Felderhoff secret.

197) 6.11.1737, Adjudications schein pro eheleuten Henr: von Kolck von ein drittentheil von dem hausen zu Loeth und Rolung so er von seinem mutter die wittiben Walrave von Benthum gekauftet de 6 nov 1737,

Wir Henr: Pavenstedt Köningl Preusischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt so dann Sander Croes und Joh: von der Pavert scheffen der gerichts-banck Loeth und Keckerdom zeugen, und bekennen hiermit und kraft dieses, dass heute dato vor uns persöhnlich kommen und erschienen seijn Catharina Roulen witt: Walraven von Benthum mit ihrem hier zu erkohrenen assistenten Henrichen Tonnisen auss Millingen und an unseren handen zu behuef ihres sohnes Henrichen von Kolck fur ein ihroselben wohlbezahlten summa von 300 schreiben dreijhundert clevische dahler cedirt, transportiret und übertragen ihr gerechtes und dritten theil von dem zu Loeth kentlich gelegenen hause den Schwartze Rabe genandt sampt brauhaus, kohl und baumgarten einerseits nebts kirchen und kustereij land anderseits Gerrit Jantsen erbe gelegen, so dann gleichfals ihren 1/3 theil von einem stuck bauland der Rölung genandt, welches zur einen seithen nebst des Cranenburgsch Capituli und Scholasterij und zur anderen endthen nebst der Loetschen kustereij land gelegen, um damit nach belieben zu mögen schalten und walten, dergestalt, dass sie comparentinne nicht das geringste recht mehr darahn habe noch behalten, des endes dann ich richter anfangs gemelt vorgemelten Catharina Roulen wittib Walraven von Benthum von denselben 1/3 theil in vorgltn hause, brauhauss, kohl und baumgarten wie auch stuck bauland der Rölung, hiermit gantzlich enthergegen den ankäufer Henrichen von Kolck so dann desselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet habe, jedoch vorbehaltlich Sr. Königln maje und jedermännichlichen darahn habenden guten vorrechtes, desuper stipulando; Dessen zur wahrheits uhrkundt wir dieser gerichtlichen adjudications schein mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegeln corroboriret auch von dem secretario prothocollo inseririirn und unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg d 6 t nov 1737; In Fidem P. Felderhoff secret.

198) 16.5.1738, Obligatio pro St. Sebastiani, St. Georgii et Coppers vicarien zu Calcar als hr archivaris von der Portzen de 16 t maij 1738,

Wir Henr: Pavenstedt Konigl sr. Konigl: maje in Preussen Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, und auch Johan Noij und Joh: von der Pavert scheffen der gerichtsbank Loeth und Keckerdom thun kund und tuijgen hiermit zu wissen……..vor uns persohnlich kommen und erschienen seijn Joh: Andreas Stenouw Clev: und Märkischer hofgerichts procurator und hat als vollmachtiger des hochedelgeb konigl preusischer hofrahts auch Clev= und Markischen archivarii herrn Arnoldi von der Portzen kraft producirter, wie uns fur gultig acceptirter vollmacht de dato Cleve d 16t dieses agnosciret und bekandt dass sein hr: ppal von dem zeitlichen herrn vicario Rabano Raeb wegen St. Sebastiani vicarie vier hundert sechstzehen reichsthaler viertzig stuber und dann noch von glr vicario Raeb wegen St. Georgii vicarie sechstzehen rthld 40 stbr, wie auch von hr: Pastoren zu Hansselaer vicario Iserman wegen Coppers vicarie einhundert sechs und sechtzig rthl 40 stbr, zusammen sechs hundert reichsthaler Clevisch, jeden zu sechtzig stuber gerechnet, aufgenommen, bahr empfangen und zu sein besten nutzen verwendet haben, nahmens seiners hr ppalen mandartis gelobend und versprechend obglr capital ad sechs hundert reichstaler jahrlich und alle jahr bis zur ablose, welche jeden theil ¼ jahr vor dem verfalltag zu thun freijstehen sollen, mit vier und halb procent langstens vor ablauf eines halben jahres nach dem verfalltag zu verpensioniren fals aber langer als ein halb jahr nach den verfalltag mit bezahlung der interessen angestanden wurden, als dann das capital gegen fünf procent verzinset werden sollen; und hatt comjarens qqa zur wahrem sicherheit der glaubigeren obge: vicarien und ihren successoren nebst generalen verbund seines obgl: herrn principalen mandantis haab und guther zur specialen hijpothecq und gerichtlichen unterpfandt verbunden sr hochedelgeb im kirspel Loethe, ambts inder Duiffelt gelegenen weijde Essenkamp genand; welchen laut gerichts-protocolle mit keinen gerichtlichen schulden behaftet ist; umb in unverhoften miszahlungsfall sich darahn pro capitali, intee et expenris kost und schadlos zu erhohlen, und warn mit dem anfang, das obgl weijde kunftig jahr wiederum verpachtet, so dann dem pachtern zu gleich aufgegeben und eingebunden wurden solle, den zinsen jederzeit an obgemelten creditoren selbsten zu bezahlen; desuper stipulando; In wahrheits uhrkundt haben wir richter und scheffen dieses mit unsern respee richterlich und scheffenthumbs siegeln aufs spatium dieses bedrucken, und durch unsern gerichtsschreibern unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg d 16 maij 1738; In Fidem Felderhoff secret.

199) 16.5.1738, vollmacht zu vorstehenden obligation de 16 t maij 1738; praest Cranenburg d 16 maij 1738,

Kraft dieses constituirn dh hofgerichts procuratoren Stenovio burgern konigl gericht zu Cranenburg und in der Duiffelt zur gerichtlichen befestigung einer obligation zu sechs hundert reichsthaler und zwarn zum behuef der Sebastian vicarie zu Calcar vier hundert sechszehn rthl 40 stbr fur den die Georgii vicarie sechzehen rthld 40 stb und dann wegen Coppers vicarie ein hundert sechs und sechtzig rthld 40 stuber, auf einen in kirspel Loeth ambts Duiffelt gelegen weijde, Essenkamp genandt in meinen nahmen das notigen zu beobachten und alles was desfals erfordert wurde dabeij zu verrichten sub clausule rati et indemnitatis Cleve d 16t maij 1738. A vd Portzen.

Hochedelgebohren, hochgeehrter herr richter, Erw: hochedelgeb gerichern aus der sub no 1 anliegender in originale relicta copia producirender unterm 10 jan a.c. mit Gerrit Mors zu Loeth gehaltener liquidation zu ersehen dass derselben an anwaldts frauen principalinner und ihren kinderen biss 1737 incl noch liquido debet blieben 3576 d 14¾ st Clev: und dafur demahls so wohl als untern 3: febr seine persohn, haab und guter gegen (rustige) und zukünftige, insbesondere sein zu Keken gelegen kaetstette verbunden auch den hr richtern zu Cranenburg und in der Duiffelt auch hochgrafl. herrl Halt, Bijland, Kecken requiriret, umb dieses in behuef anwalds frauen ppalinen mevrouwen von Motzfeldt dem gerichtl prothoc: inseriren zu lassen, wie dann anwald vollmachtiger werden dieses zu befordern laut unter glt anlagen bescheidlicher vollmacht de 12t martij a.c., fermer ergiebet die gleichfals in originali hirbeij sub No 2 relicta copia, producirende anlage dass untern obgl 3t febr Jorrien Lucassen und Hend: von Haaren wegen obg: pacht debits sich in abschlag derselbig fur 400 dahler Clevisch, so dann fur die auf maij dieses jahres angesehende pacht von dem Elsener hofs zu Loeth ad 560 dahler Clevisch jahrlich verburget, und zwarn Jorrien Lucassen nebst generalen , sein zu Keken gelegenes hauss und kohlgarten zu specialen unterpfandt, und Hendrick van Haeren nebst gleichfals generalen verband in specie seiner funfte part in dem hausen und Rossmühlen zu Loeth kentlich gelegen so von Wessel von Benthum jetzo bewohnet wirdt, auch die beste und bestandigsten weijse rechtens verbunden und sich verburget haben, umb in unser so glten miszahlungs fall sich darahn so wohl wegen obgemelten 400 d clev, und der unteren pacht vom Elseners hof ad 560 d jahrlich zu können und mögen erhohlen und zwarn in solidum cum renunciatione quorum vir furit exceptionen et beneficirum, mit gleichmassigen ersuchen umb diese verburgung und verbund den gerichtlichen prothocollis behueft anwaldes ppalinnen dern hochwohlgeb mevrouw von Motzfeldt einverleiben zu lassen, zu dem ende laut anl no 3 anwaldten dieses in ihren nahmen zu beförderen bevollmachtiget haben; Erw hochedelgeb bittet solchem nach aussen b…anwaldt dienstlich diese beijde respee liquidations, verband und verburgungs documente durch den gerichtschreibern denen judicialen protocollo einverleiben und wen solches geschehen in dorso memorialis sich dociren zu lassen; daruber pras Cranenburg d 16 maij 1738 dem petitio derer beijden respee verwittibten frauen von Motzfeld wirdt hirmit deferiret, und hatte der secretarius G Tit: Felderhoff die anlagen sub nris 1, 2 et 3; worab onginalia, relictis copiis produciret ad serium judiciale zu bringen und de facta jureniniatione attestiren sig ut supra. H. Pavenstedt

Anlage No 1: Auf heute dato sub ich nahmens der beijden wittibe weijland h: reg und justitz auch hof gerichts rathen von Motzfeldt mit Gerh: Mors zu Loeth als bisherigen pachteren von Elseners hof zu Loeth und Arewinckel und Steppenweijden von Seeland, in beijseijn des procurat: Stenove abgemachent, wobeij gl: Gerh: Mors schuldig bleibet von Elsenerhof biss 1737 inclusive----1053 dhl 21¾ stv, und von denen weijden von Seeland gleichfals biss 1737 incl---2522 dhl 23 stv, Summa dahler 3576 dhl 14¾ stv. Schreiben dreij tausend funf hundert siebentzig sechs dahler 14¾ stuber, welche gtr pachtiger Gerh: Mors bald möglich abzu sicheren auch diese abrechnung dem gerichtl prothocol inseririiren zu lassen hirmit verspricht unter verband seiner persohn, haab und guthern, also geschehen Cleve d 10t jan 1738. J.N. v Pabst, Gerhard Mors, die prasente J.H. Stenovio. Wegen obg: liquiden pacht schuldigkeit verbund (seinem) persohn haab und guther gegenwärtig und zu kunftiger, ins besonder einen zu Keken gelegene kaetstette und requiriren die hr richtern zu Cranenburg und Duiffelt, so dann der gerichtl herrlichkeit Halt, Bijland, Kecken, umb dieses in behuef der mevrouwen von Motzfeldt den gerichtlichen prothocollis inseriren zu lassen, Cleve d 3 febr 1738. Gerhard Mors, die prasenten J.H. Stenove, ad hoc special requis: acten. Ich Gerrit Mors requirire und bevollmächtigen hirmit den hofgerichts procurat Stenovius umb obstehendes abrechnungs documentum und verband von deme guther beij denen herrn richtern zu Cranenburg und in der Duiffelt und der grafl herrlichkeit Halt, Bijland, Kecken zu prasentiren und denen gerichts protocollis inseriren zu lassen. Cleve d 12t martij 1738. Gerrit Moers.

No 2: Demnach Gerrit Möers zu Loeth laut der unterm 10t jan dieses jahrs mit sr hochwohlgeb dem so justitz und hofsgerichts raht von Pabst nahmens der beijden frauen wittiben Weijland h geh reg und justitz auch hofgerichts räthin von Motzfeldt wegen des Elsenershof zu Loeth und Aerenwinckel und Steppen weij=landereijen pachter abgerechnet, wobeij glr Gerrit Moers biss martini 1737 inclusive schuldig blieben dreijn tausendt funf hundert sechs und siebentzig dahler 14¾ stbr und der Gerrit Moers mit seiner ehefrauw Annen Catharinen Lucassen uns unterschriebene Jorrien Lucassen und Hendrick von Haeren ersuchet hatt, dass wir in abschlag obbemelter restirenden pacht uns vor vierhundert dahler Clevisch, so davon vor die laufende auf maij dieses jahres angehengde pacht von dem Elsener hof zu Loeth ad funfhundert sechstzig dahler Clevisch jahrlich sich betragende verburgen und unsern guter verbinden mogten, so thun ich Jorrien Lucassen nebst generalen verbund einen zu Kecken kentlich gelegenen haus und kohlgarten zum specialen unterpfandt, und ich Henrich von Haeren nebst gleichmassigeren generalen verbandt in specie einen fünften part in dem hausse und Rosmühlen zu Loeth kentlich gelegen so von Wessel von Benthum jetzo bewohnet wirdt, auf die besten und bestendigsten weijse rechtens hirmit und krafst dieses verbinden und verburgeren in unverhoften miszahlungsfall das Gerhard Möers sich darahn wegen obgl vier hundert dahler Clevisch und der einigen pacht vom Elseners hof zu Loeth ad funf hundert sechstzig dahler jahrlichs zu können und mögen erhohlen und zwarn in solidum oder eine fur all und all fur ein mit begebung aller wohlthaten und ausflüchten der rechten, ins besonder denen exceptionen der ordnung und discussion und sollen von obgl 400 dahler auf maij 1734 die halbscheidt ad 200 dahler und auf maij 1740 die anderen halbscheidt ad zweijhundert dahler an deren vier vrouwen wittiben von Motzfeldt beij strafe der paraterster execution bezahlet wurden, wie dann auch martini dieses jahrs den erste neun pacht vom Elsener-hof ad fünf hundert sechstzig dahler Clevisch oder langtes vor maij 1739 und so ferner jahrlich pracise beij strafe genand dafur excecution an obgemelten mevrouwen von Motzfeldt bezahlet werden sollen, wir ersuchen zugleich den hr richtern worunter unsern guther gelegen sind als zu Cranenburg und in der Duiffelt und der graflichen herrlichkeit Halt, Bijland, Kecken, diese unsere verburgung und verband dem gerichtl protocollo in behuef opts wohlgeb mevrouwen von Motzfeldt einverleiben zu lassen; in wahrheits uhrkundt haben wir dieses eigenhandig unterschreiben, also geschehen Cleve d 3t febr. 1738. Jorrien Lucassen, Hendrick von Haeren, sic actum me prasente J.H. Stenouw ad hoc requis acte.

No 3: Wir endes unterschriebene Jorrien Lucassen und Henrick von Haeren requiriren und bevollmachtigen hirmit den hofgerichts procuratoren Stenouw umb den unterm 3: febr dieses jahrs an den beijden frauen wittiben Weijland h geh reg und justitz auch hofgerichts rahtin von Motzfeldt fur Gerrit Mors ertheilten cautions schein und verband so wohl mogen dienen vermelter 400 dlr Clevisch und der neun pacht vom Elsener hofs ad 560 dahler Clev: jahrlich beij den hr richteren zu Cranenburg und in der Duiffelt und der gräfl herrl Halt, Bijland, Keeken zu prasentiren und dem gerichts prothocollis inseriren zu lassen wir geloben und versprechen dieses also von uns selbst geschehen fur genuchen zu halten Keeken und Keckerdom d 12t martij 1738. Jorrien Lucasse, Hendrick von Haaren.

200) 17.6.1738, Auftracht pro Joh: Schurings und W: von Kolck von der halben kaetstette zu Loeth de 17 junij 1738,

Wir Henrick Pavenstedt Konigl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt, so dann Johan Noij qui refert an Sandern Croes, scheffen der gerichtsbank Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses dass heute dato vor uns persohnlich kommen und erschienen Claes Verheijen und Peter Jantsen alss wegen ihrer beijden den ehefrauen mit erben von Wilhelm von Kolck und an unseren handen in behuef Jan Schurings und Wilhelmen von Kolck fur ein ihnen wohlbezahlten summa von funfundfunftzig reichstahler cedirt, transportiret und ubertragen ihre gerechte antheile inder zu Loeth gelegenen kaetstetten cum ap= et dependentiis, einerseits erbe Houmans anderseits Wachtendonckschen erbe gelegen, um damit nach belieben zu mögen schalten und walten, gestalten sie comparenten darahn nicht das geringste recht oder pratension mehr zu haben oder zu behalten, sich erklähret, des endes dann ich richter anfangs gemelt als vorgemelte verkaufern von gndtn antheilen inder der zu Loet gelegenen von Wilhelm von Kolck herkommenden kaetstette hirmit gantzlich ent= hergegen die ankauffern Jan Schurings und Wilhelm von Kolck, so dann derselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet habe, jedoch vorbehaltlich sr. konigl maje und jeder männiglich darahn habenden guten vorrechtes, desuper stipulando. Zu uhrkundt der wahrheit haben wir diesen gerichtlichen ad judications schein mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen corroboriret, so dann durch den secretarium protocollo inscririiren und unterschrieben lassen; alss geschehen Cranenburg d 17t junij 1738. In Fidem P. Felderhoff secret.

201) 10.12.1738, Testamenten der eheleuten Evert Buiskens und Mari Voss de 10 xbris 1738,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Sander Croes und Johan von den Pavert scheffen der gerichtbanck Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses, wie dass wir auf ersuch der eheleuten Everten Buisckens und Maria Voss uns nach Loeth an derselben behausung verfuget, woselbsten wir den eheman Everten Buisckens gehuirdt und stehendt, dessen ehefrau Maria Voss aber in der kuchen auf dem betten zwarn krancklichen und schwachlichen leibes jedoch beij gesunden und vollenkommen verstanden liegend gefunden, und alss wir vorgndt eheleute befraget, warumb selbiger uns anhers veranlasset, und was ihr verlangen warn haben unsselbige zu verstehen gegegeben , wie sie gesinnet wären ihre letztern willens meijnung, wie es nahmlich nach ihren gottgefälligen tode mit ihrer nachlassenschafts in genere et in specie gehalten werden solte, aufzurichten als:

  1. Befehlen sie dem dreij einigen Gott, Vater Sohn und heiligen geiste ihre unsterbliche seele, den leichen zur erde zu einer fröhlichen auferstehung.
  2. Stellet Evert Buisckens nach seinem Gott gefalligen todes sein liebe ehefrau Maria Voss zur universeelen erbinnen aller seiner gereide und ohngereiden guther hirmit dergestalt ein dass sie nach seinem tode damit nach belieben solle mögen schalten und walten ohne davon jemandt rechenschaft zu leisten, wogegen
  3. Vorge: ehefrau Buisckens Maria Voss vorg: ihren eheman Everten Buisckens hirmit und kraft dieses zum universeelen erben aller ihrer gereiden und ohngereiden guter, kein davon aussgesondert, auf die bestandigste form rechtens ensetztet, und zwarn dergestalt, dass er selbige nach ihren gottgefalligen tode einig und erblich besitzen und damit alss mit seinen eigenen gütern solle schalten und walten mögen; da ubrigens
  4. Vorge: eheleute Buisckens dieses ihm letztem ohneranderliche und eigentliche willens meijnung zu seijn sich strijtfest und verbindlich erklahret, so wollen und begehren sie auch, dass wann dieses ihr testamentum oder letzterer wille nicht als ein formeel oder solenneel testament solte angesehen werden wollen, selbiges jedoch alss ein codicille donation inter vivos vel mortis causa oder sonsten in der bestandigsten form rechtens geehndet und gehalten werd, desuper stipulando;

zu uhrkundt der wahrheit haben wir dieses testamentum mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegeln corroboriret inseririiren und unterschreiben auch solchen nach denen eheleuten testatoren zu ihrer verrahnung uberreichen lassen als geschehen Loeth in der testatoren behausung d 10 xbris 1738 in der kuchen des vormittags um 11 uhr. In Fidem P. Felderhoff secret. Noot: overlijden Maria Vos op 29.1.1739 te Leuth

202) 3.2.1739, Adjudications schein pro h. hofraht Erberfeldt von 1/8 des kalfshovel de 3 t febr. 1739,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Joh: Henr: Borgertz und Theod: Schusseler scheffen der Stadt Cranenb qui referunt an denen scheffen von Loeth Johan Noij und Joh: von den Pavert, welche des hohn wassers wegen nicht heruber kommen können zeugen und bekennen hirmit und kraft dieses wie dass heuten dato vor uns persohnlich kommen und erschienen seijn Andreas Viten und Anna Maria von Benthum eheleuten und an unsern händen in behuef sr wohlgeb des h: hof Rahts Gerhardten Erberfeldt cedirt, transportiret und übertragen ihme ein achtentheil des zu Loeth gelegenen hofes der kalfshovel genandt, und zwar fur ein ihren wohl bezahlte summa von zwolfhundert Clevischen dahler, umb damit nach belieben und wohlgefallen, gleich mit seinen ubrigen gutheren zu mogen schalten und walten, gestalten sie ehelauten comparenten, darahn nicht mehr das geringste recht zu haben oder zu behalten sich declariret; des endes dann ich richter anfangs gemelt vorgemelten eheleute Viten von mehrgnd ein achtenttheil in dem zu Loeth gelegenen hofe der kalfshövel genandt, hirmit gäntzlich ent=hergegen den ankaufern Gc: Tit: Erberfeld so dann desselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet haben, jedoch vorbehaltlich sr königl maje alss landes herren und jedermänniglichen darahn habenden guten vorrechtes, desuper stipulando; Dessen zur wahrheits uhrkundt wir diesen gerichtlichen adjudications schein mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen corroboriret auch durch den gerichtschreiberen protocollo inseririirn und unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg den 3t februarii 1739.

203) 9.3.1739, Adjudications schein fur den verwittibten fr: geh: Räthen von Rodenberg von der Spelt de 9 t martij 1739,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Adam Schusselr und Joh: Henr: Borgertz welche deren an denen scheffen auss Loeth Sander Croes und Johan Noij; weilen selbige des hohe wassers halber nicht hirher kommen könne; referiren, zeugen und bekennen hirmit und krafft dieses, wie dass heute dato vor uns persohnlich kommen und erschienen seijn Maria Schlans wittibe Christoffore Fontains geassistiret mit ihren ad hunc actum verkohrenen assistenten Johann Henrichen Hanssen, und an unseren handen in behuef der wohlgeb verwittibten frauen geh: rathin von Rodenberg, welcher krafft vorgezeigten schreibens dem anwesenden konig bevollmachtiget umb deroselben persohn dabeij zu reprasentiren, fur eine summa von eintausendt neun hundert reichsthaler, von welchen kaufpfenningen die verkauferinne jedoch noch hundertfünftzig rthlr Clevisch zu pratendiren hatte, einhalts darab in originali vorgewiesenen kaufbriefes de 14 aug 1733, cediret, transportiret und ubertragen ihre zu Loeth kentlich gelegene weijde landerijen die Grosse und Kleine Spelt und Mehrschen kamp, zu sammen gross, 14 hollandische morgen und etliche ruthen, umb damit nach belieben und wohlgefallen gleich wie mit ihren ubrigen gutheren, zu mögen schalten und walten, gestalten sie comparentinne darahn nicht das geringste recht mehr zu haben oder zu behalten sich gegen uns erklähret hatt. Desendes dann ich richter anfangs gemelt vorgl verkauf einen den wittibe Fontain von vorerwehnten weijde landerijen hirmit gutzlich ent=hergegen die ankauf einen fr verwittibten geh rathin von Rodenberg, so dann derselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet haben, jedoch vorbehaltlich sr Konigl maje und jedermänniglichen darahn habenden guten vorrechtes, desuper stipulando; Dessen zur wahrheits uhrkundt wir diesen gerichtlichen adjudications schein mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen bedrucket, auch von dem gerichtsschreibern protocollo inscririiren und unterschreiben lassen, alss geschehen Cranenburg de 9t martij 1739. In fidem P. Felderhoff secret.

204) 6.4.1739, Obligatio pro Herman Churwinckel auf Jan Churwinckel de 6 t april 1739,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussisher Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Adam Schusseler und Joh: Henr: Borgertz scheffen dieser Stadt Cranenburg, welche hirvon an denen Keckerdomschen scheffen Wilhelm Voss und Daem von Oij referiren müssen, zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses, wie das heute dato vor uns persönlich kommen und erschienen seijn Johan Churwinckel und

zu haben 730 schreiben sieben hundert und dreissig clevische dahler, jeden zu 30 derselben stuber gerechnet, gelobendt und versprechend dieses capital jahrlich und alle jahr bis zu ablose; welcher loskundigung beijden theilen ¼ jahr vor den verfalltag freijstehen solle; mit 4 procento also mit neun und zwantzig dergleichen dahler und sechs stuber pracise auf den verfalltag an handen vorgemelten glaubigers zu verzinsen; Zur sicherheit des glaubigers verbindet nicht allein gl debitor alle sein gereide und ohngereide guther, sondern auch in specie seinen dritten theil von dem zu Keckerdom kentlich gelegenen, so genandten (bungen)kamp um sich darahn in unverhofften miszahlungsfall pro capitali, intee und etwas aufgehanden kosten zu konnen und mögen erhohlen; Derowegen renunciiret mehrgl debitor auf alles so geist- als weltliche exceptiones in specie non nummerata aut in rem verra pecunia, rei aliter gestu quam sen p: moratorii ferianem, als sonsten welches alles demselben vorhers wohl ausgeleget und er solches verstanden zu haben bekandt desuper stipulando; Dessen zur wahrheits uhrkundt wir diese gerichtliche obligation mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen corroboriret, dieselbe eigenhändig unterschrieben, auch von dem gerichtschreiberen protocollo inseririiren und unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg d 6t april 1739. Willem Voss schepen, Daem van Oij schepen, In Fidem P. Felderhoff secret.

205) 11.4.1739, Magenscheidt Barbaren Entzlers wittib Jacob von Lier de 11 t april 1739,

Wir Henr: Pavenstedt Königl Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt so dann Willem Voss und Daem von Oij scheffen der gerichtsbanck Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit, das vor uns persöhnlich erschienen seijn Barbara Entzler witt: Jacoben von Lier zu kennen gebende, dass sie gesinnet wäre mit Johan Albers Bruggen zur zweijten ehe zu schreiten, weilen sie aber in erster ehe eine tochter benentlich Gertruid von Lier gezeuget, und kentlicher unvermögense ist halber derselben wegen ihr vatterliches versterb nichts beweisen konten, so ware zwisch ihr und ihren anwesenden vatter es dahin vuraber das, dass sie glt kind erlich erziehen, auch lesen und schreiben lernen lassen solle, so dann zwischen diesen und denen in kunftiger ehe zu procreirenden kinderen die ein kundschaft platz haben solle, wobeij gend Henrick Entzler sich verburget, dass die in der zweijten ehe zu procreirende kinder denen dorfs armen nicht zu lasten kommen sollen desuper stipulando; In uhrkundt der wahrheit haben wir dieses mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen corroboriret, auch von dem secretario protocollo (einschreiben) lassen, also geschehen Cranenburg d 11t april 1739. In Fidem P. Felderhoff secret.

206) 11.5.1739, Adjudications schein pro Henrichen von Kolck von 1/3 theil der kaetstetten die Rabe genandt etc de 11 maij 1739,

Wir Henr: Pavenstedt Königl: Preussischer Richter der Stadt und ambter Cranenb: und in der Duiffelt, so dann Johan Noij, qui refert an Sandern Croes, scheffen der gerichtsbanck Loeth und Keckerdom zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses dass heute dato vor uns persöhnlich kommen und erschienen seijn Bart de Wael vor sich un seiner ehefrauen Marien von Benthum; welche letztem an denen Löetschen scheffen Sandern Croes und Johann Noij dieserhalb stipuliret hatt; und an wesene handen in behuef Henrichen von Kolck fur ein ihme wohlbezahlte summe von dreijhundert und siebentzig Clevische dahler cediret, transportiret und übertragen sein ein dritten theil von der zu Loeth kentlich gelegenen kaetstetten, die Raabe genant, sampt brauhauss, kohl und baumgarten und Röling, so wie er selbigens mit seiner frauen von Johan von Benthum anererbet, umb damit nach belieben und wohlgefallen gleich wie mit seinen ubrigen eingthumlichen güthern zu mögen schalten und walten gestalten er und sein frau darahn nicht das geringste recht mehr zu haben oder zu behalten sich erklähret; Des endes dann ich richter anfangs gemelt vorge; verkäuffern die eheleute Bart de Wael und Maria von Benthum von mehrglt 1/3 theil der kaetstette zu Loeth die Rabe genandt sampt brauhauss, kohlgarten, baumgarten und ubrigen ap- und dependentien, wie auch von dem so genandten Rölong hirmit gantzlich ent=hergegen den ankaufern Henrichen von Kolck so dann desselbs erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet haben, jedoch vorbehaltlich sr. konigl maje und jedermänniglichen darahn habenden guten vorrechtens, desuper stipulando; Dessen zur wahrheits uhrkundt wir diesen gerichtlichen adjudications-schein mit unsern gewöhnlichen respee richterlichen und scheffen siegelen corroboriret, auch von unseren gerichtschreibern protocollo inscririiren und unterschreiben lassen, also geschehen Cranenburg d 11 maij 1739. In fidem P. Felderhoff secret.

207) 23.9.1739, Protocollum wegen anstellung Wandern von Steen zum scheffen von Keckerdom de 23 t sept 1739,

Coram Dno judice Pavenstedt et scab: Wilhelm Voss und Daem von Oij Cranenburg d 23 t septe 1739. Nach dem durch absterben des gewesenen scheffen Barten Vermaes eine scheffenstellen in der gerichtsbank Loeth und Keckerdom vacant worden, uns selbigen nothwendig wieder mit einem tuchtigen subjecto besetzet werden muss, auch dazu von denen scheffen der zu Keckerdom wohnhafter Wander von Steen in vorschlag gebracht als ist selbiger da zu heute angeordnet, und hatt nachstehenden scheffen eijdt ausgeschworen: Tenor turamenti, Ich Wander von Steen schweren zu gott dem allmachtigen meinen leiblichen eijdt dass er scheffen seijen solle der gerichtsbanck Loeth und Keckerdom, und will auf begehren des h richters jederzeit erscheinen, denen partheijen nach meinen besten wissen und gewissen ohnpartheisch recht andienen, mein ambt in allen stucken treulich wahrnehmen und mich ferner alss verhalten, wie es mein ehrl in br… scheffen eigent und gebuhret, so wahr mir gott helfe durch seinem lieben sohn jesum christum nach ausgeschworen eijdt haben richter und scheffen den neuangeordneten scheffen Wander von Steen dazu gratuliret, Cranenburg ut supra. P. Felderhoff, gerichtschreiber.

208) 27.1.1740, Decretum Regium de non alienando ad Caam erben Ravenstein ctra erben de Flieg vom 27 jan 1740,

In krafft anliegender konigl allergdtn verordnung sub dato Cleve d 27 jan jüngsthin wird hirmit den erben de flieg alle alienationes ihrer güter capitalien und effecten sub poena mullitatis inhibiret anbeij Cosman Gompertz die beij ihme von erben de Flieg stehender gelder sub poena duplioris solutionis bis auf nahere verordnung nicht abzufolgen aufgegeben. Ubrigens soll dieses in ansehung des hauses dem scrinio des stadts gerichts und wegen des landes dem Cleverhamschen scrinio inseriret werden, so viel aber die weijde zu Loth betrifft wird der h richter zu Cranenburg Pavenstädt dieses mandatum de non alienando daselbst auch ad scrinium zu nehmen requiriret Cleve d 8ten feb 1740 vig. Commiss J. Peter Reimann. Ein wendens ungehindert bleibt es beij dem ausgesetzten termino es hätte aber tit Reimann dahin zu sehen dass ex parte der erben Flieg keine güter capitalien noch andere effecten pendente lite ver alieniert werden; Cleve im justitz rath d 27 jan1740. J.M. Sijberg Koenen, C.R. Haesbart.

209) 23.4.1740, Magenscheidt zwischen Henrich Driessen und den mit siner abgelebten ehefrau Bartjen Arnds procreirten vier kinder de 23 april 1740,

Nach dem Henrich Driessen mit Cornelia Verwaijen zur 2ten ehe schreiten wollen, derselbe aber vorher seinen mit Bartjen Arnds gezeugten 4 kindern, als Willm, Johanna, Bernd und Maria Driessen ihr mütterlich versterb beweisen müssen, und dess endes mit nach benandten vormündern als Henrick und Peter Arnts coram judicio erschienen; so ist nach vorhergangener aufnahme und taxation nachstehen des magenscheid aufgerichtet als

  1. Versprechen brautigam und braut glte in ersterer ehe mit Bartjen Arnds prooreirte 4 kinder bis zu ihres 20 jahrigen alters ehrlich und nach standes gebuhr in specie in der gottes furchts, wie es einem sorgfältiger vater oblieges, zu erziehen auch lesen schreiben auch rechnen lernen zu lassen, so dan
  2. Einem jeden von erwehnten 4 kindern beij erhaltener majorennität hundert schreiben 100 rthlr Clevisch nebst standes massigen brautigams oder brauts kleidern fur ihr mutterlich versterb aus zu zahlen
  3. Sollen der kinder mutter nachgelassenen kleider vertheilt lein wandt, so wie auch anliegender specification befindlich ist, samt einer kisten zum vortheil derselben verbleiben, so dan was behalten werden kan, für die selben bewahret, das ubrige aber nach proportion zu ihrem behuff emploijert werden, welche effecten samt kiste von einem kinde aufs anderen zurück fallen sollen, Im fall
  4. Ein oder mehrere gdter vorkinder vor ihr 20 jahriges alter ohne leibes erben versterben mögte, soll eines jeden mutterlich versterb zu 100 rthlr nicht von dem einem kinde auf das andere sterben sondern auf dem vater zum vollen boedel kommen, ausgenommen der kinder mutter portion aus der kinder grossvater und gross mutter versterb und gut so allein vor die kinder seijn und verbleiben auf gltr budel nicht das geringste davon profitiren soll.
  5. Daferner in unverhoftten fall der kinder vater vor seine jetzige braut ableibig würde soll die stiefmutter schuldig und gehalten, auf verlangen der vormünder die einem jeden kinde bewiesene 100 rthlr samt brautigams und brauts kleidern fort aus zu kehren wan aber
  6. Die stiefmutter mit bewilligung der vormünder, davon der kinder revenuen geniessen würde, soll selbige auch so dan dagegen verpflichtet seijn glte kinder bis zu ihrem 20 jahrigen alter in kast und kleidern zu unterhalten und des endes vor die unter sich habende pfennige bündige caution zu stellen.

In uhrkundt dessen ist dieses magenscheid unter beijgehandten richterl insiegel und subscription dupliciter ans gefertiget so dan vom secretario auch von dem brautigam als vater, und derselben braut nebst vormündern eigenhandig unterschreiben, dem gerichts prothoc: verbotenus inseriret worden; so geschehen Cranenburg d 23 April 1740, JH Borghertz.

Hier folgt die specification des getheilten lein wandes und der mutter kleider. Dreij paer flachferne betten lackens, sechs paar von hauft und so genandten werck, ein stück gebildetes leinwand von ppter 14½ elle, sieben servietten, zweij gebildete pellen, ein trillien und ein ganse augen tafel tuch, zweij hand tücher funf paar kussen uberzüge, zwolf händer, ein schwartzer reck, ein dito mantel, ein damaste, ein rock ein dito von etoffe, ein greijnen jack, ein gelbes krijppen jack, ein damasten sticklijff, ein sarsien schnür leib, ein zwartz regen kleid, ein paar vorermel, ein schwartzes schertz tuch, ein dito von rother seijde, eine schwartze seidene haube, zweij blaue schurtz tücher, 28 mützen, 7 ander mützen, 11 hüllen, 4 nersten, 2 bunte süllen, ein buch mit silber beschlagen, ein guldenes creutz und silberne haar nadel; kinderzeug, 4 sullen, 4 bruss lätzger, 2 seidene mützen, 2 zinnerne schansele zum palsen, geschencke vor dem sohn Willm, 2 dito als ein parthen geschenke der tochter Johanna.

210) 14.5.1740, Gerichtliche Auftracht eheleuten Willm Sanders auf Arnd Holterman wegen ihr Antheil und ubrige parceelen in Leuth gelegen sub dato d 14 maij 1740,

Wir Henr: Pavenstät Sr. K. M. Richter der Stadt und ambter Cranenburg und in der Duffelt wie auch Johan Noij und Johan v de Pavert scheffen der gerichtsbank Leuth und Keckerdom zeugen und bekennen kraft dieses, dass vor uns persohnlich kommen und erschienen sind die eheleute Wilm Sanders und Henrina Heiltjes und bekandten vor eine baar aus gezahlte summe von 312 dahler 22½ stuber schreibe dreijhundert zwolf dahler 22½ stbr verkauft haben ihr antheil von dem zu Leuth kentlich gelegenen hauss und hoffstette cum annex is so dan ein kampgen das Scheel kampgen genandt eingleichen ein stück bauland Achthund genandt item ein stuck bauland die Kleine Wenge genandt so gross und klein selbige vor ihr Antheil in vohr und pahlung gelegen, verkauft haben, baten also dass das anwesende gerichte selbige parceelen zum ewigen und erbl behuef von Arnd Holterman dessen erben und nachkommen nun damit als mit seinen ubrigen erbgutern zu schalten und zu walten, transportiret und aufgetragen werden mögte was endes wir obglte richter und scheffen dem petito deferiret obglte eheleute Willm Sanders und Henrina Heiltjes dern erben und nachkommen hirmit gäntzl ent=hergegen den ankauferen Arnd Holterman dessen erben und nachkommen hin wiederum beerbet jedoch vorbehaltl sr k maijst und jeder mannigl daran habenden guten vorrechtes. Desuper Stipulando. In wahrheits urkund habe ich richter mein gewohnliges richterliches und amts siegel vor und wir scheffen unser gemein scheffenthums siegel hirunter gedrucket durch den secret. schreiben prothocollo inscriren und unterschreiben lassen. Cranenburg d 14 maij 1740. Davidis.

211) 14.5.1740, Gerichtliche Auftagt der eheleute Henrich von Benthum und Margareth Heiltjes von ihren gutern zu Leuth an Arnd Holterman de dato d 14 maij 1740,

Wir Henr: Pavenstät Sr. K.M. in Preussen Richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Jan Noij und Jan van de Pavert zeugen und bekennen hirmit offentlich dass vor uns persohnlich kommen und erschienen eheleute Henrich von Benthum und dessen haussfrau Margreta Heiltjes und bekandt vor ein baren summe von 312 dahler 22½ stbr verkauft zu haben ihren 4tn theil von dem zu Leuth kentl gelegenen hauss und hofstätte das Schiel kampken genandt imgleichen das bauland die Achthund genandt item ein stück bauland die Kleine Wenge so gross und klein als selbiges vor ihr antheil in vohr und pahlung gelegen verkauft haben; bathen also dass das anwesende gerichte selbige parceeln zum ewigen und erbl behuef van Arnd Holtermann dessen erben und nachkommen um damit als mit seinen ubrigen erbgütern zu schalten und zu walten, transportiret und aufgetragen werden mögte, jedoch dass dagegen eine gerichtl obligation welche unterm 19 martij 1734 gerichtl passiret, wieder extradiret werden solte verkauft haben bathen also dass das anwesende gerichte dieselbe parceelen zum erbl behuef an Arnd Holtermann dessen erben und nachkommen um damit als seinen ubrigen erbgutern transportiret und ubertragen werden mogte was endes wir richter und obglte scheffen dem petito deferiret mehrglte eheleute Henr. von Benthum und Margareta Heiltjes deren erben und nachkommen damit ent hergegen den ankaufer Arnd Holterman dessen erben und nachkommen hin wiederum beerben, jedoch sr konigl maijest und jedermannigl daran habenden guten vorrechtes vorbehaltlich, Desuper Stipulando; Zur wahrheits uhrkund habe ich richter mit meinem richterl siegel vor und wir scheffen unser gewohnlich scheffenthums siegel hierunter gedrucket, durch den secretarium schreiben protocollo inseriren und unterschreiben lassen, so geschehen Cranenburg d 14 maij 1740, Davidis.

212) 14.5.1740, Gerichtliche auftracht von Arnd Holtermann von einem hause und einig lande zu Leut sub dato d 14 maj 1740,

Wir Henr. Pavenstät Sr. K.M. in P. richter der Stadt und Amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Jan Noij und Jan van de Pavert scheffen der gerichtbanck Loet und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seij Roloff Arnds und bekandte, wie dass er an den Arnd Holterman verkauft habe sein antheil von dem zu Loet kentl gelegenen von Johan Ards herkommenden hauss und hofstätten cum annex is so dan ein klein kempgen das Scheelkempgen genandt insgleichen ein stuck bauland das Achthund genandt und ein stück baulant die kleine Wenge genandt so gross und klein selbiges in seinen vohr und pahlungen gelegen vor die summe von sechs hundert funf und zwantzig dahler 25 stbr schreibe 625 dahler 25 stbr, nun damit ein capitale welches er in anno 1735 d 13 august 400 Clevische dahler von Barten Voss als vormundern der von Petern Voss und Annen Schauenburg nachgelassenen 3en unmundigen kindern item ein capital von 500 dahler so ebenfals gerichtl untern 12 Junij 1737 von dem scheffen Jan Noij aufgenommen und baar empfangen haben bathe also dass das anwesende gericht selbige parceelen zum ewigen und erblichen behuef Arnden Holterman und dessen nachkommen transportiret werden mögte. Was endes den wie oblgltn Richter und scheffen obgltn Roeloff Arnds seine erben und nachkommen ent hingegen Arndt Holterman und dessen erben und nachkommen hirmit wiederum beerben, jedoch vorbehaltl sr konigl maije und jeder mannigl daran haben den vorrechts. Desuper Stipulando; In wahrheits uhrkund habe ich richter mein gewohnliches richterl amts siegel vor und wir scheffen unser gemein scheffenthums siegel hir runter drucken durch den secret: schreiben protocollo inseririiren und unterschreiben lassen; So geschehen Cranenburg d 14 maij 1740, Davidis.

213) 16.6.1740, Magensheid zwischen Daam von Oij und seinen kindern de 16 junij 1740,

Nachdem Daem von Oij wittiber der abgelebte Jantje Steen mit Jantjen Speet zur 2tn ehe zu schreiten gesinnet vorher aber mit den mit seiner abgelebten ehefrau gezeugten kindern ihres mutterl versterbs wegen scheid und theilung machen müssen; als ist zwischen vorgdtn witwern und seiner braut an einer und der minderjährigen kindern blut vormudern Roeloff Voss und Henr. von Haren zur andern seiten nach vorhergegangener information und untersuchung der vorhandenen mo et immo zelair guter in beghein eines edlen gerichts nachfolgendes magenscheid in der güte aufgerichtet als

  1. Verspricht wohlgltr wittiber Daem von Oij mit seiner braut Jantje Speet gedachte vorkinder benantlich Gertrudis, Ernesta und Theodora von Oij bis zu ihren mündigen jahren mit behorlichen kost und kleidung zu versorgen auch in allen gheistl tugenden zu unterweisen oder darin unterweisen mithin rechnen lesen und schreiben zu lassen.
  2. Versprechen brautigam und braut den in ersterer ehe mit Jantjen von Steen erzielten 3 kindern beij erhaltenen mündigen jahren alle zu ihrem mutterlichen leibe gehorige kleider so leinen als wüllen gold und silber auszugeben in nachfolgenden stücken bestehend, als ein silberner becher, 2 silbernen cöstelung, eine silberne bugeltasche, ein goldener ring, zweij gülden ohr ringe und ein gülden schnälleken alle in einer kisten vorhanden und von vorbenandte momburni dem schlussel sich genommen und behalten, ubrigens auch versprechen, dass am jeglichen beij ihrer majorennität ein paar flachferne lackens aus gereichet werden sollen
  3. Soll uberdis den vorter Daem von Oij und seine künftigen ehefrau schuldig und gehalten seijn gleichselbige dan auch solches hirmit versprechen vorbenandten 3en vorkindern wegen ihres mutterl versterbs nachem dieselbe gross jährig in gesamt 400 gulden hollandisch aus zukehren und dabeneben ihnen die halbscheidt von einem unter der herrlichkeit Millingen gelegenen kampken bauland das ohngefehr 2 morgen gross waren aber der schwester der kinder vaters von Oij 1/8 theil zugehörig abzutreten und in eigenthum zu uberlassen daferner aber
  4. Vivente patre oder beij leben des vaters ein oder mehrere kinder ableibig würden soll so dan dessen oder derer mutterliche versterber zur halbscheid auf den vater die andere halftte aber auf das oder die nach lebende kinder zuruck fallen
  5. Soll mehrglte vater und dessen zukunftige hausfrau alle andern so gereide als ungereide guter eigenthüml behalten und besitzen, wogegen daselbe alle schulden wie sie auch nahmen haben mogen auf sich nehmen und ab zu fuhren versprochen wie dan
  6. Zur nachkommung dieses und securität in ausrechnung der hierin besgten kindern vermachten mütterl versterber, der vater und stiefmutter ihre persohnen und güter gereide und ungereide dafur verbunden; Dessen zur wahrheits uhrkund und mehrerer festhaltung des vorbeschriebenen ist deses magenscheid duplice expediret mit dem richterl insiegel corroboriret von allesheilt contrahenten und actuario unterschrieben so dan ein exemplar den verlobten das andere aber den blut vormundern ausgereichet worden; So geschehen Cranenburg d 16 junij 1740, JH Borghertz.

214) 5.9.1740, Cession einer obligation von Henrich von Kolck zu Löth an dasige kirche und kustereij von hundert Clevische und hundert hollandische gulden von 5 sept 1740,

Vermogen einer gerichtlichen obligation hat die wittibe Catharina Mijntjes von der Lotschen kirchen und derselben kustereij in dato d 5 feb 1734 hundert gulden hollands und hundert clevische gülden aufgenommen und darvor ihr hauss samt scheune garten und brauhauss zu Löth kentlich gelegen zum specialen unterpfand gestellet welches haus nachhers Henr. v. Kolck kentlich an sich gebracht hat und diese schuld dabeij ubernommen auf dem nun inhalts dieser obligation von 7 nov. 1736 gltr von Kolck in behuef der wittiben Jan Sanders in einer unzertheilten summen 170 dahler wovon Henrich Bonenkamp nachher 100 Clevische Gulden, um davon die interee von gedachter kirchen jahrlich zu bezahlen schuldig worden, baar vorgestrecket, dabeij aber partes nun mehr gutgefunden, dass erstglte gegen jetzige obligation mortificiret und diese dagegen gerichtl transportiret und ubertragen werden solte, ingestalten dan auch debitores wittibe Jan Sanders cum assistente scheffen von de Pavert nebst Sander Sanders coram judicio des endes erschienen sind und stipulata manu angelobet haben dass an statt sie die interee bis auf dese stunde an ihren bis herigen creditorien bezahlt sie nun mehr van dem geliehen capitali a 100 gl holl gedachter kusterij alle jahr jedes jahr besonders die zinsen a 4½ pcent pracise auf dem verfall tag abführen wolten; so wird gerichts wegen die obligation vom 15 feb 1734 annulliret und die von 7 novemb 1736 dagegen gerichtl ubertragen und cediret auch dass dieses vor mir dem richtern und auch scheffen Jan Noij und Jan van de Pavert also geschehen vom richtern und secretario attestiret sigl Cranenburg d 5 sept 1740, JH Borghertz. Noot: Catharina Mijntjes overleed op 25.5.1736 te Leuth, zij was de weduwe van Jan van Benthem.

215) 22.9.1740, Adjudications schein pro Henr. Bonenkamp wegen des landes der hohe weg vom 22 sept 1740,

Wir Hendrick Pavenstät Sr.K.M. in P. richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Jan van de Pavert qui refert an Sander Croes welcher wegen schwachheit abwesend, beijde scheffen der gerichtsbank Leuth zeugen und bekennen hiermit offentlich dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seij der ankaufer Sander Sanders aus Leuth und dan die wittibe Jan Sanders als mitverkauferinne alterthums halber nicht anhero compariren konnen um wegen eines sichern stück landes der Hohe Weg genandt so beijde letztglte in communione bis hero besessen gerichtl auftracht zu thun; so ist dem scheffen Johan v de Pavert aufgegeben gdte wittibe daruber zu vernehmen dieselbe vermitt als eines assistenten stipuliren zu lassen mit deren anhero zo referiren, worauf dan wohlglte scheffen von de Pavert in proxima darauf erschinen ist und referirt hat von der wittiben Jan Sanders vernomen zu haben, das der verkauf glten landes wurcklich vor sich gegangen seijn auch desfals stipuliret und verlanget hatte den ankaufern Bonenkamp daruber einen gerichtl adjudications schein zu ertheilen; der anwesende Sander Sanders auch begehrt dass glte Bonenkamp mit obbeschriebenem landt hinwiederum beerbet werden mögte und dahero anhanden des hr richtern zum erbl behuef des Bonenkamps gedachter Hohe Weg cum ap et dependentiis einerseit des Nabuuren Streepken und anderseits der kirchen hoffstatte kentlich gelegen so ohngefehr 200 ruthen gross gerichtl transportiret ausserhalb dess gedachter kaufer von der obligation der 170 dahler de dato 7 nov. 1736 so Henr von Kolck daran und an der kathstetten gehabt hundert gulden Clevisch ubernehmen davon jährl die zinsen gegen 5 p cento an der kirchen zu Loet bezahlen solle und wolle. Wegen der ubrigen wovon verkaufer 100 gulden holl an sich selbst behalten solle selbiger gehalten seije an statt vorigen obligations einhabern von Kolck die zinsen zu bezahlen, selbige mit 5 vom hundert an dortige kustereij jährl und alle jahr zu verpensioniren; Immassen den des endes glter von Kolck coram judicio comparirt ist und bekandt hat ihm von gltr kustereij und kirchen gdte gelder wurkl ausgezahlt und abgelegt zu seijns und derwegen ihren solche obligation hirmit und in der bestandigsten form rechtens transportiren thäte. Quo pravio dan wohlgltr h richter die verkaufere wittibe Jan Sanders und Sander Sanders von gedachten Hohen Weg gantzl ent=hingegen aber den ankaufern Henrichen Bonenkamp damit wiederum beerbet hat um gltes landt ewig und erblich zu haben zu behalten und zu besitzen vorbehaltl Sr.K.M. als landes herren und eines jeden seines daran habenden rechtes. In uhrkund der wahrheit habe ich richter mein gewöhnlich richterlich insiegel und wir scheffen unser gewohnlich scheffen siegel an diesem brief gehangen selbigen eigenhandig unterschrieben und von unserm actuario inscririiren und subscribiren lassen. So geschehen Cranenburg d 22 sept. 1740, JH Borghertz.

216) 28.10.1740, Adjudications schein pro eheleute von Dijck und Sijbilla Sweerman wegen des von Jacob Dinnissen und Grietjen Konings gekauften zu Loet gelegenen landes vom 28 8bris 1740,

Wir Henr. Pavenstät konigl Preuss Richter der Stadt und Amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Sander Croes und Johan von der Pavert scheffen der gerichts bank Loet und Keekerdom zeugen und bekennen hiermit offentlich dass vor uns heute dato persohnlich kommen und erschienen seij Jacob Dinnissen und Gerritjen Koning eheleute und bekandt wie sie fur eine wohlbezahlten und baar empfangene summe von 800 schreibe acht hundert dahler Clevisch jedem zu 30 stbr gerechnet so dan eine goldene pistolleth vor gdte ehefrau verkauferinne zum verzichts pfenning vor freij eigen und allodial erb an die zu Cleve domicilirende eheleute Peter von Dijck und Sijbilla Sweermans verkauftet hatten ein gewiss stück landes zu Loet Paverts wenge genandt ohngefehr 2 morgen gross ostwert an Sandern Croesen westwert an Fontainen nordwerts an Gerrit Arndsen und Sandern Croesen erbe. Item noch ein stück weijde lands dem andern annex welches sie verkaufern angeerbet ohngefehr 1 morgen 70 ruth und also ins gesamt 3 morgen 70 ruth jedoch so gross und klein als selbiges in seinen vohr und pahlung kentl gelegen, waren die ordinair amtslasten als schatzung morgengelder deich und wasserungs schau zum beschwehr hatten und von ankaufern abgetragen werden müssen. Die am 13 martij 1737 aufgenommen 200 rt vom rechen meistern Gex aber, so zum beschwehr des landes gestanden an dessen schwieger sohn h Mitzdorfer am 25 aug a.c. abgeleget zu seijn judicio die quittirte obligatio vorgewiesen und dahero in protocollo ex pungiret werden soll; mit bitte dass ein edles gericht daruber den adjudications schein ansfertigen und den ankaufern damit beerben mögte wessendes mehrglte eheleute verkaufere aller so geist als weltl ausflüchte der rechten sich begeben ins besondere non numerata pecunia rei aliter gesta quam scripta, doli mali senatus consulti vellej, der auth: sisqua mulier oder wie sonsten, welches demselben vorhers ans gelegt, und sie solches verstanden, zu haben bekandt desup: stipulando worauf dan diesem suchen hirmit deferiret worden und dahero ich richter anfangs geltn vorbesagte eheleute verkaufere Jacob Dinnissen und Gerritjen Konings von besagten stucken gantzlich enthergegen glte eheleute kaufern Peter von Dijk und Sijbilla Sweermanns damit hin wiederum beerbet habe vorbehaltl Sr konigl maijst und einer jeden darvon habenden guten vorrechtes. In wahrheits uhrkund habe ich richter obe und wir scheffen diesen adjudic schein mit unsern respee richterl und scheffen siegelen aufs spatium dieses corroboriret mithin van secret. protocollo inseriren und unterschreiben lassen. Sigl Cranenburg d 28 8bris 1740. J.H. Borghertz.

217) 26.11.1740, Adjudications schein von Jan Wanders und Euwen Lippitz von einen zu Kekerdom liegenden von erben Derck v. Steen gekauften hauses und erbe de 26 nov. 1740,

Wir Henr. Pavenstät S.K.M in P. richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Herms Tonnessen und Henr. v Haaren scheffen der gerichts bank Loet und Keekerdom zeugen und bekennen hiermit und kraft dieses dass vor uns heut dato persohnlich kommen und erschienen sind Jan von Steen, Abel Lamers, Bart Sebus, wittibe Bart von Steen modo wittibe Buckmans assistirt mit Henr. Bonenkamp, Derck Peters noie patris Jan Peters welcher die vollmacht seines vatern vorgewiesenen alle erbgenahme des verstorbenen Derck v. Steens zu Keekerdom und bekandt dass sie vor eine ihnen wohlbezahlte summe geldes von 540 gulden holländisch an Jan Wanders und Euwen Lippitz verkaufet hatten ihres erblassers Derck von Steen nachgelassenes hauss und erben so als solches zu Keekerdom in seiner vohr und pahlung gelegen ist woraus jahrlich dem angeben nach nichts mehr gehen soll als ein Clevischer gulden an die kirche zu Keekerdom so dan sieben gulden 10 stbr hollandisch so der abgelebte von Steen an die pastorat und kustereij daselbst jarhlicher renthe zu einem capitali von 150 gulden hollandisch gerechnet p anniversario inhalts dessfalls gerichtl verfertigter obligation vermachet hat, welche gdte kaufere uber sich nehmen und alle jahr bezahlen sollen; ferner haben gedachte kaufere beijm getroffenen kauf contract versprochen, als von ebenmassigen 150 gl holl welche dem Willem Braem wegen vormahligen in resto geblieben kaufpfenningen annoch zukommen und worab die gerichtl obligation zugleich ausgefertiget worden die zinsen wie bishero also auch mit 6 gl 10 stbr holl ferner abtragen wolten. Welchem nachst so wohl war als ankaufere eingangs glt gebethen dass Dnus judex nun mehr mit gerichtl adjudication erwehltn hauses und erbes verfahren mögte. Welchem suchen dan von amts wegen hirmit deferiret werden. Und hat darauf der h richter mehrglte erben verkaufere von diesem hausen gantzlich ent, hergegen den kauferen damit wiederum beerbet um selbiges zu haben zu behalten und zu besitzen. Vorbehaltl Sr. K.M. als landes herren und eines jeden daran habenden guter vorrechtes. Desuper Stipulando. In wahrheits uhrkund haben ich richter anfangs und wir scheffen nachbenandt desen gerichtl adjudications schein mit unsern gewohnlichen respee richter und scheffen siegelen corroboriret selbiger eigenhandig unterschrieben von unsern secretario dem protoc. inseriren und selbsthandig subscribiren lassen; So geschehen Cranenburg d 26 nov. 1740. J.H. Borghertz.

218) 26.11.1740, Obligatio von 150 gl hol vor Willem Braem auf Jan Wanders und Euwen Lippitz vom 26 nov. 1740,

Wir Henr. Pavenstät Sr. K.M. in P. Richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt wie auch Hen. Tonnissen und Henr. v. Haaren scheffen der gerichts bank Loet und Kekerdom zeugen und bekennen hiermit und krafft dieses dass vor uns heuten dato persohnlich kommen und erschienen seijn die erbgenahmen des verstorbenen Dercken von Steen zu Keekerdom benandlich Jan von Steen, Allerd Laemers, Bart Sebus wittibe Bart von Steen modo witwe Buckmans geassistirt mit ihrem dazu erkohrnem assistent Henr. Bonenkamps Derck Peters noie Patris Johan Peters dessen vollmacht an des endes vorgewiesen und bekandt haben dass gelter ihr erblasser Derck v. Steen wegen rückstandigen kauf schellings des nachgelassenen zu gltn Keekerdom gelegenen hauses annoch 150 schreibe hundert funfzig gulden holl um darab jahrl insgesambt 6gl 10 stbr hol zinsen pracise zu erlägern schuldig, damit aber vorbenandter creditor seines capitalis und vorbeschriebener zinsen halter desto sicherer seijn mögte so haben eingangs gltr erben von Steen vorberührtes haus und erbe p te pro speciali hijpotheca gerichtl gestellet um sich daran in miszahlungs fall quovis meliori modo zu erhohlen dabeij sich aller so geist als weltl ausflüchte der rechten in specie rei aliter gesla quam scripta, doli mali moratorii feriarum, nachdencklich begeben. Desuper Stipulando; musten jedoch hirbeij errinnern wie das obglt unterpfandt unter heutigen dato laut gerichtl auftracht an Johan Wanders und Euwen Lippitz aufgetragen auch selbige dieses capital uber sich genommen und die pension auf den verfall tag richtig zu bezahlen stipulata manu appronuttiret; In wahrheits uhrkund habe ich richter vor und wir scheffen nachbenandt diese gerichtl obligation mit unsern respee gewohnlichen richter und scheffen siegelen corroboriret selbsthandig unterschrieben von unsern secret. protocollo inseriren und selbsthandig subsribiren lassen; So geschehen Cranenburg d 26 nov 1740.

219) 20.3.1741, Dispositio Testamentaria des Sandern Croes vom 20 Martij 1741,

Wir Henr. Pavenstät Sr. K.M. in P. Richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Jan Noij und Jan von der Pavert scheffen der gerichts banck Loet und Kekerdom zeugen und bekennen hirmit und kraft dieses wie dass wir heute nachmittig auf ansuchen des Sandern Croes uns zu Loet nach dessen behausung verfüget, da wir dan gltn Sandern Croes auf der vordersten Kammer gehend und stehend zwar kranklichen leibes doch beij gesunden und vollkommenen Verstande befunden; Als nun derselben befraget werden, was sein verlangen wäre, hat er uns zu erkennen gegeben, dass er willens ware seine letztere willens meijnung beschreiben zu lassen, und darauf aber seine zeitliche verlassenschaft zu evitirung Kunfftiger irrungen; nachdem er Johan Verwaijen zum generalen executorem hujus Testamenti zu forderst benennet, folgender gestalt zu disponiren gut gefunden.

  1. Weil alle menschen in dieser Verganglichen Welt allesamt der sterblichkeit ergeben, die stunde aber davon gantz un zumahlen ungewiss, er testator seine seele dem durch xti Jesu Blut versohnten Gotte übergeben den Leib aber einer anständigen Begrabnuss empfehlen thate und wie
  2. Die erb einsetzung das wesentliche stück einer rustiger disposition oder testaments seij so vermacht derselbe seine 4 schwester kindern die gantze nachlassenschaft, dergestalt dass selbige in gleiche portiones oder 4 theile in stirpes et non in capita von gdtem executore testamenti distribuiret und solchen antheile einem jeglichen das seinige ausgegeben werden sollen
  3. Vermacht er testator die wullene Kleider zu seinem leibe gehorig an Rütt Heimen.
  4. Das leinen zu seinem des testatoris leibe gehorig vermacht er an Henr. von Endt sohn von Willm von Endt, wogegen derselbe von seiner erb portion 100 dahler an die armen zu Loet aus zu kehren verpflichtet seijn soll.
  5. Vermacht testator die grosse Kleider kiste Jan Verwaijen beijden tochtern Catharinen und Jantjen wogegen dieselben gehalten seijn sollen 50 dahler Clevisch an die kirche zu Loet aus zu kehren.
  6. Noch vermacht derselbe an Bartjen Janssen und Altjen Leenders vor ihre treue dienste einer jeden ins besonderen das beste rind um nach ihren besten willen und wohlgefallen aus zu lesen welche beijde rinder die erbgenahmen schuldig seijn sollen einen winter aus zu futtern oder einen sommer durch zu weiden.
  7. Soll jeder erbgenahmen gehalten seijn 5 Seelmesse lesen zu lassen und zu beköstigen, wovon die halftte von den prasents pastoren, die andere halftte aber nach derselben wohlgefallen, verrichtet werden solle.
  8. Behalt testators voraus dass diese seine letztere disposition, wan selbiges nicht als ein zwerliches in rechten bestandiges testamentum solte anzu merken seijn in solchem fall dannoch als ein codicil donation inter vivos vel mortis causa kraft haben solln.

In urkund der wahrheit haben wir dieses mit unsern gewöhnlichen richterl gemeinen Scheffen siegeln Bedrucket, auch vom substituto secretatio Borghertz schreiben protocoll: inseriren und subscriberen lassen, so geschehen den 20 ten Mertz zu Loet im Jahre 1741, J.H. Borghertz.

220) 13.7.1741, Magensheid zwischen Henr. Vermaes wittiben Marien Luefs und seinen kindern de 13 Julij 1741,

Wir Henr. Pavenstät Sr. K.M. in Preussen richter der Stadt und Amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Herm. Tonnesen und Jan v. Haaren scheffen der gerichts banck Keekerdom und Loet zeugen und bekennen hiermit offentlich, dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seij Henrich Vermaes wittiber Marien Lulefs produciren einen schein Keekerdom vom heutigen dato, worin nun er, weilen mit einer Jenneken Engels ad secunda vota zu schreiten vorhabens, den P. allergd. edicten zufolge zwischen ihme und seine vorkindern, benentl Jantjen und Derck Vermaes in gegen wart derselben blutvormünder Henr. Lulefs und Jan Wanders welche zugleich nebst dem hr Pastoren Bless zu Keekerdom als zeugen obbenandten schein des endes mit unterschreiben, scheid und theilung gemachet; mit begehren dass eom edles Gericht solche theilung gerichtlich beschreiben lassen mogte nachdem um das comparentz umbstande dem judicio bekandt und nicht abzustehen, dass glte vorkinder dabeij gefährdet. So haben wir richter und scheffen solchem suchen hiedurch statt gegeben und folgende gestalt zu papier bringen lassen, als:

  1. Soll der vater Henrich Vermaes einem jeglichen der gedachten kinder wegen ihres mütterl versterbs weilen selbige bereits zu ihren unmundigen jahren gekommen sind, die summe von 30 gulden holl so fort aus zukehren gehalten seijn.
  2. Soll der vater Vermaes dagegen das hauss und einbudel erblich behalten jedoch
  3. Shuldig seijn alle passive schulden auf sich zu nehmen und zu bezahlen ohne dass besagten vorkindern an ihr mutterlich versterb desfals etwa soll gekürtzt werden mogen.

In wahrheits urkund haben wir richter und scheffen eingangs gemeld dieses magenscheid mit unsers gewohnlichen richters und gemeinen scheffen siegele auch eigenhandiger unterschrift aufs spatium dieses corroboriret von unserm ad hunc actum ad subirten actuario Borghertz schreiben protocollo inseriren und subscribiren lassen; So geschehen Cranenburg d 13 julij 1741, JH Borghertz.

221a) 20.12.1741, Magescheid zwischen Willm von Haren zu Loet um seiner in erster ehe mit Gerritjen Waltus procrcirten tochter Erndjen von Haren d 20 und 21 dec. 1741,

Wir Henr. Pavenstät Sr. k.m. in P. Richter der Stadt und Amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Henr. von Kolck scheffen der gerichts banck Loet qui refert an Johan von de Pavert, zeugen und bekennen hirmit und in krafft dieses, dass vor uns persönlich kommen und erschienen seij Willem von Haaren wittiber zu erkennen gebend was gestalt er vorhabens wäre mit Aaltjen Jacobs ad secunda vota zu schreiten, und dahers ein allbereit coram scabino von Kolck mit mombarnis des endes ausgefertigtes magenscheid in originali anliegender maassen produciren thäte weerens zu ersehen was gedachten wittwers vortochter Erndjen von Haaren vermacht worden und wie es ubriges ferner gehalten werden solle. Mit begehren dass gedachtes magenscheid disuper stipulando gerichtl solennisiret mögte. Nachdem nun darauf ein edles gericht solchem suchen deferiret, gestalt nicht abzusehen dass gte vortochter dabeij geehrdet. Als erben wir richter und scheffen obg gelt diesen solennisations schein mit unsern antheil und scheffen siegeln corroboriret und unterschrieben sodan von dem ad hunc actum adhibirtn actuaris Borgherts ausfertigen dem protoc: verbotenus inseriren und subscribiren lassen. So geschehen Cranenburg d 21 Dec. 1741; JH Borghertz

221b)

Alsoo Gerritje Wolters in den Heere ontslaepen is naelaetende haaren mann Willm van Haaren en een dogter genaemt Erndje van Haaren tot haaren universeelen Erfgenamen; Terwijl nu Willem van Haren weduwenaer van voorneemen is om in sijn tweede houwelijk te treeden met Aaltjen Jansen, so ist dat voornoemde Willem van Haaren gehouden is, zijn dogter te vreede te stellen en te geeven haares moeder zaal versterf erf en goed nae aenleidinge Konigl Edicts daervan spreekende; dierhalve is Willm van Haaren met de oomen en bloet momberen van sijne dogter voors te saemen getreed en naementlijk Wolter Woltersen en Willem Wolterse, en nae rijpe deliberatie en taxatie van den boedel op volgende conditien en manieren ingegaen en geacoordeert. Eerstelijk sall Willm van Haaren hebben en behouden den ahlingen boedel als huisraet, koe, bett, linnen en wullen, als anderseits en houd aen sigh alle schulden en weerschulden, wat die naemen hebben moogen. Tweedens sall gemelde Wilm van Haaren vrij sonder eenige schulden uitkeeren en in eigendom overgeeven alsulcke portie= contingent als haar moeder gehad heefd aen Craanen Hoffsteede bestaende in huis hoff en weijde geleegen aen den Bandijk tot Leuth, nogh haar moeders kist en kleederen linnen en wüllen, soo als tot haares moeders lichaem was behoorende. Daerdens sall de vader gehouden sijn sijne dogter te onderhouden in kost en kleederen nae haaren staat tot dat sij tot haare mondige jaaren sall gekoomen sijn en laeten leeren naejen leesen en schrijven. En indien de dogter voor haare mondige jaaren van haar vader quam te vertrekken, so sall de vader gehouden sijn aenstonts sijn dogter meede te geeven all het geene haar hier boven belofd is, sonder teegen spreeken; dat dit bijdersijds also geaccordeert ende beslooten is getuigen wij met onse hier ondergestelde handmercken. In oirkonde der waarheijd hebben beijde parthijen neffens aenweesende getuigen eigenhandig onderteekent Actum Leuth d 20 Dec. 1741. Hend. van Kolck, Wolter Wolterse, N. dieses ist Willem Wolters eigenhandig gezogenes handmerk quod attestat Cranenburgi uti supra J.H. Borghertz.

222) 2.5.1742, Adjucations scheine p h hoffrath Erberfeld wegen ¼ theils des kalfshovels zu Leuth und Berkenackers zu Niel gelegen, de 2 maij 1742,

Wir Henr. Pavenstät Sr.K.M. in P. richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dann Johan von de Pavert und Henr. von Kolck scheffen der gerichtsbank Leuth und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit offentl dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seij Johan Verwaijen executor des Sander Croeschen testamenti und bekant wes gestalter fur eine den Croesisch erben nunmehr bereits wohlbezahlte summ geldes ad zweij tausend gulden holl schreibe 200 (!) gl holl einen vierten theil des bauhofes der Kalf hovel genandt zu Leuth so dan den Bercken acker zu Niel vor zweijhundert fünf und siebenzig schreibe 275 dahler Clevisch so gross als selbige in ihren vohr und pahlung kentlich gelegen an den h hoff rath von Erberfeld dessen erben und nachkommen um nach ihren wohlgefallen damit zu schalten und walten cum onere et commodo vor einiger zeit erblich verkauft hatte, mit dienstl begehren dass dh richter und scheffen, solchen ¼ theil des hn kaufern von Erberfelds mandatario hn Hagenberg laut vorgewiesener vollmacht von 1ten hujus nahmens seiner gerichtl auftragen ein darüber einen adjudication schein ausfertigen lassen mogten. Nachdem nun wie solchem suchen hiermit von rechts wegen deferiret mithin gdte executor testamenti auf alle so geist als weltl rechte aus fluchte in specie non numerata pecunia rei aliter gesta quam scripta doli mali oder wie sonsten deselbe nahmen haben mögen renunciret; So haben wir vorehr wehaten vorbesitzern erbgenahmen Croes von gedachten ¼ theil des Kalfhovels und Bercken Ackers gantzlich exherediret und dahingegen gltn h Hagenberg qqua dessen erben und nachkommen um damit zu schalten und walten ewig und erblich zu besitzen mit demselben ¼ theil des Kalfs hovels und Bercken Ackers hin wiederum beerbet vorbehaltlich sr k.m. als landes herren und eines jeden guten vorrechtes. Desuper Stipulando. In wahrheits uhrkund haben wir richter und scheffen emgangs glt diesen adjudications schein mit unseren respee richterl und scheffen siegelen auch eigenhandiger unterschrift corroboriret mithin an unserm substit. secretaris schreiben dem prothocollo judiciali inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d 2 maij 1742. J.H. Borghertz.

223) 5.5.1742, Adjucations schein p eheleute Henr. von Haren wegen des zu Keekerdom angekauften Rosskams de 5 t maij 1742,

Wir Henr. Pavenstät Sr. K.M. in P. Richter der stadt und amter Cranenburg so dan in der Duffelt wie auch Wander von Steen und Hermen Tonnesen beijde scheffen der gerichts bank Keekerdom und Loet zeugen und bekennen hirmit offentl dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seijn der h procurator Wilhelm Henr. de Wijs von Nimweegen verzeigend ein original mandatum vom 1 tn curr. kraft wessen er von der frau wittiben des h general empfangeren Verspijk in specie bevolmachtiget wäre um in ihren nahmen eine sichere kathstette zu Keekerdom, der Rosskamm genandt den kaufern eheleuten Henr. v. Haren und Maria von Bentum für eine wohlgdte wittiben wohlbezahlte summe geldes as 200 gl holl gerichtl aufzutragen. Mit dienstl ersuchen dass also in heutigem termino solches vor sich gehen und dessfalls ein adjudications schein ausfertiget werden mogte. Nachdem wir nun solchem suchen darauf hirmit deferiret allermassen er h gevollmachtigter nahmens seiner constituenten auf alle so geistl als weltl rechts ausflüchte in specie non numerata pecunia, rei aliter gesta quam scripta doli mali oder wie sonsten, renunciret desuper stipulando. So haben wir diesemnachst den h vollmachtigten procuratorem de Wijs nahmens gltr wittiben constituenten von besagter kathstette cum ap et dependentiis gantzl ent=, und die kaufere eheleute von Haaren derselben erben und nachkommen nun damit zu schalten ewig und erblich zu behalten damit hinwiederum beerbet, vorbehaltl sr k.m. als landes herren und eines jeden daran habenden guten vorrechtes. Zur wahrheits urkund haben wir richter und scheffen obe benandt diesen adjudications schein mit unserm richterl und scheffen siegeln nebst eigen handiger unterschrifft corroboriret, so dan von dem ad hunc actum adhibirten actuario schreiben protocollo inseriren und selbsthandig subscribiren lassen. So geschehen Cranenburg d 5ten maj 1742. J.H. Borghertz

224) 5.5.1742, Obligation fur die armen zu Loet auf scheffen Henr. von Haaren von 100 dahler de 5 t maj 1742,

Wir Henr. Pavenstät sr konigl maij. In Preussen richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Wander von Steen und Herm. Tonnessen scheffen der gerichts banck Loet und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit offentlich dass vor uns persohnlich kommen und erschienen seije der scheffen Henrich von Haaren, welcher bekandt wie dass er heute dato zu seinem sonderbahren nutzen von der Loetschen gemeine ans handen des zeitl armen provisoris Wesseln von Benthum mit bewilligung des hn Pastoris und der sämtlichen scheffen in einer summen baar aufgenommen und creditiret hätte hundert dahler Clevisch jeden zu 30 stbr gerechnet; gelobend und versprechend solche summe jährl und alle jahr jedes jahr besonders, pracise aufm verfall tagen, wessen aufkundigung beijderseits ¼ jahr vorher zu mögen thun freij bleiben solle, gegen 4 p cento und also mit 4 dergl thaler zu verpensioniren. Damit nun gedachter provisor oder die armen zu Loet solchen capitalis der intereen und etwa nicht hoftent zu verwenden den kosten halber desto besser gesichert seijn mögte stellete gdtr debitor Henr. von Haaren dafur nicht allein zum wahren und unvergreifl unterpfande seinen von der wittiben Verspijk an sich gekauften zu Keekerdom gelegenen kathen zum Rosskamm genandt sondern sistirte auch seinen schwagern vorgltn Wesseln von Bentum noch zum uberfluss zum caventen um sich in miszahlungsfall solcherhalb quovis meliori modo zu kommen und mögen erhohlen, immassen er dan debitor furter auf alle so geist als weltl aus fluchte der richtern in specie non numerata pecunia rei aliter gesta quam scripta doli mali moratioru seriarum oder wie sonsten nahmens seijn mögten, aus drucklich renunciren thate Desuper stipulando. In wahrheits urkund haben wir richter und ob scheffen dieser obligation mit unserm richterl und scheffen siegeln nebst eigen handiger unterschrift corroboriret so dan von dem caventen pra via stipulatione subscribiren lassen mithin durch den ad hunc actum adhibirtem actuario schreiben prothocollo inseriren und selbst handig unterschreiben lassen; So geschehen Cranenburg d 5ten Maij 1742; Joh: Henr. Borghertz.

225) 7.1.1743, Magenscheidt zwischen Jantje Speet witt. Daemen von Oij und den vorgnd Daemen von Oij nachgelassener kindern de Jan 1743,

Wir Henrich Pavenstedt königl Preussischer richter der stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt so dann Herman Tönnessen und Huisman scheffen der gerichtsbank Loeth und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit, dass nachdeme Johanna Speet wittibe dess abgelebten Daem von Oij mit Wilhelm vden Pavert zur zweijten ehe zu schreiten vorhabens, zwischen gnd wittiben unter assistenten Jordan von den Pavert an einer und deme vorgemelten Daem von Oij nachgelassene mit Johanna von Steen und Johanna Speet procreiirten kindern blutvormündern Henricken von Oij, Wander von Steen, Henrich van Haeren und Henrichen Speet, an andren Seithen nachfolgende magenscheidt gütlich geschlossen seij als

  1. Sollen die mit Johanna von Steen gezeugten dreij vorkindern nahmens Gertrudis, Ernesta und Theodora von Oij, wegen ihr mütterlichs und vätterlichs versterb in vollen eijgenthumb haben und besitzen ein kampgen bauland in der herlichkeit Millingen gelegen, wellis kämpken genandt, ausgenommen ein achtentheil, welcher Gerritjen von Oij wittibe Henricken Ewens zu ständig ist.
  2. Verspricht Johanna Speet wittiben Daemen von Oij vorgemelten dreijn vorkindern wegen angekauften mobilien 250 schreibe zweij hundert und funftzig gulden holländsch baar herauss zugeben, wogegen deme des wegen ihr mütterliche versterb vermacht aufgerichteter magenscheidt gantzlich cassirit und annulliirt seijn solle.
  3. Die übrige mobilien sind vertheilet, und der vorgemelten vorkinder ihr antheil in einer beij Henricken van Haeren zu Niel beruhender kisten laut hierangefügter specification hingeleget
  4. Behalten die vier kinder alss nehmlich die dreij gemelten vorkinder und das mit Johanna Speet gezeugtes kind Geeseken von Oij genandt, die halbscheidt ein stück baulandes in der Erleckom kentlich gelegen, wie auch in einen antheil des hauses und baulandes, worin gemelte Jantje Speet wittibe Daemen von Oij wohnet, seijnde ein drittel theil worzu sasszehn erben vorhanden.
  5. Verspricht vorgemelter wittibe, examinatis examinandis, an ihr mit dem seehl Daem von Oij gezeugtes töchterlein Geeseken von Oij genandt, von ihr vatterlichs versterb beij erhaltene mündiger jahren hundert holländischer gulden und wie eine neue kiste auszukehren, dabeneben
  6. Dasselbe fleissig zur schuhlen zuhaln, lehsen und schreiben leren zulassen und sonsten standesmässig in der furcht des herren zu erziehen, Desuper stipulando

Dessen zur wahrheits uhrkundt ist dieses magenscheidt dupliciter expedijret mit unserm respee richter ambts und scheffen siegel bedrucket, von allerseits contrahenten unterschreiben, auch von dem secretario protocollo inseririjret und unterschreiben, demnegst davon ein exemplar vorwelcher witt. Von Oij und das ander denen vormündern eingehändiget worden also geschehen Cranenburg de 7 ten januarij 1743

Specificatio

Von denen in der beij Henricken van Haeren forseiden kisten vorhanden, dem dreijen vorkinderen zuständiger mobilien etc.

  1. Funfzehn heubde
  2. zwolff bettelader
  3. ein tischlaeden
  4. ein hals tuch
  5. vier servietten
  6. dreij kus zage
  7. das klein zeug von der mutter
  8. das kinder geig
  9. ein schwartz kleidt
  10. ein cloffes Kleidt
  11. ein calemansteen sack
  12. ein sack von cloffes
  13. ein suijder kachsche und zweij schüs tucher
  14. ein reegen kleijdt
  15. ein bruijt rock
  16. dreij zinner schüsseln, ein teller, ein kumme und ein löffel
  17. ein silbern becher mit zweij löffel
  18. vier und zwantzig silberne knopfer
  19. ein paar silberne schalen
  20. ein silber creutz und zweij stiften
  21. ein silbener kette
  22. ein silber bügel
  23. ein gulden ring
  24. zweij dr ohr rings
  25. ein gulden schlötgen

N.B. die von dem grünen komm gekommener gelder hat der vormünder von Steen und muss davon rechnung thun.

226) 19.3.1743, Testamentum der letzter wille hr. Pastoris Wilhelm Coppers de dato Loeth d 19 martij 1743,

Wir Henrich Pavenstedt königlicher Pruisischer richter der stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Johann Noij, Johan von den Pavert und Henrich von Kolck, scheffen der gerichtsbanck Loeth und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit und krafft dieses, dass, nachdem der Römische Catholische Pastor alhier heer Wilhelm Coppers uns diesem morgen hirher veranlasset, was uns nach dessen behausung verfuget, und sr wohlehren: auf der kammer auf den bett zwarn kränklich und schwächlichen leibes jedoch beij gesunden vollkommen verstands und sprache irgend gefunden und als selbigen befraget was sein verlangen wäre, hatte er uns zu verstehen gegeben dass er gesinnet wäre, seiner letzter willens meijnung; wie er nehmlihc nach seinen gott gefälligen tode mit seiner nachlassenschafft gehalden werden wolle; aufzuwissen mit bitte seine aussagung behörig zu protocollum und darab documentum in forma probenti jure, theilen, welchen suchen wir dann auch ambts und pflichten halber deferiret haben, diesen nach.

  1. Besichert er nach seinen gote gefälligen tode seiner unsterbliche seele dem dreij einigen gott, vatter, sohn und heiligen geiste, dem leibe aber zur erden zu einer fröhligen ausserstehung.
  2. Legatiret und vermacht er an seiner zweij schwestern Judith und Margaretha, so dann an seinen beijden brüdern Anton und Johann Coppers jeder vorhaupt eine halbe pistolette und dann an silber geldt ein reuss doppelten gulden, welche dieselbe nach seinem tode aus seiner nachlassenschafft zugeniessen haben sollen, und wir
  3. Die hauchtsache eines testaments ist heeredes zu inhertuinen, so setzet und instituiirt er seiner nach seinen gott gefalligen tode zur universeeler erbinne seiner gantzen nachlassenschafft an seiner beij ihme wohnende nichte Johanna Coppers, mit der condition, das wann selbige, ohne leibes erben nachzulassen, mit tode abgehen mögte, so dann auf des testatoris nachlassenschafft das nonnen convent zu Cranenburg zweij hundert holländische gulden voraussgeniessen dar über steht aber den Loetschen armen und der Loetschen kirche und zwarn einen jeden die gerade halbscheidt zu theil fallen solle, und damit dieses alles behörig besorgt und nachgelebt werden möge, so setzet und verordnet er hiermit
  4. Zum executoressr dieses seines letzten willens den hiessigen kirchen meister Wessel von Benthum welcher unter assistenten derer pro tempore hirselbst im dorfen Loeth vorhanden dreijn scheffen respee Johan Noij, Johann von den Pavert und Henrick von Kolcke, alles behorig ausfuhren und verrichten sollen, und wir nun
  5. Testator hr Coppers, dass dieses sein echter wille seije, sich striff, erst und verbundlich erkläret, so verlanget derselbe auch, dass wann dieses sein testament oder echte willens meijnung nicht alss formeel oder solemneel testament solle angesehen werden wollen, selbiges jedoch alss im codicile, donatii inter vivos vel mortes pausa oder sonsten in der beständigsten form rechtens angesehen, gwohndet und gehalten werden solle, desuper stipulando.

Dessem zur wahrheits uhrkundt wir dieses gerichtliche testamentum mit unsern gewohnlichen respee richter ambts und scheffen siegeln corrobiret, auch von dem secretrie protocollo inseririiren und unterschreiben demnagst selbiges dem hrn testatori zu seiner verwahrung uberweisen lassen, also geschehen Loeth in des hrn testatoris behausung auf der auf cammer d 19ten martij 1743 dess vormittags um 11 uhr.

227) 22.4.1744, Cranenburg de 22 t April 1744 vormittags um 9 uhr coram jud: Pavenstedt,

Hr geheimbter wie auch criminal rath und advoc: fisci manner presentiret mir orig: obligat: von der freijhrn von Quadt zu Soppenbruck exelle: sr frau gemahlinne und eltern hrn sohns handt=unterschrifften und pittschafften von 7ten augusti 1742 und weilen in selbiger obligation die aussdruckliche clausue erfindlich ist, dass dieser obligation, an aller gerichter vohr die general oder special hijpothecke zu asseeturien creditori dinlich machtet werden mögte, selbiger gerichtlich machen und inseririjren zulassen; alst bath hr comparens solches brueckstelligen und ab actuario referiiren zulassen; bescheidt Der herr schluiter und secretarius Felderhoff hater diese vorgewiesener originale obligation seririo judiciali inseriren und de facta inseririatione auff gnd orig: obligat: zu notum signe Cranenburg ut supra. H: Pavenstedt.

228) 7.8.1742, Obligatio pro hr. Fried. Marckr auf freih von Quadt zu Soppenbruck von 7 aug 1742,

Zu wissen seij hirmit kund und offenbahr, dass uns unten benandten ehr= gemahlen frh: von Quadt zu Soppenbeeck zu unsern wurklich bebunden nutzen auf unser in standigts ansuche dhrn Criminal rath und Bädtr sijndicus J.F. Marckr creditiret und vorgestreckt hatt, die summa von 1000 rller und noch von 375 rllr so dann 200 rller in summa funffzehn hundert und funf und siebentzig reichsthaler Clevisch den rllr zu 60 stbr gerechnet desfals wie aufer…….. nicht gezahlten geldes wohlwissentlich renuciiren gehoben auch sothane 1575 rllr denselben ubers jahr auf dem fall tag zu restituiren und mit 5 pro cent biss zur ablage und aufkundigung; welche in ehre dem andern ein halb jahr zuvor zuthun gehalten seije soll; landes ublich zu verzinssen; und damit der selber vorgen gedachten capitals, interesse und unkosten um desto mehr gesichert seijn möge, so verschreiben uns demselben dafur generaliter alle unser erb haab und gütheren in specie aber alle …. und personae versicherung recht und gerechtigkeiten, womit uns der hr Graf v Bijlandt Palsterkamp und Spaldrop wegen der 6000 rllr in capitali, so uns von der weijlandt freij frauen gebohrenen Anna von Bijlandts per testamentum laut der vom seotbr 1741 am ober appellationes tribunal zu Berlin aus gewonnen uhrtheil legiirt worden verfasset ist gleicher dem selben dann auchagst tristigen motiven stipulum und versprechen dass so bald gn capital oder interessen ….. executior oder durch den vrij mis vergleichst von vormelten herren Graffen von Bijlandt gantz oder zum theil abgeführt wird gegen er auf dem erst einkommenden gelde vorallenandern bezahlet werden solle, geben demselben unsern glaubiger mit sein freijer macht und gewalt diese obligation und verschreibung zu Meijderick oder Dinslaecken oder am sonsten gerl general oder special hijpotheeq zu asslectum herren glaubigern dinlich seijn möge, gerichtlich machen und inserijren zulassen, alles unter wohl auss dewellicher renuncijr und brijebung, hingegeredenckliche (einenden) und exceptionel von betrug, listiget uberedung oder zwang ins besonder meines der verehlichen freijfrau von Quadt brijebung dess mir wohlverstandigen vellejanschen raths sluter, und der aathentiones si qua mutier, Uhrkundlich haben wir diese verschreibung eigenhändig unterschrieben, und mit unsern adelich angebohrnen pittschaften bedruckt, So geschehen Cleve d 7en aug 1742.Freijh von Quadt, Freijfrau von Quadt von Krikendt gebohrne Gräfinne von Lottum, Freijherren v. Quadt (Inppia)

229) 1.5.1744, Dito obligatio p h Marcker vom 1t maj 1744,

Kund und zu wissen seij hirmit dass uns endts unterschriebene ehegenossen freijh von Quadt zu Zoppenbruch konigl preusis wurcklich geheimbt ctato ministern und vice praesidenten in unsen aussersten angelegenheiten und nothe, und zu unsern grossen nützen und dienst auf unser bettliches anhalten der h geheimte rath Johan Fried. Marcker heute dato baer vorgeschossen und creditiret hat die summe von 500 rthlr Clevisch courant zu 60 stbr gerechnet, dessfals wie auf der einrede nicht gezahlten geldes wohl wissentlich renunciren geloben und verspreche auch so thane 500 rt so lange gtr h creditor selbige nach seinen willkuhr stehen zu lassen resoluiren solte, getrenlich auf vorherige 3 mohnathl aufkundigung, welche uns ebenfals auf 3 mohnath freijstehen soll, mit 5 p cent bis zu restitution und ablage zu verzinsen. Zu desto mehrerer versicherung unsers h glaubigers wegen gdtn capitalis interee kosten, und schadens setzen wie demselben zum generalen unterpfande alle unsere erbhaab und guter, er selbige auch gelegen zum specialen unterpfande aber stellen wie demselben alle real und personeel recht und gerechtigkeiten, vermit uns der h Graf von Bijland Spaldrop wegen 6000 rx in capitali und von 12 bis 13 jahren interee krafft beijm hochpruiss obertribunal in appellatorionem supplicatorio ergangenen rechts krafftigen nothlen verschuldet und derer loco specialis hijpotheca tacita et expressa der rittersitz Spaldrop realiter verhaftet ist, um sich daran auf die beste und begnehmste weise zu erhohlen und schadlos zu machen, gleich wie denselben auch beij wahren worten treu und glauben versprochen dass er aus denen von diesem judicato erst ein kommenden gelden es seij durch vergleich oder recht mittel es seij diese obligation vorherr aufgekundiget oder nicht vollkommen vor allen anderen contentiret und bezahlt werden solle. Wir geben denselben unsern glaubigern auch hirmit freije macht und gewalt diese obligation von 500 rthlr aller orten wo es demselben gelegen seijn mögte ins besondern aber bej dem gerichte zu Cranenburg worunter das adeliche guth Spaldrop gelegen gerichtl auch in unsern absentz möge inscririirn und mit specialer hypotheq afficiren lassen. Renunciren und verzeihen uns auch hirbeij wohl aus drucklich aller und jeder wieder dese obligation erdrucklicher ausflüchten und einreden, wie selbige nahme haben und erdacht werden mogten von betrug gewalt oder listiger uberradung und dass anders geschrieben als gedacht seije; wie ich danauch die freijfrau von Quadt gebohrne Grafin von Lottum das mir wohlbekandten und verteutschten dem weibl geschlechte zu gute verordneten rathschlusses sc tum Vellej genand und der auth si qua mulier wohlausdruckl und den verrl ausgeschworene eijdes statt mich entsage und begebe. Zur urkundt dessen haben wir beijde dese obligation eigenhandig unterschrieben und mit unsern pittschafften bestatiget; Sigl Ossenberg d 1ten maij 1744. (LS) freijh von Quadt (LS) freijfrau von Quad zu Wickrad geb. Grafin von Lottum.

230) 30.8.1744, Obligatio pro h. Past. Koppers zu Leut auf Henrich Bonenkamp von dem 30 aug 1744,

Ich unterschriebener richter der stadt auch amter Cranenburg und in die Duffelt zeuge und bekenne hirmit wie dass untern heut benandten dato vor mir persohnl erschienen seije der gerichtsbotte von Loet Henrich Bonenkamp und bekandt dass er von dem zeitl Lotschen pastore h Coppers in einer baaren und unzertrenten summen aufgenommen und empfangen habe hundert funf und zwantzig Clevische dahler, der gestalt dass so lange obglte h pastor im leben selbige gelder jährl und alle jahr mit 4 p cent an dessen handen verpensioniren nach dass am tode aber 50 dahler der kirch von Loet item 50 dahler dortigen armen wie noch 25 dahler dem zeitl succederen den h pastori zugelaget und dergestalt aus gekehret werden sollen, dass jeden von 3 theilen freijgegeben werde solches capitale als oben specificiret entweder beij dem debitori verbleiben zu lassen oder ein viertel jähr vor dem verfalls tag auf zu kündigen, welches debitori ebenfals freij stehen soll, zur versicherung dessen verbindet debitor Bonencamp seine hier in Loet gelegene kathstette cum ap et dependentiis und soll ihm nach dessen erben und nachkommen nichts als baaren zahlung befreijen; beij welchem dann auch ubrig uns noch errinnert worden wie mehrglte zeitl pastor fur die zu habende zeitl inter et des Clevisch dahlers verpflichtet ist alle jahr eine misse vor das he pastoris Coppers seele zu verrichten auch we.ter dass ein habere dieser obligation nach wohl gltn h pastoris tode sich verbinden und verpflichten sollen sorge zu tragen dass die erben mehrgdtn pastoris wegen begrab nüss kosten, in kirch wie auch begrabniss kleider kosten, so die kirche quasi pratendiren solte kommen gar nicht angesprochen werden sollen beij verlust des determinirten capitalis der 50 dahler, welches so dan beij entstehung dessen auf die erben verfallen soll. Dass dafur in gegenwart des creditoris h pastoris Coppers und debitoris Henrichen Bonen camp also veraccordiret und bewilliget worden solches wieder durch obgltn richterlichen wie auch des deju adhibirten actuarii unterschrifft corroboriret. So geschehen Löth de 30 aug 1744. H. Pavenstädt. J.H. Borghertz ad hunc actum adh actuar: Nachdem den debitori Henrichen Bonencamps diese verschreibung in beijseijn der scheffen Johan Noij und Johan von de Pavert und Henr. von Kolck und des kirchenmeister Wesselen von Benthum vorgelesen hat er selbige aber mahlen recognoscirt und jahrl deren landes ubl interee zu zahlen versprochen. Cranenburg d 18 aug 1744.

231) 15.10.1744, Magenscheid zwischen Petern Nass und sein 5 mit Petronella von Eijck gezeugten kindern vom 15 oct. 1744,

Wir Henr. Pavenstadt k.p. richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Jan Noij und Henr. von Kolck scheffen der gerichtsbank Loet und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit und krafft dieses, dass heute dato vor uns persohnl kommen und erschienen seijn Peter Nass mit den blut vormundern seiner mit seiner abgelebte frauen Petronella von Eijck gezeugten 5 kinder benentlich Derck Nass und Henrich von Heck zu erkennen gebende, wie dass erstglte Peter Nass mit Grietjen Hiltjes zur schweijten ehe zu schreiten gesinnet und des wegen an heute seinen funf kindern ihr mutterl versterb beweisen wolte dass solchen nach nach reifer erweegung des status nachfolgendes magenscheid gutlich geschlossen seij als:

  1. Soll der vater Peter Nass die 5 kinder nahmens Eberhard, Johan, Henrich, Johanna und Catharina Nass ehrlich und standes massig erziehen und fleissig zur schule halten.
  2. Sollen die kinder vordaus ziehen, das zinne welches mit ihrer abgelebten mutter nahmen gezeichnet nahml 2 zimmerman schüsselen und 2 teller nebst der mutter kisten und des zu ihrem leibe gehorig gewesene linnen und wullen.
  3. Solte der alteste sohn seiner abgelebten mutter güldenen ring vorans haben und behalten.
  4. Wan die kinder so weit gekommen, dass sie wie andere dienstbotten lohn verdienen konnen, und sie solches verlangen, soll ihnen von dem vater, was billig ist gegeben werden.
  5. Wan der vater Peter Nass von dem jetzt bewohnendem hofen abziehen mögte sollen die 5 kinder den ¼ theil von dem aufm lande stehenden korn früchten freij stehen zu geniessen.
  6. Soll den vater Peter Nass gehalten seijn jedem von vorglten 5 kindern vor ihr mutterl versterb nach erhaltenen mündigen jahren oder wan sie sich mit consens des vateren und vormündern verheijrathen mögten 95 dahler 15 stbr Clevisch bahr auskehren, welches geld von dem einem kinde auf das andere und also bis auf des letztlebende verfallen soll im fall ein oder mehr kinder ohne leibes erben nach zu lassen sterben solten.
  7. Soll zwischen desen 5 kinderen und den in bevorstehender ehe zu procreirenden; wan die vorkinder ob beschrebenes) voraus gezogen; uniproli um statt haben und sie angesehn werden als ab sie alle aus einer ehen gezeuget. Desuper Stipulando.

Dessen zur wahrheits urkund wir dieses magenscheid dupliciter expediren lassen mit uns. gewohnl respee richter amts und scheffen siegele corroboriret von dem secret. protoc. inseriren und unterschreiben demnachst davon ein exemplar dem vater das andere aber dem blut vormundern aus reichen lassen. So geschehen Cranenburg d 15 8bris 1744.

232) 23.4.1745, Auftracht fur Wessel von Bentum von dem Jan Moers zustandig gewesene antheile an der Rossmuhle, Lockert und Weng vom 23 apr 1745,

Wir Hend. Pavenstadt k.p. richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Joh. von de Pavert und Hen. von Kolck, scheffen der Gerichtsbanck Loth und Keekerdom zeugen und beurkunden hirmit dass heute dato vor uns in form des gerichts persohnl kommen und erschienen seijn Johan Moörs und den mijt eren handen in behuef Wesseln von Benthum vor eine ihm wohl bezahlte summe von 350 Clevische dahler cediret transportiret und ubertragen sein nach seiner frauen absterben anererbtes 1/5 theil an die in Löht kentlich gelegenen kathstette die Rossmühle genandt sambt Lockert und Weng ungl den von Jan von Bentum anererbten 1/3 theil an vorbemelten gütern ein damit gleich wie mit seinen ubrigen eigenthumbl güter nach belieben und wohlgefallen zu mogen schalten und walten gestalten er comparens Moers daran nicht dass geringste recht mehr zu haben oder zu behalten sich erklähret. Des endes dan ich richter anfangs gemelt vorgltn verkaufern Johan Mors von vorgltn antheilen an der kathen die Rossmuhle genandt samt Lockert und Weng hirmit gantzl ent hingeg den ankaufern Wessel von Benthum so dan dessen erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet habe, jedoch vorbehaltlich seiner konigl maej, Desuper stipulando. Dessen zur wahrheits urkund wie diesen gerichtl auftracht mit unseren gewohnl respee richter amts und scheffen siegelen corroboriret auch von dem gerichts schreibern protoc. inseririiren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d 23 april 1745.

233) 23.4.1745, Obligatio fur Dorothea Winterberg auf die eheleute Wessel von Bentum und Johanna Lucassen vom 23 april 1745,

Wir Henrick Pavenstadt k.p. richter der Stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Johan von de Pavert und Henrich von Kolck scheffen der Gerichtsbanck Loth und Keekerdom zeugen und beurkunden hirmit und krafft dieses, dass heute dato vor uns in form des gerichts persohnl kommen und erschienen seijn die eheleute Wessel von Benthum und Johanna Lucassen und bekandt von Dorothea Winterbergs in einer unzertheilten summa creditirt aufgenommen und baar empfangen zu haben 350 Clevische dahler jeden dahler zu 30 Clevische stuber gerechnet mit welchen Gelden sie comparentes das kinds theil des sohnes von Joh. Moers und das 1/3 theil des verstorbenen Jan von Benthums abgeleget, gelobend und versprechend dieses capital jährlich und alle jahr bis zur ablegung, davon die losskundigung beijden theilen ¼ jahr voren verfalltag freij stehet, und 5 pcto landes ubl interee praecise auf dem verscheins tag an handen der glaubigerin zu verzinsen damit um vorglte glaubigerinen so wohl wegen des capitalis die 350 dahler als darab verfallenden zinsen gnugsam gesichert seijn möge so verbinden davor mehrglte eheleute debitoren nicht allein in genere alle ihre gereide und ungereide jetzige und kunftige guter sondern auch in specie ihre antheil an der zu Loth gelegenen katstette die Rossmuhlen genandt so dem Lockert und Weng um sich darahn in unverhofften misszahlungs fall p capitali interee und aber aufgehanden kosten zu komen und mögen erhohlen; da vorwegen renunciren mehrglte eheleute anfalle ihren herwieder zu statten kommende exceptiones in specie der exception non numerata aut in rem versa pecunia, rei aliter gesla quam scripta moratorii feriarum htum vellg: et auth siqua mulier, welches alles den eheleuten debitorn wohlens geleget und sie solches verstanden zu haben bekandt auch angelobet haben an eides statt dass sie vom dieser obligation nichts als baaren zahlung befreijen solle. Desuper stipulando. Dessen zu wahrheits urkund wie diese obligation eigenhandig unterschreiben mit uns gewohnl respee richter amts und scheffen siegelen bedrucket durch den gerichts schreibern protoc inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d 23 april 1745.

234) 29.12.1745, Testamentum der eheleute Derck von Doorn zu Keekerdom vom 29 xbris 1745,

Ich Peter Felderhoff pro tempore richter amts verwalter so dan wir Wander von Steen, Herman Tonnissen und Willem von de Pavert scheffen der Gerichtsbanck Löth und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit und krafft dieses dass uns heute dato die eheleute Derck von Doorn und Anna Wolters ersuchen lassen zu sie zu kommen, als wir an ihrer behausung gekommen haben wie den eheman Derck von Doorn in der kirchen auf dem bette liegend zwarn kranklichen und schwachlichen leibes jedoch beij gesunden und vollkommenen verstande, dessen ehefrau Anna Wolters aber gehend und stehend gefunden, da wir nun vorglte eheleute befraget warum sie uns zu sich kommen lassen und was ihr verlangen wäre, haben aus deselbe geant wortet wie dass sie gesinnet waren ihre letzte meijnung, wie es ursach auch ihren gott gefalligen tode mit ihrer nachlassenschafft in genere et in specie gestellet wissen wolten, aufzurichten mit bitte ihre aussage ad prothocollum zu nehmen und darüber ein documentum in forma probanti ausfertigen zu lassen demnach:

  1. Befehlen sie eheleute testatores nach ihrem gottgefalligen tode ihre unsterbl seelen dem eewigen gott vater sohn und h geist ihre leiber uber der erde zu einer frolichen auferssehung.
  2. Legatiret er eheman den patribus capucinis zu Cleve 10 gulden holl an die patres observanten zu Elten 10 gülden und an hiesigen h past. Bless 20 gulden holl um dafur seel messen zu lesen welche seine frau Anna Wolters auch seinen gottgefalligen todt vorglte massen auskehren soll.
  3. Legatiret er an seinem vater Otto von Dornick diejenige 12 gulden welche er demselben baar vorgestrekt und sollen ihme solche hirmit quit gegeben und erlassen seijn, dabeneben soll ermelter sein vater nach seinem gott gefallig todt auf seine nachlassenschafft geniesen eine species ducaten welchen seine frau Anna Wolters an vorgltn seinen vater Otto von Dornick baar aus kehren soll.
  4. Vermacht er an seinen brüder Willem von Dornick seinen besten rock welchen seine nachbleibende frau an demselben gleich aus kehren soll und den
  5. Die einsetzung der erben des principalsten requisitum eines jeden testaments ist, so sehen vorgemelte eheleute testatores Derck von Doornick und Anna Wolters einer den andern reciproce zum universeelen erben aller ihrer jetzt habenden und kunfftigen guter so wohl mo als im mobiliairen hirmit ihrgestalt ein, dass der oder die letztlebende selbige ewig und erblich besitzen und damit nach belieben und wohlgefallen solle schalten und walten mogen und nicht gehalten seijn an jemanden unter was protext es im aver wolle, davon rechenschafft zu thun und da
  6. Eheleute testatoren dieses ihre letzte und im wiederens willens meijnung zu seijn sich strijt fest und verbindlich erklähret so woll und begehren sie auch dass wan diese ihre letzte willens meijnung nicht als ein solemneel testament angeseh werden wolte selbige jedoch als eine donutio inter vivos vel mortis causa oder sonsten in der bestandigsten form rechtens gerhedet werden solle. Desuper stipulando.

Dessen zur wahrheits urkund ich richter amts verwalter vorgemelt dieses testament mit meine gewöhnlich pittschafft und wir scheffen mit uns. gemeine scheffen siegel bedrucket von dem gerichtschreibern protoc inseriren und unterschreiben demnachst den eheleuten testatoren zu ihrer verwahrung uberreichen lassen. So geschehen Keekerdom in die testatoren behausung in der küchen d 29 dec: 1745 vormittages um 11 uhr.

235) 11.10.1746, Obligatio pro frau wittiben Blijdenberg auf h Canonicum Huismann vom 11 8bris 1746,

Ich Peter Felderhoff beij vacanten richterdienst richter amts verwalter der amter Cranenburg und in der Duffelt so dan wir Johan von de Pavert und Henr. von Kolck scheffen der gerichts bank Loeth und Keekerdom zeugen und bekennen hirmit wie das heut dato vor uns erschienen ist h Gerh. Henr. Huisman und hat bekandt von der frau wittiben commetorien räthin Anna Gerdrud Blijdenberg gebohren Bresser in einer unzertheilten summen aufgenommen und creditiret zu haben 800 Clevische reichsthaler jeden zu 60 dergl stuber gerechnet, gelobend und versprechend dieses capital jährl und alle jahr bis zur ablose, welche ein theil dem andern ¼ jahr vor dem verfall tage zu thun freijstehen soll, mit 4½ p cento also mit 36 rt zu verzinsen, damit nun frau glaubigerinne ihres capitalis interee und etwa mererhoffentl darauf kommende kosten und schaden gesichert seijn möge, so stellet obglte h Gerh. Henr. Huisman zum wahren unterpfand seine, von seinen grosseltern geerbte und ihm allein zugehorige und sonst nicht beschwerte sogenandte Kolcks hoffstatte jetzo bewohnt durch Gerrit Holtermann und Ratzen Camp kentlich in Löth ostwert neben Beckers land gelegen stossend mit einem ende an die grosse wasserung mit dem anderen aber an die Lothsche gemeine zusamen so bau als weijde land gross 9 morgen 90 ruthen gestalt wohlgdte frau creditricinnen freij stehn solle um sich daraus quovis meliori modo in unverhofften misszahlungs fall kost und schadenloss zu halten, wohl wissentlich renuncirend auf alle exceptionen so geist als weltl ins besonderen aber auf der ausflucht des nicht gezahlten geldes die sache seij anders abgehandelt als wiedergeschrieben solcher gestalt dass kein kriegs verderb oder deren etwas sondern allein baare bezahlung mehrgdtn debitorem schützen und befreijen solle desuper stipulando . In wahrheits urkund habe ich richter amts verwalters diese obligation mit hiesigem stadts siegel so dan wie scheffen mit dem gemein scheffen siegel aufs spatium bedrucket auch durch den actuarium protocollo inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d 11 8bris 1746.

236) 26.1.1747, Magenscheid zwischen Maria von Benthum witti Henrichen von Haaren und ihren kindern von 26 tn jan 1747,

Ich J.C. Everwijn von de Wall k.p. richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so an wir Wander von Steen und Johan Huisman scheffen der gerichts bank Löth und Keekerdom beurkuden hirmit dass heute dato vor uns persohnl kommen und erschienen seij Maria von Bentum wittibe des abgelebten scheffen von Haaren und uns zu erkennen gegeben wie dass sie gesinnet wäre mit dem anwesenden Henrich Verheijen zur 2ten ehe zu schreiten, zuvor aber ihren in ersterer ehe mit Hen. von Haren gezeugten 3 kindern nahmens Aletta, Petronella und Catharina von Haren, ihr vaterl antheil beweisen müsste, und des wegen der kinder blut vormunder, Gerrit von Haaren welcher de rato cavirte fur seinen in Nimwegen wohnenden burdern Joh. von Haren, hirbeij sistirte mit bitte dass solcherhalb ein formlich magenscheid aufgerichtet und expediiret werden mögte, welchen suchen dann auch deferiret und darüber nachfolgendes magenscheid nach reifer examiniring ihrer vorhandenen effecten gutlich geschlossen worden:

  1. Soll die vorhabende ehe fordersamst durch priesterl copulation wie brauchlich vollzogen werden.
  2. Versprechen kunfftige eheleute die glte 3 kinder ehrlich und standes massig zu erziehen.
  3. Sollen vorglte 3 kinder vor ihr vaterl versterb, wannoch sie ihre mündige jahren erhalten oder mit der eltern und vormünder consens sich verheijrathen mogten, die gerede hälfte des der wittiben von Haaren zustandigen 1/5 theils an der kathstette zu Loth die Rossmühle genandt geniessen und vor uns ziehen.
  4. Wonach von vorgltn 3 kindern eines oder mehrere ohne leibes erben nachzulassen, mit tode abgethan mögte soll dessen oder derselben antheil zur halffte der mutter und zur hälffte den uberbleibenden geschwistern an(haren)fallen.
  5. Wonach in bevorstehender ehe kinder procreiret werden mögten, soll es zwischen denselben und den vorkindern aus erstr ehe nach landes und kirchspiels rechten gehalten werden desuper stipulando.

Dessen zur wahrheits urkund dieses magenscheid zugleich expediret mit uns respee richterl und scheffen siegeln corroboriret von dem gerichts schreibern protocollo inseriret und unterschrieben demnachst davon ein exemplar dem vormünder und des anderen bevorstehenden eheleuten uberreichet worden. So geschehen Cranenburg d 26 jan 1747.

237) 3.2.1747, Magenscheid zwischen Jenneken Laemers wittiben Henr. Vermaes und ihren kinde Jan Vermaes vom 3 feb 1747,

Ich J.C.E. von de Wall k.p. richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dann wir Wander von Steen und Joh Huisman scheffen der gerichtsbank Löth und Keekerdom urkunden hirmit dass heute dato vor uns persohnl erschienen seij Jennecken Laemers wittibe des verstorben Henrich Vermaes und Walrave von Benthum als vormünder von ihrem sohn Johan Vermaes und zu erkennen gegeben wie sie gesinnet wäre mit Arnold Ruis zur 2ten ehe zu schreiten zwar aber ihrem sohn mit Henr. Vermaes gezeuget nahmens Joh. Vermaes sein vaterlich versterb beweisen müsste mit bitte dass darüber ein forml magenscheid ausgefertiget werden mogte, welchem suchen dann auch statt gegeben und folgendes magenscheid aufgerichtet werden.

  1. Soll die vorhabende ehe forders auss durch priesters copulation vollzog werden.
  2. Verspricht sie vorgltes kind ehrlich und standes massig zu erziehen.
  3. Ist nach reifer examination ihrer effecten, weilen selbige sehr gering und das kind noch klein, dahin verabredet, dass sie vorglten ihrem sohn Joh. Vermaes beij erhaltenen mündigen jahren, oder wan er sich consensu parentum et tutorum verheijrathen würde, fur sein vaterl antheil 30 Clevische dahler baar auskehren solle fur welche 30 dahler ihr anwesender bruder Alert Laemers caviret und noch daneben zu wahrburg gestellet.

Wander von Steen und Joh. Huisman. Desuper stipulando. Zur wahrheits urkund haben wir dieses magenscheid dupliciter expediren lassen mit unsern gewohnl respee richterl und scheffen siegeln bedrucket von gerichtschreiber protoc: inseriren und unterschreiben demnachss daran ein exemplar die wittiben des andere aber dem vormund überreichen lassen. So geschehen Cranenburg d 3 febr 1747.

238) 30.3.1747, Auftracht pro Arnd Holterman zu Leuth vom 30 martij 1747,

Ich Joh.C.E. von de Wall Sr.h.m. in P richter der stadt und amter Cranenburg und in der Duffelt so dan wir scheffen Jan van de Pavert und Johan Noij scheffen der gerichtsbank Loth und Keekerdomm zeugen und bekennen hirmit dass vor uns persohnl kommen und erschienen seijn Henr. Coenders welcher bekandt wie dass in der uber seine schwester Jenneken Coenders gewesene ehefraw Arndt Holtermans nachlassenschafft zwischen ihn und Arndt Holterman angestelten theilung letzten zu theil gefallen seij die laut gerichtl auftracht von 14 maij 1740 den eheleuten Arnd Holtermans ubertragene folgende perceelen als das antheil von dem zu Loth beij des Capittuls hoff zu Cranenburg kentlich gelegene von Jan Arnds herkommende hauss und hoff städte cum annexis, so dan ein kleine kampgen das Scheele kampgen genandt imgleichen ein stuck baulandes das Acht hund genandt und ein stuck bauland die Kleine Wenge genandt so gross und klein fur seine halbscheid in vohr und pahlung gelegen. Es wolten dem nach comparens Hend. Coenders selbige parceelen zum behuef des Arnd Holtermans mit dem bedinge dass derselbe wegen der nachlassenschafft seiner verstorbenen ehefrauen hinfuhr nichts mehr pratendiren sondern mit gdtn ihm zu theil gefallenen stücken zu frieden seijn solle ubertragen transportiren und erbcediren, mit versprechen seines theils mit der ihm dejetzo erbl cedirten weijde zu frieden zu seijn wes wegen dem der h richter obgltn Henrich Coenders von vorgedachten parceelen gerichtlich ab und dem Arndten Holterman damit hin wiederum beerbet, jedoch vorbehaltl s.h.m. und jedermans daran habenden guten vorrechtens desuper stipulando. Dessen zu wahrer urkund haben wir diese gerichtl. auftracht mit uns respee richter und scheffen ambts siegel aufs spatium dieses bedrucket, von dem actuario expediiren den protocoll buche verbote nus inseriren und mit erschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d 30 martii 1747. J.H. Borghertz.

239) 3.6.1749, Magenscheid zwischen Joh Euwens und seinen in erster ehe mit Johanna von Steen gezeugten 4 kindern vom 3t junij 1749,

Wir Johann Christian Everwijn von de Wall koningl Preussischer Richter der Stadt und Amter Cranenburg und in der Duffelt so dan Herman Tonnissen und Henrich von Kolck scheffen der gerichtsbanck Leut und Keekerdom urkunden hiermit dass auf unterschriebenem dato vor uns persohnl erschienen seij Johan Ewens und zu erkennen gegeben, wie er mit Johanna Coppers zur 2tn ehe schreiten, zwar aber einen in erster ehe mit Johanna von Steen gezeugten 4 unmündigen kindern als Henrich, Wilhelmina, Gerhard, und Willem Ewens, ihr mutterlich versterb beweisen wolle, mit zu solchen ende Wander von Steen und Johan von Steen als blut vormündere von gltn kindren mit hirhin gebracht hatte, und dabeij gebethen dass daruber ein formlich magenscheid aufgerichtet werden möge, welchem suchen dem deferiret und nach erwegung des budels nachstehendes magenscheidt güt geschlossen ist, als:

  1. Sollen kunftige eheleute gehalten seijn obgemelte 4 kinder ehrlich und standes massig zu erziehen auch fleissig zur schulen zu halten.
  2. Soll die tochter Wilhelmina das gebeth buch mit silbern beschlag ein gulden creutz ein silbern creutz eine silberne haar nadel, ein cloffen mantel und rock, einen damasten rock, einen calam ang rock, einen sergen rock, 12 treck mützen, 4 vesten, ein paar weisse handschuhe, 2 schertz tücher, 10 hemder, und schnur leiber welche ihre verstorbene mutter getragen, voraus haben nicht weniger.
  3. Soll der jungste sohn Wilhelm den guldenen ring von seiner mutter haben so dan,
  4. Soll der vater gehalten seijn vorgemelter tochter und dem jungsten sohn Wilhelm jedem 100 Clevische dahler den beijden ubrigen sohnen Henrich und Gerhard aber in betracht dass die tochter und der sohn obig specificirtes voraus bekommen, jedem vorhaupts 110 Clevische dahler dabeneben den 3 sohnen eine kiste beij erhaltenen mündigen jahren vor ihr mutterl versterb bavens zahlen.
  5. Wennoch von vorgltn vier kindern eins oder mehrere dhun leibes erben nach zu lassen, mit tode abgehen solte soll dessen oder deren mutterl antheil zur halffte auf den vatern und zur halffte auf den noch anleben seijnde vorkindern versterben und devolriren.
  6. Soll dieses den kindern wie vorgemelt bewiesenes mutterliches versterb in dem antheil, welches der vater Joh. Ewens von seiner noch lebende mutter der wittibe Ewens nach ihrem tode zu erwerben hat, verschrieben und gefestiget bleiben.
  7. Soll alles was hierin nicht deutl exprimiret nachlandes und kirchspiels rechten gehalten werden desuper stipulando. In urkund der wahrheit ist dieses magenscheid 2 fache aus gefertiget mit unsern respee richter ambts und scheffen siegeln bedrucket, von dem gerichts schreibern protocollo inseriret und unterschrieben, auch davon ein exemplar dem vater das andere uber den vormunderen uberreichet werden. So geschehen Cranenburg d 3ten junij 1749.

240) 22.4.1750, Gerichtliche auftracht fur Walrave, Ernesta und Jantje von Oij von ein dritten theil des zu Keekerdom begelegenen so genannten Schauenburgs guths de 22 aprilis 1750,

Ich Johann Christian Everwijn von de Wall königl Preussischer Richter der Stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Herman Tonnissen scheffen der gerichtsbank Leuth und Kekerdom welcher hirvon an seinen mittscheffen Johann Huisman referiret uhrkunden hiermit, dass auf unterschriebenen dato vor uns persohnlich erschienen sindt Anna von Oij, Ehefrauw von Rijck de Bruijn, Rutt von Oij nahmens seiner stieffmutter, welche ihnen laut aussage des scheffen Herman Tönnissen hirzu mundlichn vollmacht gegeben, Gerritjen von Oij wittwe von Hendrick Iwens, Willem van den Pavert, nahmens seiner Ehefrauwen und tochter Geesken van Oij, Henrich von Beeckhuijsen, Henrich Verheijen und Ernesta Verheijen, und haben an unseren händen zum erblichen behuef Walrave von Oij, Ernesta von Oij und Jantje von Oij fur eine ihnen bezahlte summe von funff hundert und funff und zwantzig Clevischen dahler das ihnen gemeinschaftlich gehörig gewesene ein dritten theil von dem so genandten Schauenburgs gute, wovon die ubrigen 2/3 der Elendigen bruderschaft zu Nijmegen zuständig, welches jetzo von Willem von den Pavert bewohnet wird, transportiret und ubertragen auch declariret haben daran nicht das geringste recht mehr zu haben oder zu wollen behalten, sondern denen ankäufferen freij stehen solle, damit nach belieben und wohlgefallen gleich wie mit ihren ubrigen eigenthumlichen guthern zu mogen schalten und walten. Des endes dan ich richter anfangs gemelt vorgemelte sämbtliche verkäuffern von besagten ein drittentheil des so genandten Schauenburgs guths cum ap et dependintiis hiermit gäntzlich ent= und hergegen die Ankäuffern Walrave, Ernesta und Jantjen von Oij so dann dererselben Erben und nachkommen damit hirwiederum beerbet und ihnen selbiges in vollen eijgenthum ubergeben habn, jedoch alles mit vorbehalt Sr königl maij. als landes herren und eines jeden darahn habenden vorrechtens desuper stipulando; In wahrheits uhrkundt haben wir diese auftracht mit unsern gewöhnlichen respee richter=ambts und scheffenthumbs siegelen bestätiget, auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequen-buch inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg den 22 Aprilis 1750.

241) 16.6.1750, Auftracht fur Daam Reimers von einer in Leuth gelegenen weijde der Schmale kamp genandt, welche er von Henrich Coenders gekauftet de 16 junij 1750,

Wir Johann Christian Everwijn von de Wall königl Preuss Richter der Stadt und ämter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Johann Noij und Henrich von Kolck scheffen der gerichtsbanck Leuth und Kekerdom uhrkunden hiermit und krafft dieses dass auff unterschriebenen dato vor uns persöhnlich erschienen seijn Henrich Coenders und an unsern händen in behueff Daemen Reimers fur eine bahr bezahlte summa von funffhundert und zwantzig holländische gulden cediret und ubertragen habe eine in Leuth kentlich neben gemelten Daam Reimers erbe zur einen seithen und zur anderen seithen von Wachtendoncks erbe gelegene weijde mit einem ende an der gemeine strassen und mit dem anderen an Frölinghausen und der kirchen erbe anschiessend das Schmal kämpgen genandt, gross ohngefehr zweij morgen und hundert ruthen, jedoch so gross und klein, als selbige daselbst in fohr- und pahlung gelegen, welche er von seiner verstorbenen schwester Jenneken Coenders gewesene ehefrauen von Aarnd Holtermann, beijder mit gemelten Aarnd Holterman gehaltenen theilung angeerbet, und ihnen von mehrgl. Aarnd Holterman am 30 martij 1747 erblich cediret worden, fur freij allodial und unbeschwert erbe, ausgenohmen schatzung, morgengelder und gemeinen kirchspiels kosten, um damit nach belieben und wohlgefallen zu mögen schalten und walten, gestallten er Henrich Coenders des kauffschillings halber völlig befriediget wäre und also an obgemelter weijde gar kein recht mehr haben oder behalten wollte. Des endes dan ich richter anfangs gemelt vorgemelten Henrich Coenders von gemelter weijde hiermit gäntzlich ent- und hergegen den ankäuffern Daem Reimers so dann dessen erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet, und ihren selbige erblich zu besitzen ubergeben habe, jedoch vorbehaltlich seiner königl. Maij: als landes herren und jedermännlichen daran habenden guten vorrechtens desuper stipulando. In dessen uhrkundt haben wir richer und scheffen vorgemeldt diese gerichtliche aufftracht mit unsern gewöhnlichen respee richter-ambts- und scheffen siegelen bedrucket auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequen-buch inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg den 16 junij 1750.

242) 17.11.1750, Auftracht von Henrick Entzeler und dessen tochter Anna Entzeler von der kaetstette zu Keekerdom in behueff Hendrina von Steen de 17 novembr 1750,

Ich Johann Christian Everwijn von de Wall königl: Preusch: richter der stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Wilhelm von den Pavert scheffen der gerichts-banck Leuth und Keekerdom, welcher hiervon an den scheffen Johann Huijsman zu referiren ubernimbt, uhrkunden hiermit, dass auf unterschriebenen dato vor, uns persönlich erschienen seind, Henrick Entzeler und dessen tochter Anna Entzeler, ehefrauw von Abraham Mercks und an unseren händen in behueff der unverheijratheten tochter Hendrina von Steen fur eine summa von 90 schreibe neuntzig holländische gulden und ein malter weitzen cediret und ubertragen seine in Keekerdom neben den deich gelegenen kaetstette nebst Willigen-Pass und ubrigen ap- und dependentien zusammen ohngefehr 50 ruthen gross, jedoch mit der condition, dass er Henrick Entzeler, so langer er lebet im hausse in der kammer freij und ohnentgeltlich solle wohnen mögen fur freij allodial und ohnbeschwert erbe, ausgenohmen einem dahler grundgeld an der kirche zu Keekerdom jährlich zu bezahlen welchen ankäufferinnen pro futuro zu entrichten, angelobet, und da ankäufferinnen die darauff hafttende schulden von schatzung, dienste gelder und grund zinss abzufuhren, und so dan den rest des kauffschillings an verkaufferen vor bevorstehenden maij zu entrichten angelobet hat, so wollten sie comparentis an vorgemelter kaetstette cum ap- et dependentiis gar kein recht mehr behalten sondern selbige der ankaufferinnen in der bestendigsten form rechtens hiermit ubergeben. Was endes dan ich richter anfangs gemelt vorgemelter verkäuffern von besagter kaetstette, hauss kohl-garten, willigen pass und ubrigen appendentien hiermit gäntzlich ent= und hergegen die ankäufferinne Hendrina von Steen so dann derselben erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet habe, jedoch vorbehältlich seiner konigl: majistät als landes herren und jedermännlichen darahn habenden guten vorrechtens, desuper stipulando. In dessen uhrkundt haben wir diese gerichtliche aufftracht mit unseren gewöhnlichen respee richter ambts und gemeine scheffen siegel bestätiget, auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequen-buch inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg den 17 novembr. 1750.

243) 1.12.1750, Auftracht von Ewen Lippitz zum behueff Derck Janssen Öttjes von einer halben kaetstette zu Kekerdom de 1 Decembr 1750,

Ich Johann Christian Everwijn von de Wall königl: Preusch: richter der stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Johann Huijsmann und Willem von den Pavert scheffen der gerichts bank Leuth und Keckerdom uhrkunden hiermit, dass auf unterschriebenen dato vor uns persönlich erschienen seijn Ewen Lippitz und an unseren händen in behueff Dercken Janssen Öttjes fur eine summa von 250 schreibe zweij hundert und funffzig holländische gulden cediret und ubertragen seine in Keekerdom gelegene von Derck von Steen herkommende halbe kaetstette wovon die andere halbscheidt Johann Wanders zuständig wäre, und da der ankäuffer Derck Janssen auf den kauffschilling vor erst an die wittibe von Willem Braam 150 gulden; welche er verkäuffer darinnen auffgenohmen gehabt; baar bezahlet und abgeleget, dabeneben diejenige 75 gl: welche der Pastor und kuster zu Keekerdom auss diese kaetstette von ihnen verkauffern zu praetendiren hätten auff sich genohmen, und den rest des kauffschillings mit funff-und-zwantzig gulden an heute in judicio deponirt hatte, so wollte er comparens darahn gar kein recht noch praetension mehr haben noch behalten, sondern vorgemelte halbe kaetstette mit allen recht und gerechtigkeiten dem ankaufferen Derck Janssen auff die beste form rechtens ubergeben haben, wie damit nach belieben und wohlgefallen zu mögen schalten und walten was endes dan ich richter anfangs gemelt vorgemelten Ewen Lippitz von gemelter halben kaetstette hiermit gäntzlich ent= und den ankäuffern Derck Janssen Öttjes, so dan dessen erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet habe jedoch mit vorbehalt sr. königl: maijs: als landes herren und jedermännlichen darahn habenden guten vorrechtens, desuper stipulando. Zu dessen uhrkundt haben wir diese gerichtliche aufftracht mit unseren gewöhnlichen respee richter ambts und scheffen siegelen bedrucket, auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequen-buch inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg den 1 decembr 1750.

244) 22.6.1751, Gerichtliche auftracht fur Bartjen Churwinckel wittiben Derck Wanders von dem in Keekerdom gelegenen langen kamp von dem erben Churwinckel p indictate anerkaufft de 22 juni 1751,

Wir Johann Christian Everwijn von de Wall königl: Preusch: Richter der stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dan Herman Tönnissen und Johann Huijsmann scheffen der gerichts-bank Leuth und Keekerdom uhrkunden hiermit, dass vor uns auf unterschriebenem dato persönlich erschienen seindt die sambtliche mitterben von den verstorbenen Herman Churwinckel, als Henrick Churwinckel, Wolter Churwinckel, Johan von den Brock (of: Broek) uxorio nomine Petronellen Churwinckel, Johann von Steen uxorio nomine Annen Churwinckel wie auch als vormunder von die durch juncker Gardenier und Mechteld Churwinckel nachgelassenen minderjährigen kinderen, Jacobus, Aleijda und Johanna Gardenier, imgleichen in selbiger qualität uber die von Derck von Haren und Harnsken Churwinckel nachgelassenen minderjährige kinder, Johann, Johanna, Helena, Henrich und Derck von Haren, ferner Johann Herbst uxorio nomine Wilhelminen Churwinckel und in qualität als vormunder uber vorgemelte von denen eheleuthen Gardenier und eheleuthen Dercken von Haren hinterlassenen kindern, nicht weniger scheffen Johan Noij und Nicolaus Möers als vormunder von Derck Churwinckel, Henrich Hiltjes uxorio nomine Johanna Churwinckel, imgleichen Bart Churwinckel und Johan von Haren, und haben vorgemelte als sämbtliche erbgenahmen von dem verstorbenen Johann Churwinckel und dessen ersten und zweijten frauen nahmens Jenneken von Steen und Sijbilla Hentzelers declariret, wie dass Johan Noij nahmens seiner schwieger mutter Bartjen Churwinckel witwe von dem verstorbenen Derck Wanders am ofnem Perck respee unterm 18: junij und 2ten julij 1750 fur eine summa von 1550 clevische dahler gekauftet hatte den zu Keekerdom gelegenen, ohngefehr vier morgen gross den so genandten Langen-kamp, welcher zwischen des grafen von Bijland Palsterkamp erbe und dem Hagtenland gelegen und mit einem ende an der gemeinen strasse anschiesset; da um die eine helffte, davon bereits der vorgemelten wittiben Derck Wanders eigenthumlich zugehöret, und comparentes wegendes kaufs pretii der andern helffte ad 775 dahler vollig befriediget waren, so wollten sie sämbtliche comparentis ihr antheil an vorgemelten Langenkamp hiermit und krafft dieses an vorgemelter Bartjen Churwinckel wittwen Wanders cediren und ubergeben, und darahn gar kein recht mehr haben noch behalten. Des endes dan ich richter anfangs gemelt vorgltn verkaufer erben Churwinckel von mehrgelten Langenkamp hiermit gäntzlich ent= und hergegen die ankäufferinen Bartjen Churwinckel wittwe Derck Wanders so dem derselben erben und nachkommen damit hinwiederumb beerbet, und ihr selbigen in vollen eijgenthum ubergeben haben jedoch alles mit vorbehalt sr: königl: maij: als landes herren und eines jeden darahn habenden vorrechtens, desuper stipulando. Zu dessen uhrkund haben wir diese gerichtliche auftracht mit unsern gewöhnlichen respee richter ambts und scheffen siegelen corroboriret auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequin buch inseriren und unterschreiben lassen; So geschehen Cranenburg d: 22 junij 1751.

245) 22.6.1751, Gerichtl: auftracht fur Bartjen Churwinckel wittwen Derck Wanders von der helffte des langen kamp und Passen ackers zu Keekerdom de 22 junij 1751,

Wir Johann Christian Everwijn von de Wall königl: Pruisischer richter der stadt und ambter Cranenburg und in der Duiffelt, so dan Herman Tönnissen und Johann Huijsman scheffen der gerichts-banck Leuth und Keekerdom uhrkunden hiermit, dass auf unterschriebenen dato vor uns persönlich erschienen seind, die sämbtliche miterben von dem verstorbenen Herman Churwinckel als Henrich Churwinckel, Wolter Churwinckel, Johan von den Brock (of: Broek) uxorio nomine Petronellen Churwinckel, Johann von Steen uxorio nomine Annen Churwinckel, wie auch als vormunder von denen durch Juncker Gardenier und Mechteld Churwinckel nachgelassenen minderjährigen kindern, Jacobus, Aleijda und Johanna Gardernier imgleichen in selbiger qualität uber die von Derck von Haren, und Harnsken Churwinckel nachgelassene minderjahrige kinder Johann, Johanna, Helena , Henrich und Derck von Haren, ferner Johann Herbst uxorio nomine Wilhelmina Churwinckel und in qualität als vormunder uber vorgemelte von dem eheleuten Gardenier und eheleuten Derck von Haren hinterlassenen kindern nicht weniger scheffen Johann Noij und Nicolaus Möers als vormundern von Derck Churwinckel, Henrich Hiltjes uxorio nomine Johanna Churwinckel, imgleichen Bart Churwinckel und Johann von Haren, und haben vorgemelte als sämbtliche erbgenahmen von dem verstorbenen Johann Churwinckel und dessen erstern und zweijten ehefrauen nahmens Jennecken von Steen und Sijbilla Hentzelaers declariret, wie dass Johann Noij nahmens seiner schwieger mutter Bartjen Churwinckel wittwen von dem verstorbenen Derck Wanders am offenen perck respee unterm 18 junij und 2 julij 1750 fur die summa von 2200 Clevische dahler gekauftet hatten, den von dem abgelebten Herman Churwinckel hinterlassenen in Keckerdom zwischen der kirchen und h: Verschoors weijde land weijen gelegenen so genandten Langen kamp und Passen acker ad ohngefehr sechs und einen halben morgen, welche mit dem einem ende an dem Keckerdomschen bann deiche und mit dem andere ende an der Wietenschen wässerung anschiessen, da nun die eine helftte vorgemelte wittibe von Derck Wanders von ihren verstorbenen brudern Herman Churwinckel angeerbet, und sie comparentes, wegen der zweijten hälftte vorgemelter kauffpfenningen ad elff hundert Clevische dahler völlig befriediget wären, als, wollten sie sämbtliche comparentis ihr antheil an vorgemelter weijde den Langen kamp und Passen acker hiermit und krafft dieses an vorgemelter Bartjen Churwinckels wittiben Derck Wanders cediren und ubergeben, und daran gar kein recht mehr haben oder behalten; Des endes dann ich richter anfangs gemelt vorgemelte verkäuffer erben Churwinckel von mehrgemelten Langen kamp und Passen acker hiermit gäntlich ent= und hingegen die ankäufferin Bartjen Churwinckel wittibe Dercken Wanders, so dann derselben erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet, und ihr selbiges in vollen eijgenthum ubergeben haben, jedoch alles mit vorbehalt sr. königl: majes: als landes herren und jedermänniglichen darahn habenden vorrechtens, desuper stipulando. Zu dessen uhrkund haben wir diese gerichtliche aufftracht mit unsern gewöhnlichen respee richter ambts und scheffen siegelen corroboriret, auch von dem gerichts schreibern protocollo und dem hijpothequen buch inseriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d: 22 junij 1751.

246) 22.6.1751, gerichtl auftracht fur Johann von Steen von ¾ theil an einen baumgarten und weijdeland zu Keekerdom, wovon der ubrige ¼ theil dem wachtmeistern Lohne zu standig ist de 22 junij 1751,

Ich Johann Christian Everwijn von de Wall konigl: Pruis. Richter der stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Herman Tönnissen und Johan Huijsmann scheffen der gerichtsbanck Leuth und Keckerdom urkunden hiermit, dass vor uns, auf unterschriebenen dato persöhnlich erschienen sindt, die sämbtliche mitterben von dem verstorbenen Hermann Churwinckel als Henrich Churwinckel, Wolter Churwinckel, Johann von den Broek (of: Brock) uxorio nomine Petronella Churwinckel, Johann Herbst uxorio Wilhelmina Churwinckel, wie auch als vormunder von den durch Juncker Gardenier und Mechtild Churwinckel hinterlassenen minderjährigen kinderen Jacobus, Aleida und Johanna Gardenier, imgleichen in selbiger qualität uber die von Derck von Haren und Harnsken Churwinckel nachgelassenen minderjährige kinder Johann, Johanna, Helena, Henrich und Derck von Haren, nicht weniger scheffen Johann Noij und Nicolaus Möers als vormunder von Derck Churwinckel, Henrich Hiltjes uxorio nomine Johanna Churwinckel imgleichen Bart Churwinckel und Johan von Haren, und haben vorgemelte als sämbtliche erbgenahmen von dem verstorbenen Johann Churwinckel und dessen ersten und zweijten ehefrauen, nahmens Jenneken von Steen und Sijbilla Hentzelers, wie auch Bartjen Churwinckel wittwe von Derck Wanders; unter assistentz ihres schwieger sohns Johann Noij declariret, wie dass sie an ihren mitterben Johann von Steen auss Keeken vor 150 Clevische dahler verkauftet hätten ¾ theilen von dem baum-garten und weijde land zu Keekerdom gelegen, wovon der ubrige ein vierter theil dem wachtmester Lehne zu ständig wärn, und da vorgemelter Johan von Steen den kauffschilling bezahlet hätte, und eine jeder davon wegen seines gerechten antheils völlig befriediget wäre, so wollten sie sämbtliche comparentes ihre respee antheile an vorgemelten baumgarten und weijdeland hiermit und krafft dieses an Johann von Steen cediren und ubergeben auch darahn gar keine recht noch praetension mehr haben oder behalten des endes dann ich richter anfangs gemeldt verkäuffere und transportanten sambt und sonders von ihren antheilen an mehrgemelten baumgarten und weijdeland hiermit gäntzlich ent= und hergegen den ankäuffern Johann von Steen so dann dessen erben und nachkommen damit hinwiederum beerbet, und ihren selbige in vollen eijgenthum ubergeben habn, jedoch alles mit vorbehalt seiner königl: maijes: als landes herren und jedermänniglichen darahn habenden vorrechtens, desuper stipulando. In dessen uhrkundt haben wir diese gerichtliche auftracht mit unsern gewöhnlichen respee richter-ambts und scheffen siegelen corroboriret, auch von dem gerichts schreibern protocolle und dem hijpothequen buch insiriren und unterschreiben lassen. So geschehen Cranenburg d: 22 Junij 1751.

247) 16.11.1751, Obligatio fur die Ev. Reformirte gemein zu Wehl auf dem chirurgum Johann Bloem und dessen ehefrauw Johanna Frerixs de 16 novemb 1751,

Wir Johann Christian Everwijn von de Wall königl: Pruisch: Richter der stadt und ämbter Cranenburg und in der Duiffelt, so dann Theodoris Schusseler und Johann Engelbert Gerhard Borghertz scheffen dieser stadt uhrkunden und bekennen hiermit, dass persöhnlich vor uns kommen und erschienen Johann Bloem chijrurgus zu Cleve und erkannte vor ihm selbst und als vollmächtiger seiner ehefrauw Johanna Frerixs, laut in originali producirter und hirbeij annectirter vollmacht de dato de 13: dieses; womit die herren vorstehern der gemeinen zu Weel zufrieden sein sollen; nahmens derselben, von der evangelisch reformirten gemeinen zu Weel, creditiret und in einer unzertheilten summa auss händen sr. hochgl: des königl kriegs-rahts herrn von der Portzen als von der hochob. Clev=Märckischen landes regierung bestellten mit vorstehern gemelter gemeinen bahr empfangen zu haben zweij hundert funfftzig reichs tahler Clevisch, jedem rxthlr zu sechszig Clevische stuber gerechnet, gelobend und versprechend dieses capital jährlich und alle jahr bis zur ablage, dessen losskundigung beiderseits ein virtel jahr vor den verfall tag zu thun freij stehen solle, gegen vier pro cent zu verpensioniren, und hat zur mehreren sicherheit der gläubigeren zur specialen hijpothecq die in obg: vollmacht benandte von seiner frauen laut testaments anererbte in kirchspiel Leuth ambts nieder Duiffelt gelegene weijden der hohe dries und overhaeg genandt, und ferner generaliter alle seine und seiner frauwen habende und zu kunfftige gereide und ungereide güther gerichtlich verbunden, umb in unverhofften miszahlungsfall sich darahn kost= und schadeloss erhohlen zu können und mögen. Comparens hat zugleich vor ihm selbst und als vollmächtiger seiner ehefrauwen nahmens derselben auffallen rechts wohlthaten und aussfluchten, wie solche auch nahmen haben mögen, insbesondere nicht empfangenen noch zum wahren nutzen angenandten geldes ,dass sich die sache anders betragen als niedergeschrieben, so dann nahmens seiner frauen auff dem so genannten consulto vellejano et auth: siqua mulux, dass nemlich eine frauens persohn das beschrieben nicht zu halten schuldig wärn, wann sie nicht wolle, noch auch vor ihren ehemann burge zu sein noch wieder ihren willen vor demselben zu bezahlen verpflichtet wäre, so wahr ihr gott helffe durch seinen sohn Jesum Christum wohlaustrucklich verziehen, dabeij hat comparens gesaget, dass seine ehefrauw diese obligation mit ihm zu Cleve unterschrieben wurde, desuper stipulando; In wahrheits uhrkund haben wir diese obligation mit unserm gewöhnlichen respee richter-ambts und scheffen siegelen bestätiget, auch von dem gerichts schreibern unterschreiben lassen; so geschehen Cranenburg den 16 novembr 1751.

248) 22.11.1752, Protocollum wobeij Jan Iwens zum scheffen von Keekerdom angeordent worden de 22 Novembr 1752,

Cranenburg den 22 novembr: 1752 praes: hr: Hofrath und richtern Winter und scheffen Herman Tönnissen, Willem von den Pavert und Jan von den Pavert. Nachdem durch absterben des scheffen zu Keckerdom Werner von Steen beij der dortigen scheffenbanck eine stelle eröffnet so dann nach reiffer erwegung von dem praesenten gerichte zur besetzung solcher vacanie der Johann Iwens in vorschlag gebracht mithin auch des endes itzo vor gerichte abgeladen worden ist so dann er sich sothanen muneris nicht äussern mögen als ist nachstehender eijdt abgefasset: Ich Johann Iwens schwern zu gott dem allmächtigen einen leiblichen eijdt, dass, demnach ich zum ambts scheffen zu Keckerdom angeordnet worden bin ihro königlichen majestäten ich treu und gewertig seijn, des ambts besten nach möglichkeit beforderen helffen, beij allen gerichtlichen handlungen, wie sie nahmen haben, mich gewissenschaftt erweisen, so dann ubrigens alles das jenige, so einem rechtschaffenen scheffen obliget, treu und fleissig ausrichten wolle, so wahr mir gott helffe durch seinen lieben sohn Jesum Christum zur ewigen seeligkeit. Obstehenden eijd hat Jan Iwens wurklich aussgeschworen, und ist darauf vom gerichte dazu gratuliret, und zu seinen verrichtungen angewiesen worden: Cranenburg ut ante.

249) 7.12.1752, Protocollum wobeij Rutt Daamen zum scheffen von Keekerdom angeordent worden de 7 xbris 1752,

Cranenburg d: 7: Decembr: 1752 Hr. hoffrath Tit. Winter, scheffen Jan Noij, Henr: von Kolck und Jan Ewens. Nachdem durch absterben des scheffen zu Keekerdom Johann Huijsman beij der dortigen scheffenbanck eine stelle eröffnet, so dann nach reiffer erwegung von dem prasenten gerichte zur besetzung solcher vacanee der Rutt Daamen in vorschlag gebracht, mithin auch des endes ietzo vor gerichte abgeladen worden ist, so dann er sich sothanne muncris nicht äussern mögen, als ist nachstehender eijd abgefasset.

Ich Rutt Daamen schwere zu Gott dem allmächtigen einen leiblichen eijd, dass, demnach ich zum ambts-scheffen zu Keekerdom angeordent worden bin, ihro königl: Maijs: ich treu und gewärtig seijn, des ambts besten nach, möglich keit befordern helffen, beij allen gerichtlichen handlungen wie sie nahmen haben, mich gewissenhaft erweisen, so dann ubrigens alles das jenige so einem rechtschaftenem scheffen oblieget, treu und fleissig aus richten wolle, so wahr mir gott helffe durch seinen lieben sohn jesum christum zur ewigen seeligkeit. Obstehenden eijdt hat Rutt Daemen wurcklich aussgeschwohren, und ist darauf vom gerichte dazu gratuliret, und zu seinen verrichtungen angewiesen. Cranenburg ut supra.

250) 20.12.1752, Ubergabe von Henrich Verheijen und Gerrit von Haren an Wessel von Benthum von dem antheil der kattstetten zu Leuth die Rossmuhle genandt, so er Verheijen und seinen Stieffkinderen daran gehabt de 20 xbris 1752,

Cranenburg den 20 Decembris 1752 coram herren hoffrath und richtern Winter, erschien Henrich Verheijen mit dem vormund seiner minderjährigen kinder Gerrit von Haaren, und zeigte an was gestallt sie das antheil an der kathstetten zu Leuth die Rossmuhle genandt, an Wessel von Benthum vor die summa von vier hundert dreijssig dahler verkauftet hätten, angesehen er Henrich Verheijen geld nöthig gehabt, und also nicht langer mit den kinderen intuisi dieses guthes beij der gemeinschafft continuiren können; und da es dem gerichte errinnerlich, dass es ihnen dem vormund jungsthin aufgegeben, dieserhalb und damit seine pflegbefohlen hierunter nicht ceediret werden mögten, vorher eine scheffen taxe von diesem guthe zu veranlassen mithin dasselbe auch des endes die beijde gericht- scheffen Jan Noij und Henrich von Kolck, dahin instruiret, gesagte scheffen auch diese auflagen der gebuhr zu werden gerichtet hätten, so offerire er mit comparirender vormund das formirte aestimatum zu 230 dahler hiermit schrifftlich, woraus hervorgiengen, dass dergestalt denen kinderen vor ihre helftte des antheils annoch 3 louis d'or mehr zugeleget, dan der vater vor seine helftte mir zu zweijhundert dahler uberkämn, und verhoftten also, dass das gerichte nicht alleine die wurdigung sondern auch den verkauf in ansehung der kinder genehm halten, und confirmiren werden, in mehrerem betracht hier venditio necessaria vorhanden, und dabeneben mit dem käuffern verabredet wäre, dass der kinder antheil zu zweij hundert dreijssig dahler, bis daran sie mundig worden oder zu heijrathen kämen auf das verkaufte guth sollen haftten und gefestiget bleiben, und zwarn gegen vier pro cent jährlich und a dato: und damit eine dieser verkaufts contract seine erfullung erreichen mögte, so wollten sie beijde comparentes dem mit praesenten ankäuffern hiermit die gehörige auftracht leisten, gleich sie dan auch ihnen Wesselen von Benthum hiermit das eijgenthum ihrer antheile an der kaetstette, die rossmuhle genandt übergeben; Wann mann nun von seithen des gerichts sonderlich in eguard der kinder antheils nichts erhebliches weiter zu errinnern gefunden und man von siethen des gerichts also diesen contract und ubergabe zu bestätigen wie hiermit geschieht ursachn hat; dies ist auch ex parte des ankauffers der vorgesetztn contract und annectirte ubergabe acceptiret worden unter versprechen dem Henrich Verheijen des praetii wegen nächstens völlig zu befriedigen, anbeij bittende, der kinder portion ad zweij hundert dreijssig dahler auf die kaetstette ad effectum judicialis hijpothecae im hijpothequen-buch ein zu tragen, womit dan dieser actus geschlossen, und uhrkundlich des richters-zusiegel und unterschrifft auch meiner des secretarii und der beijderseits contrahenten subscription confirmiret worden. Cranenburg d: 20 Decembr: 1752. S. Winter, diese letter # hat Hendrich Verheijen me praesente gesetzt quod attestor und dis zeichen \-/ hat Gerrit von Haaren eigenhändig gezogen, P. Felderhoff, Wessel van Benthum.

251) 31.1.1753, pras: Cranenburg den 31 janu: 1753 copia obligationis von Margaretha Dorothea Winterberg auf Wessel von Bentum,

Ich endts unterschriebener Wessel von Benthum bekenne fur mich und meinen erbgenahmen hiermit und krafft dieses, dass die hoched: joffer Margaretha Dorothea Winterberg auf mein inständiges ersuchen mir creditiret und ich von derselben in einer unzertheilten summa baar empfangen habe hundert dahler Clevisch jedem zu dreijssig dergleichen stuber gerechnet, welche gelder zu auskauffung meiner schwester Maria von Benthum ihres antheils in der zu Leuth kentlich gelegenen kaetstette die Rossmuhle genandt, so dan den Lockert und Weng, zu verwenden vorhabens; gelobend und versprechend obgemeltes mir vorgestrektes capital jährlich gegen funff pro cent zu verpensioniren bis zur ablage, dessen losskundigung beijderseits ein viertel jahr vor den verfall tag zu thun freij stehen solle; zur mehreren sicherheit der jfr glaubigerinne verbinden zur specialen hijpotecq obgemelte kaetstette die Rossmuhlen genandt, so dann den Lockert und die Weng und ubrigens ins general alle meine ietzt habende und zukunfttige gereid und ungereide guther, damit die jfr glaubigerinne in unverhoftten miszahlungs-fall sich daran auf die beste weise kost und schadeloss fur capital, und interesse erhohlen könne und möge; wie ich dan auch auf allen wohlthaten und aussfluchten der rechten, insbesonder nicht gezahlten noch zu meinen nutzen angewandten geldes, dass die sachn anders sich betragen als beschrieben, auf alle anstandts-briefen, unbst unterwerfung allen richtern und gerichten, woselbst ich dieser obligations schuld halber sollte angesprochen werden wohlaus trucklich renunciirn, und kann auch erleiden, dass diese obligation auf blosses ersuchen der zeug fur glaubigerinne dem gerichts-protocollo auch grund- und hijpothequen buch der gerichts banck Leuth und Keekerdom auf meine kosten inseriret oder eingetragen und notiret, auch daruber auf dieser originalen obligation, dass solches geschehen vom hr. gerichts schreibern obgemelten gerichts attestiret werde; In wahrheits uhrkundt habe diese obligation unbst dazu ersuchten zeugen eigenhändig unterschrieben. Also geschehen Cleve d: 19: septembr 1752. Wessel von Benthum, JA Stenovius als ersuchter zeuger.

252a) 28.3.1753, Inventarium von Henrich Bonenkamps vermögen de 28 Martij 1753,

Nach der von denen scheffen Johan von den Pavert und Henrich von Kolck gemachten taxe ist des Henrichen Bonenkamps vermögen folgender gestallt aestimiret, als

  1. Das hauss und kohlgarten auf--- 200 dahler
  2. Zweij milch kuhn und ein ehewinter mahl auf --- 200 dahler,
  3. Latus 400 dahler

  4. Das milchgeshier, als kern, milchfässer, wasskuiven, und ander haltz werck zu---8
  5. Eijseren pötte auf---3
  6. Ein tisch, zweij spinne-rader, stuhlen, kast, spiegel, fein und grob erden zeug auf---7
  7. Hahl, rost, zeuge, schup, heerd eijsen, lampe, streicheisen heu- und mist garbel ad---8
  8. An (zwis) vor---8
  9. Kuijfer und messing auf---16
  10. Zweij bette und decken kusszuge und laekens auf---44
  11. Tisch tucher und servietten zu---3
  12. Garn und hanff auf---2
  13. Ein frauen rad und mantelgen auf---6
  14. Ein jack und ein rad---4
  15. Einen rothen und einen sagen rock auf---3
  16. Ein schur leib---1
  17. Zweij schurtztucher---1
  18. Sechs heunder auf---2
  19. Zwölf treck mutzen zu---2
  20. Vier hals tucher---2
  21. Vier loth silber ad---8

Summa 525 dahl:

Dagegen sind passive schulden;

  1. An der kirche zu Leuth 100 Clevische gulden macht---66-20
  2. Noch an derselben---50
  3. An die Leutsche armen---50
  4. An der pastorat zu Leuth---25

191-20

Wurde das gantze vermögen nach abzug der schulden bleiben 333-10

Und sollte also denen kinderen davor vor ihr mutterliches antheil competiren die helftte ad 166 dh 20 st.

252b) 28.3.1753,

Cranenburg den 28: martij 1753, praes: h tit: Winter et scabinis Jan van den Pavert und Hendrich von Kolck; Exhibirte Henrich Bonenkamp, so zu zweijten ehe zu schreiten im begrieft vorstehendes inventarium und scheffen taxe seines gesamten vermögens mithin bestätigte solcher das inventarium eijdtlich und wann er zweij kinder hatte als Peter alt 17 und Gertruid 8 jahr alt, so wurde er dergestallt den kinderen fur ihre aus gemittelte helffte as 166 dahler 20 stuber securitat zu vershaften schuldig, benandten umbständen nach aber comparens solche fort zu liefern nich vermag, so dann verspricht in zeit von sechs monathen den kinderen die erforderliche sicherheit zu praestiren so ist dhem zwarn solches gestattet, doch mit der condition, dass er sich mittelst handtastung statt eijdes verbindlich zu machen hierunter genau wort zu wollen halten, und wann comparens sich wurcklich also verpflichtet hat das gerichte billig in sothanen aus standt geheben mussen, ubrigens ward der praesenten vormund Jacob Thewssen so des Bonenkamps nesten im forst nacht 1752 verstorbenen ehefrauen Jännicken Caspers ohene, der vormundschafts pflichten unterrichtet mithin demnachst auch mittelst handtastungen statt eijdes zu dem genaue observantz angewiesen, actum Cranenburg ut ante. S: Winter, dieses merck /-\ hat scheffen Jan von den Pavort eigenhandig gesetzet, quod attestor Henrick Bonenkamp, Henrick van Kolck schepen, Jacob Thewssen, P. Felderhoff.

253) 23.5.1753, Theilungs-recess zwischen der wittwen Wernern von Steen und ihrer kinder vormunderen de 23 Maij 1753,

Cranenburg den 23 maij 1753, coram h: Tit: Winter et scabinis Herman Tönnissen und Rutt Daamen, gabn die wittwn Wernern von Steen unter assistence Wilhelmen Ruttgers zu erkennen, wie ihr mann verstorben, wie sie um zusammen dreij kinder gezielet hätten als 1. Wilhelmina alt 21 jahr, 2. Hendrina 20 und 3. Gerhard alt 6 jahren; so dann vorhabens wärn, mit denen bluts-vormundern solcher kinder benandtlich Johann und Henrich von Steen scheid- und theilung anzulegen, auch eventualiter ein solches, besage ubergebender inventarij, taxe und abschlusses bereits verrichtet hätten als wolle sie ein solches zur bestätigung hiermit offeriren mit anerbiethen dem einhalt inventarii mit sörgerlichen eijde zu bekräftigen, so sie dan auch fort praevia avisatione de perjurio geleistet. Wann um nach anleitung obbermelten exhibiti die kinder helffte sich beläufft zu 789 dahler 15 stuber, inzwischen sie comparentinne nicht im stande fur die sicherheit solcher gelder caution zu machen zumahl ihr vermögen nichts unbewegliches enthalten, so vertraue sie doch, dass mann ihr hierunter creditiren werden (zumahb) die vormunder shon genauw acht haben könnten, wenn hierunter gefahr entstande womit mann von seithen des gerichts sich zufrieden gebe, und dann den vormunderen dass wachtsahnen auge nachdrucklich recommandiren und ihnen aufgeben sollen al jahrlich von benandtnuss der comparentienen umbstanden dem gerichte beij vermeidung willkuhriger straffe getrauw bericht zu erstatten, gleich dann auch diesemnachst die vormundern selbst uber ihre respee pflichten, so ihnen expliciret, mittnest handtastung statt eijdes zu wollen halten angelobet haben, und wann die wittibe zugleich zu erkennen gegeben, wie sie sich mit ihren assistenten verlobet, und mit demselben in die zweijte ehe zu schreiten nechstens in willens, so hätten sie und anwesende vormundere zwar delibiriret, ob die einkundschafft zwischen denen dreij existirenden und denen in zweijten ehe etwa noch zeugenden kindern statt finden mögte es hätten sich aber hierunter schwierigkeiten hervor gethan und sonderlich der neue angehende ehemann in diesem stucke bedencken getragen weswegen ferner keine besondere pacta statt finden, sondern es beij allen fällen kunfttig nach gemeinen landes rechten solle gehalten werden. Uhrkundlich ist dieser (reochs) vom gerichte so wohl als allen (amongsondern) interishenten eigenhändig unterschrieben worden actum ut ante S: Winter, Hermann Tönnissen schepe, Rutgerus Daamen schepe, Johann van Steen als vormunder, dis merck + hat Hendrina Ewens wittwe Wernern van Steen eigenhandig gesetzet quod attestor P. Felderhoff, Willem Ruttgers assistent.

254) 18.7.1753, Magenscheid von Derck Janssen zu Keckerdom de 18 Julij 1753,

Cranenburg den 18: julij 1753 coram Dno judice Tit: Winter et scabinis Herman Tönnissen und Willem von den Pavordt erschiene Derck Janssen aus Kekerdom und gabe zu erkennen dass, nachdehme seine ehefrauw Ida Cornelissen, vor einigen monathen gestorben und er dermahlen zur zweijten ehe zu schreiten intentioniret, so hätte er sich ordnungs-mässig, vorher mit seinen vorkindern abfinden, gestallt er deren dreij hätte, nahmentlich 1. Elisabeth alt 13 jahr 2. Ernesta alt 9 jahr 3. Friderick alt 5 jahr. Mithin des endes zugefugtes inventarium und scheffen taxe hiermit exhibiren wollen unter offerte solches eijdtlich zu bestätigen, gleich er dann auch in contininti abgeleistet, und wann der verstorbenen frauenbruder Rutt Cornelissen sich als vormund zugleich sistiret, so hat derselbe uber die vormund schaftts pflichten zu wollen halten, an den richtern mit handschlag statt eijdes sich verbindlich gemahnt; Wann nun laut ubergebenen inventarij der kinder mutterliches sich zu ein hundert funff dahler zwolff stuber 6 deuten beträget verglichen sich der comparirende Janssen mit dem vormunde, Rutt Cornelissen an einem, und dann die mit anwesende braut Wilhelmina Puttmans wittibe Gerrit Stratmans assistiret durch Johann Henrich Hanssen am andern theil, dass eine einkundtschaft zwischen die aus dieser bevorstehen der ehe etwa zu zielende kinder und denen auf seithen des brautigams, wurklich existirenden, kunftig hir statt finden solle, in mehreren betracht die wittibe braut kinderlos und gar ein ansehnliches, dann die existirende kinder und der vater hatten anbringe, mithin dergestallt kein bedenken obhanden, das solche ein kundschafft von gerichtswegen zugleich hiermit approbiret werden und haben sich beijde theile declariret, dass wann gleich aus dieser ehe keine kinder sollten erwecket wurden, jedennoch die wen angehande frauw als leibliche mutter in ausehnuge budels in allen stucken solle gehalten, und die sich findende kinder als ihre leibliche consideriret, und darnach beij der ausssteuer, etwägar partage und sonsten vorkommenden. Womit dan dieser actus abgeschlossen und vom gerichte als auch sambtlichen contrahenten unterschrieben worden. Cranenburg ut ante. S: Winter, Herman Tonnissen schepe, Willem van de Pavordt schepe, Dis merck + hat Derck Janssen me prasente gesetzt P. Felderhoff, und dieses + hat Rutt Cornelissen gezogen und dis merck + hat Wilhelmina Puttmans eigenhandig gesetzet, P. Felderhoff, Jan Hend: Hanssen.

255) 24.8.1753, Testamentum reciprocum der eheleuten Johan Schurings und Catharina von Kolck de dato Leuth den 24 aug. 1753,

Wir Johann Noij ältester scheffen und in absence des konigl. Richters herren Tit: Winter richter-ambts-verwalter, so dann Johan van den Pavort und Hendrich von Kolck scheffen der gerichts-banck Leuth und Keckerdom uhrkunden hiermit, dass, nachdem und die ehe leuthe Johann Schurings und Catharina von Kolck an heute zu sich berusten lassen, wir und an derselben behaussung verfuget, und vorgemelte ehe leuthe beijde beij gesunden leibe und vollkommene verstande in der kuchen angetroffen haben, und als derselbe befraget, was sie uns vorzustellen hätten, haben sie uns zu erkennen gegeben, wie sie gesinnet wären ihre letzte willens meinung, wie sie uns wahrnlich nach ihren gott gefälligen hintritt mit ihrer nachlassenschaftt gehalten haben wollen, aufzurichten, mit ersuchen selbige ad protocollum zu nehmen und darab eine documentum in forma probante ausfertigen zu lassen, welchem suchen marin dan ambts- und pflichten halber deferiren mussen, und solchem naest derer testatoren aussagen folgende gestallt ad protocollum genommen hat, als

  1. Befehlen sie eheleuthe testatores ihre unsterbliche seelen dem dreij-einigen gott vater, sohn und heiligen geiste, ihre leiber aber der erden christlichen gebrauch nach anbestadet zu werden.
  2. Setzen beijde eheleuthe testatores eines den anderen reciproce zum universeelen erben ein aller nachlassenschaftt also und dargestallt dass der oder die letztlebende von dhem beijden nach das oder der ersten hintritt damit nach belieben und wohlgefallen solle shalten und walten mögen und nicht gehalten sein solle davon ein inventarium zu errechten oder sonsten an jemanden davon rationes et reliqua zu leisten.
  3. Setzen und wollen sie eheleuthe testatores dass nach ihrer beijder absterben, ohne leibes erben nachzulassen, aus ihrer ahlingen nachlassenschaftt an hiesige Leuthsche armen oder armen-renthebern zum behuef der Leuthschen armen funftzig Clevische dahler ausgezahlet werden sollen.
  4. Ferner wollen sie, dass nach ihren tode vor einen inden funff und zwantzig seel-messen gethan, und diese aus ihrer verlassenschaftt bezahlet werden sollen, auch
  5. Diesem vorgangen die ubrige nachlassenschaftt, nach aus zahlung das vorhin stipulirten unter beijderseits nächsten anverwandten, nach landes und kirchspiels brauch vertheilet werden sollen, und der ubrigens,
  6. Dieses ihre unveränderliche willens-meijnung zu sein vorgemelte eheleute testatores sich verbindlich nach vorhergegangener vorlesung erklähret. So wollen und begehren sie auch, dass, wann diese ihre disposition unss als ein formeel oder solinnal testament solte angesehen werden wollen, selbige jedennoch als ein codicill donatio inter vivos vel mortis causa, oder sonsten in der beständigsten form rechtens solle angesehen, gnahedet und gehalten werden, desuper stipulando. Zu dessen uhrkundt wir diese disposition mit unserm gemeinen scheffenthumbs=dersiegel bestätigen, auch von dem gerichts schreibern protocollo insoriniiren und unterschreiben lassen. Also geschehen Leuth in der testatoren behausung in der kuche den vier-und-zwantzigsten augusti ein tausend siebenhundert dreij und funfttzig des abendts um sieben uhr. L:S: In fidem scripsit et subscripsit.

Naar deel 1: 1664-1700

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